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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 1. Heft. (1912) · p. Seite 37

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
1. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 37 (sequence 37)
Language
German
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37 spricht io den meisten stehung der Sätze in Berakhoth 1,4 der hillelitischen Ansicht vielmehr die *אמוץ ל״ Stellen die Wahrscheinlichkeit für die Ent- Palästina. erzählt R. Tarfon, dass eine Abweichung von ihn in Lebensgefahr gebracht habe, oder rlrücken diese Auffassung aus. In der Gemara Borakhoth wird für den Satz: Die schammaitische Hala kah tritt vor de Sukkah gesucht, und Umstand vielfach zu hillelitischen zurück eine Stütze in orst einer der Spätamoräer, R. Nachman bar Jizchak, deutet auf den obigen Satz R. Tarfons hin. Man hat diesen erklären gesucht; das Einfachste ist, dass über דד Ein anderes 4 ל Ö Mi. beide Talmude, den Tarfonsatz in der Gemarä bis auf R. Nachman bar Jizchak dieser an sich alte Satz noch nicht Mischna gewesen sei. Sehen wir im Krotoschiner Jeruschalmi nach, so steht der Tarfonsat;: dort in Klammer, d. h. Jeruschalmi hatte ihn nicht. Dass eine Gemaraerklärung dazu vorhanden ist, spricht nicht dagegen; hatte doch auch Rabli seinen Gcmarasatz, bevor der Tarfonsatz Mischna wurde. Und übrigens bezieht sich die betr. Jeruschalmischemaata eher so auf Ende Sanhedrin. Den entsprechenden T־Satz Ber. 1,4 haben auch Jeruschalmi. Beispiel: Therumoth 10,3 findet sich der Streit Schon Simson zur Steile beweist, dass der Streit R. Meirs und R. Juda’s durch Abbaji und Rawa gar keine Erwähnung findet, dagegen erst nachher unter בתנאי erwähnt wird. D. h. im B a b 1 i, so nötig diese Mischna für die Erörterung wäre. Aber, in Jer. findet sich eine genaue Schemaata darüber, welche in die ältesten Zeiten zurückgeht. Ich könnte solche Beispiele häufen, die aber gerade starke Beweise dafür sind, dass Jeruschalmi unserer Mischna entspricht. Wie schwer ist übrigens nicht der Nachweis, dass etwas zu einer bestimmten Zeit Mischna oder Tossefta gewesen ist! Alfassi schreibt hinter Mischna Berakhoi h 5,2 'מתגי einen Satz hin, den wir nur als Gemara oder als Baraitlia kennen, und darauf folgt auch ,נם. Lasst unsere Drucker und Verbesserer dem Alfassi folgen, und wir haben eine Mischna mehr, die vor Kurzem noch Baraitha oder in vielen Fällen auch Tossefta gewesen sein kann. Der umgekehrte Fall tritt Sehebuoth 7, 7 ein. Da bringt die Mischna unter כשם שאמרו eine Stelle aus Kethuboth 9, um eine Folgerung daran zu knüpfen. Bei Alfassi fängt vor נשם שאמרו die Gemara an. Vielleicht hat es in seinen Vorlagen zur Gemara gehört, was halachisch in der Sache selbst Nichts ändert. Lasst die Gemaradrucke dem Alfassi folgen, und unsere Mischna wird vielleicht (wegen der in Kethuboth nicht befindliehen Folgerung) in Schebuoth zur Tossefta oder Baraitha. Was ist nun dio Tossefta? Zum Teil ein älteres Werk als die Mischna, das die gleichen halachischen Bestandteile an gleicher Stelle wie die Mischna hat (allerdings diese Gleichheit cum grano salis genommen), das z. T. auch unabhängig von der Mischna ganz andere Dinge bringt. Zum Tei] ein jüngeres Werk, das sich ergänzend oder

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