Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 2. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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55 Brach gekommen, dann{ verschärfen sich die Gegensätze mehr and mehr, and es ist an ein freundliches Zusammengehen nicht leicht mehr za denken. Das bewies aach das berühmte zweite Antwortschreiben des Jehada Alfachar, welches mit voller Rücksichtslosigkeit den Gegensatz zwischen göttlicher Lehre and menschlichen Grübeleien aafdeokt. Vor seinem Aage liegen nicht nar die gefährlichen Seiten des MoreNebachim, aach die Schwächen des Buches führt er ans vor, er scheint nicht nar im Namen des Glaabens, sondern mit der forderang wissenschaftlicher Folgerichtigkeit aufzatreten. Sein verhältnissmässig nicht sehr aasgedehntes Schreiben vertritt völlig eine wissenschaftliche Schrift, man kann es mit Recht das gehaltvollste Stück nennen, das jemals als offener Brief hervorgetreten ist Hier lebt die rücksichtslose Hanneskraft des mittelalterlichen Kämpen, der in Versen kämpft and seinen Gegner mit Worten za verwanden weiss, wie nar ein kriegerischer Troabadoar. Der Anfang des berühmten Briefes führt ans sofort mitten in den Kampf hinein: ״Sei Gott gegen Dich, den Satan, entbrannt, David, der Kleine, zabenannt. Woher konmst Da? Die Erde durchstreifst Da Der Länge and Breite nach sonder Rah, Willst ans 1mm sündigen Hader zerrn Gegen den Herrn, Für den More Nebachim streiten, Der Dankei tat statt des Lichtes verbreiten?“ Man wird hier die witzig angewandten Bibelverse ebenso leicht erkennen, wie man die Kühnheit bewundern wird, mit der er Glaaben und Wissenschaft als die zwei Fraaen im salomonischen Urteilssprache verkörpert. ״Die Eine Zar Andern das Wort erhebt: Dein Sohn ist tot and der meine lebt!“ Ueberhaupt bietet ders die südromanische, Anblick. Nicht mit lehrten and Denker, dichterischen Bilde tö dieser Kampf, der die Judenheit, and besonin zwei Lager teilt, einen lebensvollen kräftigen starken Aaseinandersetzangen kämpfen die Gendern im beliebten Masivstyl, im Reim and n and dröhnen die Ansichten an einander. Aerzte, Staatsmänner, einflussreiche Kaufherrn erheben ihr Wort, im Vorsammlangshaase oder in der Synagoge sammelt sich die Gemeinde mit ihren Führern, oder die Vertreter vieler Bezirke treffen dort in buntem >