Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 4. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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174 Hauptsache, die Gesamtheit der Quelle für ß. Simon ist uns doch gesichert. Aber das ist sicher, dass wir hier wieder aaf R. Ismael zurückkommen, der in Sanh. z. St. für ע א den Beweis bringt and bei der Verhandlung stark beteiligt gewesen. Und jene Frage, ob das Lernen oder das Tun das Wichtigere ist, bezieht sich hauptsächlich auf diejenigen Satzungen, welche durch den Fall des Tempels keinen Boden im Leben mehr hatten, die also an das Land und an den Tempelbestand gekettet waren. S. Sifri z. St. und Ueb. d. Zsh. d. M. II S. 47 ff. Sollten diese, wie aus dem Leben, so auch aus dem Lehrhause verschwinden? Nein! Das Lernen bringt zum TunI Der Tempel kann wieder erstehen und man würde nicht opfern können, weil man unwissend wäre. Daher das Heranziehen der ״Pflichten, die an den Boden Palästina’s geknüplt sind“; daher das sofortige Erwähnen der Opfergesetze Kidd. 1,8. Dem Anstürmen der römischen Kaisergewalt gegenüber hiess es die Satzungen des Judentums wahren. In der Art eines Antiochus hatte Rom die Ausübung der Thorasatzungen verboten. Können und werden sich nun AUe um jeder Mizwah willen opfern? Da gilt es, die Hauptsache retten und dem Leben den Wert bewahren! Aber der Zweck des Lebens ist doch die Erhaltung des Glaubens. Der Thora! Deren innerer Zweck ist und bleibt Gott, Sittlichkeit und Menschenleben als Grundlage menschlichen Strebens. Kommen diese Ziele in Frage — dann heisst es, das Leben hinwerfen, um sie zu retten! § 53. a) Wir befinden nns hier im Zeitalter R. Akiba’s und seiner Genossen. Auf ihn geht die Festsetzung des Verhältnisses zwischen mündlicher und schriftlicher Lehre zurück, wie uns die Stellen Menachoth 29 und BB 15 zeigen. Da sieht Moses, wie man im Lehrhause Akiba’s die Halakha le Mosche missinai herleitet Nennt man Sabbath ein in der Luft sohwebendes Gebiet, so zeigt R. Akiba gerade in diesem Traktat Abschnitt 9, wie verschiedene Halachoth durch זכר לדבר schriftmässig belegt worden. Und zwar braucht er dazu einen uralten Midrasch, den R. Eleasar ben Asarja mit ihm teilt, wie Sabbath 9, 3a Mikwaoth 8,3, Sabbath 9, 3 ß Sabbath 19, 9 beweist Andere derartige Deutungen R. Akibas und seiner Schule, die dann von R. Josua sehr belobt werden und den Gegenständen nach bis auf R. Jochanan ben Sakkai zurückgehen, zeigt der füunfte Abschnitt von Sotah. Bei R. Akiba hiess es überall, יש לה! על מה שיסמוט, wie er es ist, der in Chagigah zur Stelle in der Gemara die