Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 4. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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1B7 Diese Consequenzen bestehen in sexueller Infektion und nachfolgender Impotenz, in dir Heranbildung eines Junggesellentumes etc. Was ich noch nicht hier besonders hervorgehoben habe, ist der Einfluss der Grossst;tdt auf die ganzen rassehygienischen und religiösen Frage!. Das ist leider bis nun viel zu wenig beobachtet worden. Mau hat auch meist nicht sehen wollen, dass wahrhaft jüdischer Indifl erentismus, der Abfall, die Vermischung nur in der Grosstadt möglich sei. Die Grossstadt frisst das Judentum auf, es ist dan Grab eines lebensfrischen Volkes. Dass aber die Fragen der Verheiratung von äusseren ßedingungen, also wirtschaftlicher Natur getragen sind, habe ich dargelegt. An anderer Stelle habe ich besonders die dogmativen Vorgänge, wie die schrecklich hohe Ziffer der Geisteskranken, Blinden, Taubstummen, Selbstmörder, Syphilitiker angegeben. Immer versuchte ch den Zusammenhang aller Fragen mit dem wirtschaftlichen Lehen, mit den! Judentum, ihre Entwicklungs- Tendenzen und Möglichkeiten zu beurteilen. Denn es ist eine veraltete Geschichtsauffassung, wenn man in allen diesen Zahlen nur den Zufall erblickt, dass z. B. die ßevölkerungsvermehrung der preussischcn Juden in den 70er Jahren 11000 und nun noch 6000 beträgt. Gegen diese naiven Optimisten ist nichts zu sagen, die sich auf den gütige! Zufall verlassen, der diese Ziffer wieder zur alten oder überhaupt zu einer nennenswerten Höhe wieder aulsteigen lassen wird. Wer soviel Verständnis für Volkswirtschaftliche Fragen besitzt, sollte lieber schweigen. Man wird mir Re der deutschen Judenhei auf einmal tröstet man schon in den letzten Jahrzehnten die Vermehrung lediglich bewirkt hat. Aber diese Anschauung, die in der Not eine Tugend dort entdeckt, wo man früher nur Verabscheuung dargebracht hat, ist nicht gut fundamentiert. Das deutsche Reich wünscht keinen grossen Zuzug aus dem Osten. Wer soll aber denn die untergehenden deutschen Jiden ersetzen? Wenn nicht eure eigene Kraft euch trägt, dem wollt ihr Euch willenlos dem blinden Geschick überlassen? Und damit bin ich auf die Frage der eigenen Kraft gekommen. Ich verspreche mir absolut kein Verständnis für den Ernst der Situation, und ich habe Recht behalten. Die Grössen in Israel, die Notabcln, haben sich in ihrer olympischen Rübe nicht stören lassen. Was ich verlange, ist das Eingehen auf alle möglichen wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Fragen. Ich erachte die Grundlage des Wurzeis 80 tief verankert, dass nicht eine, noch weniger eine kleine jüdische Aktion eine wahre Rettungsaktion darstellen kann. Aber schon das Wort Nationalisierung der Gemeinden verschnupft. Kann man allerdings eine körperliche :ht geben müssen, dass diese Entwicklung t einen traurigen Ausblick eröffnet. Nun sich mit dem Zuzng aus demr Osten, der