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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 2. Heft. (1912) · p. Seite 69

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
2. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 69 (sequence 21)
Language
German
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69 vermögenden Geist vielleicht noch ganz andere Dinge angreifen und ganz andere Dinge verteidigen sehen. Und das geht uns sehr stark an. Wir sind die Schwachen. Wenn wir zu irgend einer Zeit wissenschaftlich scheinende, an sich aber höchst unwissenschaftliche Angriffe zu erdulden haben, so gibt es für uns nur e i n e Waffe: Die des Geistes; damit haben wir zu kämpfen. Dazu gehört aber eine genaue Kenntnis der Waffe, wie des Angreifers; wie weit man gehen darf^ wie weit man sich aussetzen darf, was man erreichen kann? Das sind Fragen, welche nur durch die Erkenntnislehre zu lösen sind. Unsere Zeit liebt die Erkenntnislehre nicht. Sie geht lieber stür• mend ohne die stete ]Trage vor: Wie weit kann das führen? Das ist das Recht der Starken. Anders der Schwache, der etwas von ihm für wahr Gehaltenes gegen eine Welt der Geringschätzung oder Feindlichkeit verteidigt. Er bedarf der Denker und ihrer Gedankenreihen. Er bedarf des Gedankennetzes, womit er den stürmischen Gegner h ngsam umfängt. Mag der sich unwirsch seiner erwehren wollen — jede Bewegung dagegen zwingt ihn, wenn der Andere sein Handwerk versteht, sich weiter mit ihm abzugeben, ihn zu brachten und geistig ernst zu nehmen. Wer sich dann vornehm dem Anderen entzieht, zeigt seine Schwäche und stärkt die. Stelling dessen, der sich durch geistige Mittel verteidigt. Was wollte nun Harnack? Hier sollte der ג:]onismus angegriffen werden. Der Monismus, der eigentlich gar keic Dinge, die er betont, Monismus mehr ist, da die innere Seite der anerkannter Massen eine Abkehr vom Materialisismus darstellt urd ein Uebergang zur geistigen Weltanschauung ist. Und selbst di 3 Kraft-Stofflehre Büchners war keine strenge Betonung der Einheit, da der Stoff doch immerhin der Kraft bedurfte. Das Zauberwort Spinoza’s, dass wir zwei Seiten des Seins, Denken und Ausdehnun; machen, hat sich bei ä waren es zwei Seiten machten. Weshalb sie g sehen, die an sich ein und dasselbe aus- 1 seinen Nachfolgern wiederholt, und immer der Dinge, die eigentlich nur eins ausuns nur immer als zwei erschienen und weshalb immer die angebliche Einheit nur in dem Doppelverhältnis des Körperlichen und Gfeistigen von uns bemerkt wurde? Weshalb wir uns von dieser 1)0 epelanschauung durch alle Beweise der Denker nur nicht losmachea konnten? Und nun werden uns die verschiedensten Versuche, das Ding an sich zu erklären, als Monismus dargeboten, während der zweite Schritt von Büchner ab, also der

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