Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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83 als קנין behandelt; im zweiten bildet das Instrument der Eheschliessung, das נדש־ן rer den Hauptgeger stand und nur insoweit auch durch ihn wird von einem Vertreter gesprochen. Im 3. Perek werden an oineh Termin gebundene Bedingungen und auch Voraussetzungen als die möglichen Ursachen einer Doppelscheidung beleuchtet, und im letzten Perek wird die durch das Familienleben bedingte Sittlichkeit und im Anschluss dann der Segen der Arbeit behandelt“. ■ Schon in diesen allgemeinen Angaben stellt sich IV als fremdartig zu den drei vorausgehenden Abschnitten. Nun nehme ich Mischni Kidduschin zur Hand. Kidd. I soll die Aneignung der Frau durch den Mann darlegen. Die glatte Mischna Rabbis müsste dem doch einigermassen einheitlich gereicht werden. Man höre nun: Kidd. 1 . . . Die Frau wird erworben auf drei Arten und erwirbt sich selbst auf zwei Arten ... 2. Der hebräische Knecht wird, erworben ... 3. Der kanaanitische Sklave wird erworben . . . 4• Grossvieh wird erworben ... 5. Liegendo Güter worden erworben ... 6. Was Geldwert durch andere erlangt... 7. Alle Pfli :hten dt־s Vaters gegen den Sohn ... 8. Die Semichoth (beim Opfer), die Schwingungen etc. ... 9. Jede Pflicht, welche nicht am Boden (Palästinas) hängt ... 10. Wer eine Mizwa ausübt. . . . Das dio Gegenstände de:> ersten Abschnittes von Kidduschin. Wir staunen. Ein solches Beispi31 wagt Schwarz uns als Beleg für die harmlose Formglatte der Mischna vorzuführen?*) Und sollte man de.n Zusammenhang in dieser merkwürdigen und seltsamen Kette von Begriffen auch herstellen können — wie seltsam muss der Ordner der Mischna gedacht, wie muss er, der angeblich so kristallklar ordnende .Jehuda Hannassi die Fassungs traft seiner Leser überschätzt haben, wenn er aus freion Stücken itnen seine Entscheidungen in so rätsel• haften Halakhareihen vorgeführt hat! Hier ist ja mit Ausnahme dos ersten Satzes von Eheschli »ssung nicht im Geringsten die Rede, dagegen kommen alle möglicieu Ziele der Aneignung darin vor, ja selbst agadische Sätze, die mit dem Gedanken selbst des Kinj an nur schwer etwas zu tun haben, schliessen die Sache ab. Noch mehr! Sobald man den 2. Abschnitt erreicht, ändert sieh das Bild und wir haben eine Reihe von Gesetzen vor uns, die in der Einheitlichkeit des Tons und j des Ausdrucks durch eine ganze Welt von der ursprünglichen und z. T. kindlichen Art des Anfangsperek geschieden ist. J Aber auch da weicht der Tannaite von dem Erwerbungspreise der Frau ab (den Schwarz oben dem Abschnitte zu Grunde legte), wenn 2,3 Bedingungen bez. der Person des Bräutigams, 2,4 eine $rtliehe Bedingung **), 2,5 dio Bedingung der Freiheit von Gelübden oder *I Wenn ihn aach Zuckermaa von Kidd. veranlasst hat, bleibt die nischer Marmorglitte doch seine ••) Schw.’s Anlehnung der frei Sa! del durch seine Behandlung zur Darlegung Widerlegung bei seiner Ansicht von mische Wahl. che an den לי ח» ist sehr äusserlich.