Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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61 auch in der jüdischen Literatur behauptet hat, denn die sog. דרך f’iK-Literatur hat moiner Meinung nach von hier aus sowohl den Stoff als auch den *ü Titel bezogen, wenn auch der Stoff im Lauf der Zeit sich erheblich gewandelt hat. Denn Derech erez sutta ist gewib8ermas8en der ״Knigge“ für die Kreise mit gelehrter Bildung geworden. Das altchristliche Büchlein, in dem sich nun die Ueber- Schriften 000; t7j; C״-» und 000; xou Oavaxou finden, interessiert uns hier vornehmlich, weil es deutlich, noch mehr als Pseudophokylides, die Abhängigkeit von der jüdischen Literatur zeigt. £8 ist das die Aoayr, xuiv otuosxa 37:03xgX׳uv, von Bryennius im Jahre 1888 publiziert. Schon Harnack hat in seiner ״Apostellehreu anhangsweise die Wiederherstellung des Textes der ,jüdischen beiden Wege“ versucht; aber dieser Versuch ist nur aus der ihm bekannten jüdischen Gedankenwelt heraus gemacht. Er gründet sich also nicht auf die jüdische Literatur direkt, sondern erschliesst indirekt die jüdischen Bestandteile der Didache. Wenn nun auch dieses Verfahren zu einem ziemlich sicheren Ergebnis geführt hat, wissenschaftlich richtiger 1 nd sicherer ist es jedenfalls, die direkte Abhängigkeit der Didache aus der jüdischen Literatur durch wortliehe Uebe'rnahme von Sätzen und Ausdrücken zu erweisen. Wenn das gelingt, so ist zweifellos erwiesen, dass eine direkte Beeinflussung der altchristlichen Literatur durch die jüdische statt•? gefunden hat. Prüfen wir als) die Didache nach dieser Richtung hin: *) Gleich im Anfang C ). 1,2 heisst es: «avxa 8« oaa £av dsX7}<TQC ף1ן 7tv£3öat 301, xai au aXX(j> ף4ן roist. Hier ist also wörtlich aus dem babylonischen Talmud Schabbath 31a der Grundsatz Hilleis entlehnt, der dort lautet: דעלך סני לחברך לא תעכיר im Gegensatz zu c er positiven NTlichen Fassung. a7:0 Tiavxo; rovrjpou xai a7ro ravxo; opiotou autou Uebersetzung von Aboth Rabbi Nathan IV, 2 und Derech er^z sutta cp. 8: הרחק מן הכיעור וסן הדומה לו. cp. 111, 9: ou xoXkijbijaexai rt crou jxeta u^^Xaiv erinnert leb- 1,10: ואל תתודע לרשות; ebenso cp 111, 1: <?suye ist die getreue haft an Aboth *) Ich bemerke geben habe und daas Vielfache Tennehren kann aus! eil drücklich, dau ich nur die auffälligsten Beispiele gsbesserer Kenner der jüdischen Literatur sie um das