Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 4. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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f — 168 — Peah 1/2 */,, verlangt. Soll deswegen der Anfangssatz nicht von ihm sein? Hier haben wir ja eins der zumeist bei ihm Vorkommenden Worte ואע״ם שאסרו אין לפיאה שיעור הכל לפי גודל השדה ולפי רוב ד,עניים ולפי רוב הענוד,. Dies אע״ם שאסרו kennzeichnet ihn, wie wir genugsam in unseren früheren Arbeiten nachgewiesen haben. *) Er "erklärt sowohl den S c h i u r, wie auch den alten Satz, dass es keinen Schiur gibt. Es gibt nicht für alle Verhältnisse ein und dasselbe Mass, der Umfang der Peah ändert sich nach der Grösse des Feldes, nach der Anzahl der Armen und der Trefflichkeit der Gesinnung. Für jedes Feld 1/e* j stehen viele Arme da oder drängt es Jemanden, seine Wohltätigkeit besonders zu zeigen, so kann er dies Mass überschreiten. § 44. a) Die Grundlage der ganzen Quelle ist also Simon. Und dabei hat sich zugleich bestätigt, was wir in früheren Arbeiten von ihm behauptet haben. b) Seine Worte beziehen sich hier auf ganze Lehrgebiete, die gekennzeichnet werden sollen. Dazu ist gerade Simon der rechte Mann. ״Gerade er lässt nm besten erkennen, was er vorgefunden, indem er Sich in wörtlicher Angabe auf vorhandene Mischnas beruft.“ (Die Mischna etc. 1. Hälfte S. XIX). Das haben wir hier soeben bemerkt bei seinem אע׳ים שאסרו. In dem von uns behandelten und ihm zugeschriebenen Stellen kommt א־פוד אסרו Bikk. 3,11, לסר. אסרו ib. 3,12 (als Voraussetzung von T Bikk. Schluss) אבל אמרו חכמי Ker. 6,9 vor. In der Fortsetzung von ״Die Mischna“, dem soeben erschienenen ״Maasseroth“, sagen wir S. 82 ״Es ist ganz Simons Art, die Worte der Alten zu erklären.“ Ib. S. 63 ״Wir sehen hier Simon, den jüngsten Akibaschüler, der das Werk seiner älteren Mitschüler ordnet, sichtet und in seinem Sinne berichtigt.“ So ist er geradezu am besten dazu befähigt, eine Einleitung zur Mischna zu bieten. c) In der ״Mischna etc.“ S. XVIII sagen wir: ״Von Simon sind nur wenige zusammenhängende Abschnitte aufgenommen, wovon Vieles sich noch sichtbar an andere Mischnagestaltungcn anlehnt.“ So erkennen wir auch hier genau die Quellen seiner Worte. Mekhiltha Besch all ach 2 zu למק אנסנו sagt R. Josua: ״Der Mensch mag zwei Halakhot des Morgens und zwei des Abends lernen, nur beschäftige er sich mit seiner Arbeit den ganzen Tag, dann wird es ihm so angerechnet, als hätte er die ganze Thora ausgeübt.“ Und Sifri 1) S. ״Die Mischna etc.“ X, 1. Hälfte, S. 48.