Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 3. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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143 Dies nur wenige Beispiele, die ans aber die anregangsreiche Art dieses Wörterbuchs zeigen; äberall merken wir geschichtliches Leben, überall Beziehungen, überrasch« mde and doch einleuchtende Aufschlüsse werden uns hier an einer und derselben Stelle geboten, die wir sonst an verschiedensten Stellen zerstreut finden. In dieser Arbeit können die kleinsten Einzelergebnisse, die sonst vergessen werden, an rechter Stelle eine Herberge finden und haben sie hier gefunden. Wir sind auf die Fortsetzung des Baches sehr gespannt und werden seine weiteren Entwickl mg gern aufmerksam verfolgen. Mögen Vereine, Schulen, Bibliotheken und besitzende Wissenschaftsfreunde durch Anschaffung zur weiter!m Sicherung und Festigung eines so grossangelegten Unternehmens wirken. Eduard König’s hebräiscies und aramäisches Wörterbuch beschränkt sich aufs Alte Testament, nimmt dies Gebiet im weitesten Sinne auf und krönt mit diesem Werke gewissermassen seine gesamte bisherige Wirksamkeit. Vor AI em seine Arbeiten über die Entwicklung der Bedeutungen, und zwar auch der Eigennamen, gegen deren wilde und gewagte Deutungei er früher in wichtigen Werken aufgetreten ist. Diese Gegenstände stoben in Beziehung za den zahlreichen geschichtlichen und bib91wissenschaftlichen Fragen, die immer von Neuem aufgeworfen werden und zu denen König in zahlreichen Veröffentlichungen stets Stellung genommen hat und nimmt. Wir haben öfter Gelegenheit gehabt, ihn als Kämpfer unseren Lesern vorzufahren, der am liebsten aus lor wissenschaftlichen Erörterung seine Ergebnisse zieht. Da die gesamte Lebensarbeit König’s eine zielbewusste und bei aller Vielgentaltigkeit einheitliche ist, so kommen alle diese Triebe und Bestrebungen in diesyp Wörterbuche zusammen, das nun der willkommene Ablagerangsplatz für die Fülle des also Erarbeiteten bietet. König unterlässt auch ferner, dio gesamte Wortforschang durch neue Beobachtungen zu berichtigen. Dass textkritische Fragen hier vielfach erörtert wsrden, bedarf bei König’s Arbeitsweise gar keines Hinweises. Vf. wünscht auch den Nichtkennern anderer semitischer Sprachen den Zusammenhang des Hebräischen mit dem ganzen Gebiete erkennbar zu zeigen; ebenso die Massora dem Schüler vorzuführen. Die schweren Wortformen sind nicht in einen besonderen innerhalb der alphabetischen Wortfolge mit So wird vieles Hin- und Herblättem entbehrlich gemacht und auch dem Kenner eine schnelle Handhabe geboten, diese ständigen Wortformen bis zum Ursprünge zu verfolgen. Ein deutsch-hebräisches!Wortregister ersetzt vollkommen den deutsch-hebräischen Teil. Bei dieser Fülle von Gegenständen sind einem Worte immer nur verhältnismässig wenige Zeilen gewidmet; nicht viele Bemerkungen haben eine grössere Ausdehnung. Dagegen finden sich viele Hinweise auf König’s sonstige Schriften,[wie sie nach den oben angegebenen Zwecken vorauszusehen sind. Und umgekehrt enthalten die neuesten Veröffentlichungen König’s wiederum Vieles, was nur durch dies Wörterbuch verständlich wird. Teil verwiesen, sondern sofortiger Herleitang aufgefuhrtj