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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 4. Heft. (1911) · p. Seite 158

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
4. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 158 (sequence 14)
Language
German
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15*5 einer Schale in Verbindung za treteo. Die Verhandlungen zogen sich aber bis zum 28. Jani 1825 hin, wo der Vertrag mit Golde unterzeichnet wurde. Vom Schulvorstand Unterzeichneten Gottschalk Joseph, A. Leffmann, Abr. Boas Cohn. Der Lehrplan umfasst: a. richtiges Deutschand Hebräisch-Losen, b. schön und richtig Schreiben beider Sprachen, c. Rechnen in ganzen und gebrochenen Zahlen, überhaupt soweit diese Kenntnisse im bürgerlichen Leben notwendig sind, d. Religion nach dem mosaischen Glaubensbekenntnisse, e. Formenlehre, f. Erdbeschreibung, g. Geschichte und h. Naturlehre. Unterricht war am Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 8—1 Landl—4 Uhr, doch waren Dienstag und Freitag an den Nachmittagen frei. Ferien gab es ausser Sabbat und Feiertag keine. Als Gehalt wurden 175 Taler bestimmt, für den anzustellenden zweiten Lehrer Heimann Salinger 150 Taler. Am 4. IV. 1826 wurden die Lehrer Golde und Salinger in ihr Amt eingeführt, und 1827 wurde bereits ein Schalhaus erbaut, zu welchem Zwecke Isak Nathan ein Darlehen von 325 Talern gewährte. Die Lehrer, die an der Schule wirkten, sind: S. H. Golde, pensioniert 1830. H. Salinger, gestorben 1828. Moses Lewin Löwenberg 1830—36, Julius Cohn 1836, Isert Löwenberg 1832, Ludwig Lesser 1838, Louis Pulvermann 1845, Siegfried Buttermilch 1859, Leiser Jakob Rosenthal 1862, Julius Sachs 1863, Siegfried Buttermilch 1873, seit 1900 Hermann Wolff. Mit der Uebersiedelung Rosenthals 1866 nach Znin wird von der Regierung za Bromberg am 14. 11. 1867 die Genehmigung erteilt, die zweite Lehrerstelle unbesetzt zu lassen, da die Kinderzahl auf 50 zurückgegangen ist. Im Jahre 1902 beabsichtigte bereits die Stadt, die Schule zu kommunalisieren, wogegen die Gemeindevertreter Heimann Bochner und Heimann Salinger Protest einlegten, jedoch ohne Erfolg, sodass im Jahre 1904 die Kommunalisierung der Schule erfolgt ist.l) b. Die Hebräische Schule. Um die Jugend im Hebräischen gründlich zu unterweisen, bestanden neben der Volksschule Privatschulen, welche den Kindern die Kenntnis von Bibel und Talmud vermittelten. So erteilten im Jahre 1824 fünf Lehrer hebräischen Unterricht Die Leistungen dieser Lehrer wurden allwöchentlich durch den Rabbiner kontrolliert. Von einer einheitlich geregelten und, methodisch aufgebauten Schale konnte aber damals noch keine Rede sein, und es ist deshalb umso mehr aner- ’) Magiatratsakten 68 N. L 68 V. P. A. C. 192. /

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