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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 4. Heft. (1911) · p. Seite 182

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
4. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 182 (sequence 38)
Language
German
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182 II. Ursachen dieses Aufbaues. § 6. ״Vier Jahresanfänge“ ״vier Gerichtszeiten“ ״sechs Monate“ ,zwei Monate“ — die Anfänge der vier ersten Mischnas führen ans darauf, dass der Mischnaordner hier mehr für das Gedächtniss gearbeitet, als sich am die sachliche Ordnung bemüht hat. 4 + 4 6 + 2 8. Er mass einen alten darauf berechneten Anfang schon vorgefanden habeD, welcher der Zahlenmischna angehörte1) and hat diese dann am Anfang belassen, allerdings mit entsprechender Umwandlang2). Die erste Mischna gibt den Zweck des ersten Teils von Roschhaschanah an: Festsetzung aller bürgerlichen and religiösen Zeitpunkte des Jahres darch die Monatsheiligang. Die zweite Mischna deutet darch Herrorkehrang des Roschhaschanafestes and seines Ein- Hasses aaf die anderen Gerichtstage aaf den zweiten Teil des Traktats, aaf die gottesdienstliche Gestaltung des Roschhaschana hin. Die dritte Mischna spricht von den Boten der Monatsheiligang and zwar ror den Zengen der vierten Mischna, weil die Boten nur im Tischri and Nissan die Entscheidung des Gerichtshofes, die von den Zeugen abbing,' abzuwarten hatten, sonst schon vorher ihren Weg beginnen durften. b) Für Nissan and Tischri dürfen die Zeugen auch am Sabbath reisen, hiess es 1,4. Die Wichtigkeit des Sabbaths erfordert, diesen Gegenstand sofort am Anfänge zu erledigen; der Schüler behielt diese Bestimmungen und die Ordnung selbst‘ (die mit der alten gegebenen Reihe am Anfang rechnen mass), so besser im Kopfe. 1,5—7,9. Bei dieser Gelegenheit kann die Tauglichkeit zum Zeugen mit Recht behandelt werden, da hiervon die Erlaubnis der Sabbatreise abhängig ist (1,8). c) Am Schlüsse dieser Reihe finden wir erst den Schriftbeleg (1,9 Ende), den wir 1,4 bereits hatten sehen wollen. Allerdings gehört 1,9 zu l,4ß: ״Als der Tempel noch stand, umging man das Sabbathgesetz um aller Monate willen wegen der Festsetzung der Opfer“ (1, 4 ß) wie es heisst: ״Diese sind die Feste des Ewigen (MM. die heiligen Verkündigungen), die ihr auszurufen habt zu ihrer Zeit“. Mit diesen Worten wird der Festesabschnitt Lev. 23 eingeleitet, wobei stets das Num. 28 ff. genau bestimmte Opfer angedeutet ist. So passt das 4 ,1) מסני תקנת ד,קרבן) gut hierher. 1) S. Aboth 6, Parah 1 und öfter. *) 8. die Nachweise in unserem ״Ueb. d. Jsch. <L M.“ 1. Teil.

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