Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 4. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Isaak and Jakob, 70n Josua and Ealeb. Genau das Gleiche zeigt ans die Pethichatha der Mekbiltha, wenn auch mit etwas anderen Ausdrücken. S. daselbst אל משה ואל אהרן לא0י הק*ש etc. und vergleiche Mekhiltah Jithro Abschn. 8, wo bezüglich der Eltern1) der Gedanke weiter ausgeführt ist. Im Tanchuma finden wir (Abschnitt נא) einen Auszug aus der Mekhiltha, wo die Stammväter fehlen, auch die Eltern, aber dafür Josua und Ealeb sich finden, welche die Mekbilta nicht bringt. Die fehlenden Glieder sind auf Eosten des Auszugs zu setzen; Josua und Ealeb standen aber in der Mekhiltha, die vor dem Sammler des Tanchuma lag. ln der von Dr. Hoffmann herausgegebenen Mechiltha de Rabbi Simon ben Jochai (S. 6) haben wir nur die Gleichsetzung Mose’s und Aarons, und zwar entsprechend dem Anfangssatze der Mekhiltha, der den von uns betrachteten Gliedern vorausgeht2) Aber dieser Midrasch bringt uns für das Fehlende einen willkommenen Ersatz. R. Elieser führt dort eine Lehrordnung an, wonach sowohl in Egypten, wie auch in der Wüste die Reihenfolge derart war: Aaron hörte von Moses den Satz zuerst und sprach ihn nach; dann kamen seine Söhne, dann die Aeltesten, dann erst ganz Israel. S. Erubin 54 b, wo ausgeführt wird, wie Jeder seinen Platz einnahm und dass Jeder die neue Halakha viermal empfangen hat. b) Durch diese Baraitha wird uns noch klarer, dass die Schlüsse von Eerithut und Horijoth zusammengehören. Es dreht sich nämlich an jenen Stellen in Erubin, in der Mechiltha Simon ben Jochai's, wie am Anfang der Mekhiltha überhaupt, nicht um den Vorzug Mose's vor Aaron, auch nicht um ihre Gleichheit sondern um die Stellung des Nassi, des Ab beth Din zu einander und des gesamten Gelehrten* kreises zu ihnen. Wir haben den Nachweis dafür vor Jahren in unserer Abhandlung ״Einiges über die Hagadah in der Mechilta“ geführt. Der Schluss der Gemara Horijoth zeigt uns deutlich genug, dass es sich um diese Verhältnisse dreht, die seit den Tagen R. Gamaliels und R. Josua’s in Jamnia streitig waren, und, wie uns die Gemara Horijoth zeigt, es bis zum Schlüsse geblieben sind. c) In Horijoth wird der Vorrang des Gelehrten vor dem Eönige selbst ausgesprochen THor. 2,8 (H6a); der Eönig geht nämlich dem Hohenpriester, der Hohepriester des ersten Tempels dem des zweiten, dieser dem zur ״Anrede an das Heer Gesalbten“, der dem Vertreter des Hohenpriesters vor und so fort in der Reihenfolge, bis *) Jer. Peah 1,1 ist es R. Simon, der in zwei Aussprüchen die Verehrung der Eltern behandelt. 2) Genau so ist es im Jalkut.