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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 4. Heft. (1911) · p. Seite 188

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
4. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 188 (sequence 44)
Language
German
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188 Regenaration der Juden durch die ״liberale Religion“ herbeiführen? Ich glaube nicht. Und kann gar die liberale Religion durch ein Machtgebot auf die sinkende Fruchtbarkeit einwirken, wo die Orthodoxie mit dem Gesetz ״Seid fruchtbar und vermehret Euch“ nicht mehr durchdringt? Die Judengemeinden müssen Volksgemeinden werden, volkstümliche Politik treiben. Aber lieber tot, als jüdisch-national. — Die einzelnen Vorschläge zur Hebung der Fruchtbarkeitsquote muss man an Ort und Stelle nachlesen. Verständnis haben sie bisher in massgebenden Kreisen ebenso wenig gefunden wie alles andere in meinem Werke. Ueber die Bedeutung der Untergangsfragc der deutschen Juden für den Zionismus will ich mich an anderer Stelle verbreiten. Die Verdienste der gesetzestreuen Juden für die Erhaltung des Judentums glaubte ich auch in einer etwas historisch gefärbten Darstellung hervorheben zu müssen, obwohl ich mir dadurch den lebhaften Tadel der liberalen Juden zugezogen habe, während ich natürlich gewissen orthodoxen Zeitungen es absolut nicht recht machen konnte. Wenn der Spruch ״Viel Feind, viel Ehr“ wahr ist, dann kann ich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden sein. Allein ich kämpfe nicht für mich und für meine Existenz, sondern ich habe wohl das wichtigste Problem, das uns deutsche Juden angeht, vor mein Fornm geladen. Und wenn ich nun hoffe, dass mir meine Feinde und auch meine Freunde es ermöglichen werden, eine neue Auflage herauszubringen, so darf ich versichern, dass ich in ihr das ganze Problem weitere Schlaglichter aufgesetzt bekomme, dass noch weitere Probleme angedeutet resp. ihre Lösungen besprochen werden. נזכתאב כםא־ד. אלעאנדין Herg. von Rabbiner Dr. S. Eppenstein, Briesen, Breslau 1911. Der hervorragende Kenner der jüdisch-arabi8chen Literatur, der philosophischen wie der halachischen, Dozent Dr. S. Eppenstein, Berlin hat uns wieder mit einer Gabe seines nimmermüden Forschergeistes erfreut. Der Sohn des Maimonides, Abraham ben Mose Maimon, der seinem Vater in der Würde eines Nagid und Arztes in Egypten (c. 1233) gefolgt war, hat ein grösseres dem Gottesdienst und der Gottesandacht gewidmetes Werk verfasst, arabisch: םא-ר. אלעאנדין:, hebräisch: השסקת העוברים (Genüge für die Gottesdiener) genannt, das leider nicht mehr ganz vollstängig erhalten zn sein scheint. Eppenstein hat nun den 24. und einen Teil des 25. Abschnittes dieses Werkes, das wohl nie einen hebräischen Uebersetzer gefunden hat, veröffentlicht und dem Arabischen zur Seite seine eigene hebr. Uebertragnng gestellt. Mit

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