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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 4. Heft. (1911) · p. Seite 178

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
4. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 178 (sequence 34)
Language
German
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Oer Traktat Roschhaschanah *). Toa Rabbiner Dr. L, A. Romenthal. I. Welche Fragen raft der Anfbaa des Traktats Roschhaschanah hervor? §. 1. Man ist gewöhnt, die Ordnung der Mischna als überaas darcbsichtig za rühmen and nimmt nar geringe Ausnahmen an, in denen dieselbe scheinbar unregelmässig ist. Wir wollen daraufhin den kleinen Traktat Roschhaschana betrachten, um za sehen, ob sich der Rahm Rabbi’s hier bewähren wird. (S. darüber mein bei Trübner, Strassbarg erschienenes Bach ״Ueber den Zusammenhang der Mischna 2. Aufl. £inl. and Abschnitt ,,Ueber die Unregelmässigkeiten der Mischna*). Roschhaschana hat seinen Namen aas zwei Gründen. Von 1,1—3,1 behandelt der Traktat die Monats heiligang and deren gesetzliehe Voraassetzangen, also die Art and Weise, wie der Anfang des Jahres and der Monate bestimmt and zar Kenntnis der Gemeinschaft gebracht wird. Von 3,2 bis zam Schlösse ist von der Feier des Roschhaschana and zwar, von den gottesdienstlichen Veranstaltungen des Festes die Rede. § 2. Die vier Jahresanfänge (1,1) die des Regierangs-, des Festes-, des Rechnungs-, des Verzehntangsjahres etc.) begegnen ans zuerst, dann die vier Gerichtstage (1, 2), an denen in den Höhen das Schiksal des Ackerbaues in Palästina bestimmt wird, darunter Roschhaschana als Tag des Weltgerichts über alle Menschen; (1,2) sechs Monate werden dann erwähnt, welche das Aassenden der Boten zar Verkündigung der geschehenen Monatsheiügang erfordern; (1,4) zwei Monate, za deren Ansetzung die Monatszeagen selbst am Sabbat die Reise nach der Synedrialstadt vornehmen müssen, weil dann die Boten nach Saria gesandt werden. Durften denn aber diese Boten zuerst genannt werden, da sie doch erst nach der Monatsheiügang ihren Weg antreten and die Zeugen deren Voraussetzung sind? Gehen die Boten nar dieser zwei Monate wegen aas? Oben waren doch sechs Monate genannt. Diese Fragen würden vielleicht gar nicht aaftaachen, wenn ans der Ordner über das Wesen dieser Personen gleich am Anfang aufgeklärt und sie nicht nar genannt hätte. Hierin hätte die Gemara . *) Weitere Ausführung eines im westpreussischen Rabbinerverband s. Z. gehaltenen Vortrages.

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