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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 1. Heft. (1912) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
1. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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b) Nun wird für den Jer. der Zusammenhang klar: Alle die hier genannten Hilfsmittel zind ,מנשירי מצור; wenn es nötig ist, wird auch die Nacht zu Hilfe genommen, denn ,אלד, מועדי ר etc. So hat wohl Jer. diese Stelle gehabt, aber Babli entweder gar nicht oder, wie MM vielleicht andeutet, nur als Haraitha. Wir haben vorher gesagt1), dies מחללין את השבת etc. gehöre zu 1,4 als dort notwendige Begründung der vorausgehenden Halachoth. ~ Dass dem so ist, beweist Jer. auch, denn hier führt R. Jizchak an, dass nur zum Zweck der Heiligung, nicht der späteren Benachrichtigung der Sabbath ausser Acht gelassen werden dürfe. Und Sifra u. a. 0. stellt auch zusammen: ״Woher weiss ich, dass man den Sabbath entweiht, um darüber Zeugnis auszusagen? Weil es heisst: «Dies sind die Feste des Herrn.“ Sollte es möglich sein, dass wie man den Sabbath entweiht, um Zeugnis auszusagen, man ihn auch entweiht, um kundzutun, dass sie (die Feste) festgestellt seien? Darum heisst es : ״(Dies sind die Feste des Herrn,) welche ihr ausrufen sollt“, wegen des Ausrufs darfst du den Sabbath entweihen — du darfst den Sabbath nicht entweihen, um kundzutun, dass sie festgesetzt seien.“ Diese Worte entsprechen dem Endo des ersten Abschnitts und der daran geknüpften - Erklärung R. Jizchaks. Die מעירי׳ sind die Zeugen, die מודיעים die Boten, die Einen kommen 1,3, die anderen 1,4 vor — weshalb haben die Einen nicht die Rechte der Andern? אלה כר תקראו נו׳, wie Ende von RH 1 besagt. S. ausserdem oben. c) So haben wir, wie an den Schlüssen von 4 und 3, 80 auch hier am Ende von 1 einen Satz, der an dieser Stelle und in dieser Gestaltung nicht ursprünglich gewesen. Er war wohl früher von 1,4 nach 1,9 gekommen, und ihm rückte dann 1,9 a nach, das im Jer. zuerst Mischnakraft erhielt und im Babli dann als Mischna mitgedruckt wurde, wenn wir nicht annehmen, dass Babli (nach dem Zeugnis von MM) es auch zuerst als Baraitha gehabt hat. In letzterem Fall wäre es im Babli Mischna geworden, und von hier aus durch die Mischnajothbücher in die Mischnaab- J) s. § 6, la Bemerkung.

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