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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 3. Heft. (1911) · p. Seite 142

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
3. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 142 (sequence 46)
Language
German
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142 seitigkeit verbietet and die Reihenfolge der Laote die Auswahl der Beispiele vorschreibt. Doch das ist nar eine gelegentlich mit dem vorliegenden Werke verbundene Eigentümlichkeit. Sehen wir ans die mehr wissenschaftliche Seite des Baches an, so fällt vor Allem der grosse Umfang in’s Aage, welcher der Behandlung der einzelnen Sprachstamme gewidmet wird, and die schon oben angedeutete Reichhaltigkeit der Beispiele. Dabei scheint Ibn Gannach’s Wurzelbuch ihm als Master vorgeschwebt 7a haben, wodurch die blosse Aneinanderreihung der Beispiele schon die Bedeatangsfülle eines Stammes and der einzelnen za ihm gehörigen Sprachgestaltangen ans erkennen lässt. Aach sonst ist Jona Marinas viel erwähnt worden. Aber nicht er allein — auch auf seine Vorgänger in Cordova, auf Menachem, Danasch und ihre Schalen ist hingewiesen worden. Es ist gat, dass die wissenschaftliche Herablassung überwanden scheint, mit welcher trähere Jahrzehnte auf diese Bahnbrecher herabgeschaat haben. Aach Raschi and verwandte Erklärer nehmen Teil an diesen Vergünstigungen. Ist es nicht anregend za erfahren, dass דחלול Vogelscheuche heisst, and zwar nach Chananels Erklärung, gegen Raschi and R. Gerschoin; dass ausserdem in Palästina der hebräisch redende Jade es anwendet and ebenso die Zeitungen? Da wird ein Schlaglicht aaf die talmodische Sprache bis za den Kanstansdrücken der ״Neuesten“ geworfen. Oder das umstrittene Wort 'דטא, nachdem Massafia and Frankel es als Lehnswort betrachtet, aaf Grand des Jeraschalmi and des Arabischen sprachlich als zweifelhaftes, Verdächtiges erklärt zu sehen. Wenn nun schon das 'דא מא als דרשא בעלמא behandelt wird, so wäre hier Hoffmanns Deutung von עsדz. ß. ב־ת הדמע, also Theramah, anzuführen gewesen, ebenso die aaf einem Gedichte ibn Esra’s and aaf dem Gegensätze za 'ודא, beruhende Betonung Strack’s Dammai, wozu das 'דא פא einem gaten Beleg bietet. Ob ben Jehada unter ד&ע, mit dessen Behandlung bei mir Heft 8 abbricht, weiterhin in den הערות sich mit Dr. Hoffmann auseinandergesetzt hat, weiss ich nicht. — Von גלום Mantel (aas Ezechiel) führt er za dem bekannten גל'טא, aber auch za Kallirs מנלומי גוש, wozu eine Deutung des קדושת לד in einer Pessachderaschah als Beleg gebrach) wird and die Bemerkung ans beweist, dass gegen Ibn Gannach die Erklärung Raschi’s and David Kimchi’s -Mantel“ sich darchgesetzt hat. Wenn ein Wort wie 'ובור aas der Zeit des Kalams, aas den Beschäftigungen mit der Lehre der Motaziliten stammt, so ist נלותי gewiss neaeren Ursprungs — es wird in der. Umgangssprache Palästina’s and in den Erzeugnissen der Jüngeren gebraucht. Aeusserst sprechend für den Einfluss der Aassenwelt auf das Neahebräische. Bei נלף wird sowohl aaf die bekannte Herleittang aas ■jku<po>, aber auch aaf I. Löw’s sehr beachtenswerte Meinung hingewiesen, dass der Stamm, wenn man an גלב denkt, auch semitisch sein kann. Dass לסוד; im Gegensatz za den Nachrichten Akiba's im Talmad nicht als נדה in afrikanischen Mundarten belegt werden kann, wird für die Geschichte der Sprachforschung nicht ohne Belang sein.

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