Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 4. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 173 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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173 Hohelied empor und setzt den Streit nar am Eoheleth fest. Dann wird bezeugt, dass Ben Asai im Rechte ist. b) R. Simon hält nach den Hilleliten Kohelet für heilig, bezüglich des Hohenliedes wird er sich wohl nach R. Akiba richten, dem Ben Asai zn folgen scheint. Han begreifen wir, weshalb R. Eleasar ben Asaijah jenes דברי חכמים etc. anfährt, auch, weshalb in unseren Hischnas Kohelet so oft vorkommt. R. Simon hält Koheleth für heUig; die Hilleliten haben es aach getan. Also war Koheleth (gegen die Ansicht R. Jose’sj streitig, wie aach R. Juda and R. Akiba sagen; aber bei Ben Asai ist der Streit entschieden, and nach ihm richtet sich die Mischna. So sagt Jochanan ben Josaa, der Schwager des R. Akiba. Wie kann man sich nach Ben Asai richten and doch von einem Streite sprechen? R. Simon gibt die Lösung! Um Koheleth drehte sich der Stroit, aber die Schale Hilleis siegt, so ist Koheleth eben heilig. j c) Der weltentsagenden schammaitischen Richtung gegenüber wird hier Koheleth stark benutzt; and wie R. Simon in Jadaim die Meinung aasspricht, die (ausser der Ansicht Jose’s) alles Andere in sich schliesst, so ist in seiner Quelle Koheleth ganz besonders als heiliges Bach angesehen worden, wie es die Früheren schon vor R. Josaa getan. j I § 52. a) Wir sind in der Beschäftigung mit Simon anf Schritt and Tritt in die Zeiten vor ihm gelangt. Finden wir non Anfang Peah תלמוד תורה und als Hauptsünden ע״ז גילוי עריות וש״ד, so könnte uns auch hier ein Satz za Simon zurückversetzen. Br lautet: (Sanh. 74a). In dem Obergemach'von Beth Nithsa in Lydda kam man überein, bei allen Sünden, za denen der Mensch bei Todesstrafe gezwungen wird, möge er sich fügen, aisser dem Götzendienst, der Blutschande und dem Morde.“ Und damit in Verbindung steht jenes andere Wort Kidd. 40b. ״Einst waren R. Tarphon and die Weisen zusammen im Obergemach von Beth Nithsa in Lydda, da kam vor sie die Frage Ist das Lernen das Grössere oder das Tun? da entschieden sie (R Tarfon and R. Akiba): Grösser ist das Lernen, denn es bringt zum Tun. (S. Sifri 2,41). Das erste Wort führt R. Jochanan im Hamen des R. Simon ben Jozadak an, also nicht des ben Jochai. Gern hätte ich hier angenommen, ein ursprüngliches רשב׳י, auf R. Simon ben Jochai gehend, hätte den Fehler R. Simon ben Jozadak voranlasst, wie das mehrfach angenommen wird. Das ist uns nicht die