Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 34 (1912)
- Issue
- 1. Heft. (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/6492408-6582237-8773745--4163-4859198- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
39 Ueber den Pupyrasfand von Eleph&ntine. I. C Arthur Ungnad, Aramäi unter dem Titel: Hilfslp VIII und 117 S. 1911 Eduard Meyer: Der Pa^> 2 Mk., gebunden 2,50 Hinrichs, Leipzig: sehe Papyrus aus Elephantine. (Auch ücher zur Kunde des alten Orients 4 B.) 3 Mk., gebunden 3,60 Mk. yrusfund von Elephantine. IV u. 128 S. Mk. Elephantine! Papyius! Diese Schlagworte sind aus den Gelehrtenkreisen in die weiten Volksmassen gedrungen und haben dieselben auf die Wichtigkeit der ägyptischen Funde aufmerksam gemacht. Gebildete Kreise können nun, ohne sich dem Fache zu weihen, doch zum Verständnis der Ergebnisse kommen, welche aus den Funden von Assuan bervorgehen. Sie haben davon mehr gehört und verstanden, als von anderen Entdeckungen. Die Sachau’sche grosse Ausgabe ist trotz ihres an sich billigen Preises ffir Einzelne schwer anzuschaffen; 90, gebunden 96 Mk. ist f&r altePapyii doch etwas viel; so etwas anzukaufen, ist bei uns immer noch Ehrenpflicht der grossen Büchereien. Da kommt der Hinricbs’sche Verlag mit zwei Veröffentlichungen, welche mit einem Schlage die ganze Angelegenheit zu einer allgemeinen machen: Arthur Ungnad hat als 4. Band der ״Hilfsbücher zur Kunde des alten Orients“, ״Aramäische Papyrus aus Elephantine“ erscheinen lassen und kurz darauf ist einer der grössten Erforscher der altjüdischen Geschichte, Eduard Meyer, mit seinem ״Papyrusfund von Elephantine“ at!getreten. Beide Bücher zusammen sind zum Preise von 5, bezw. 6,10 Mk. zu erstehen! Sie ergänzen einander. Ungnad bringt die Texte nach der Sachau'schen Erstausgabe , und Meyer zieht in seinem Buche nach genauer geschichtlicher Kennzeichnung die Folgerungen aus dem Ganzen. Nach der früher sebon beliebten Anordnung bringt Ungnad zuerst Sendschreiben und Briefe, darunter die bereits 1907 veröfientlichten (Pap. I, II, 11. Pap. III), die s. Z. das grösste Aufsehen hervorriefen. An zweiter Stelle kommen Verzeichnisse, sonst etwas Eintöniges urd Trostloses, hier aber höchst anregend und belebend durch das Eicht, welches sie auf die alten Gemeinschäften und das Zusammenwirken ihrer Mitglieder werfen. Drittens: Geschichte- und Rechtsurkunden. Viertens: Literarisches : Die bekannten Acbikarbruchstücke und die Dariusinschrift von Dehistun. Fünftens: Kleinigkeiten. Sechstens: Inschriften auf Ton, Holz und Stein.") Meyer bringt vor Allem die neugefundenen Papyri mit seiner Auflassung in der ״Entstehung des Judentums“ in Verbindung; *) Ein Vergleich zwische a Sachau und Ungnad folgt in nächster Nummer.