Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 3. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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136 gerade 6,5—8 zu gleichen Verhältnissen und stellvertretenden Personen beim Tischgebet überleitet, 8, 8 nach Beginn der Tischgebetsatzungen eine ähnliche Erörterung wie 4, 3 nach Einleitung der Tefillahalakhot. Hier hat Staerk (״Worüber und wann die Benediktionen za sprechen sind“) die Art der Ueberleitung nicht im Geringsten bemerkt. 7. (Staerk: ״Wer am Tischgebet teilnehmen darf etc.“) handelt im Gegensatz zu 6 vom Simmun, dem gemeinsamen Tischgebet, und muss als besonderer Teil gekennzeichnet werden. Bei Abschnitt 8 hat Staerk in den Satzungen der beiden Schulen die Beziehungen des Traktats Berakhoth zum Moedseder übersehen; (S. ,Die Mischna etc.“ S. 8) sonst hätte ihmdieVerquickung der Wochentagsmit Sabbat- und Festessatzungen nicht so selbstverständlich Vorkommen müssen. Abschnitt 9 bezeichnet Staerk mit ״Benediktionen bei verschiedenen Anlässen“, dann kommt erst ״nämlich beim Anblick von Orten etc “ Dadurch wird zu wenig dargetan dass hier ,,Zuletzt Blick in die weite Welt und auf die Schöpfung, Freud und Leid des Menschen und damit verbundene Berakhoth“ (S. ״Die Mischna etc.“ daselbst) geboten werden. Das entspricht der Reihenfolge der Eindrücke am Tage, wozu etwa die Formel ״Vom Gottesdienst und Gotteshaus (Ber. 1—5) ins Haus (ib. 6—8), von da in die Welt hinaus (ib. 9).“ Staerk hat öfter Einschübe erkannt. Hätte er in ״Die Mischna“ S. 2 ff geblickt, so hätte er eine Fülle anderer Beispiele in Berakhoth, wie auch deren Quelle erkennen müssen. Auch die Bemerkungen haben manches Eigentümliche, S. 3 Bern. 2: ״Die Farben sind nach Maimonides die des Gebetmantels.“ Eigentlich nach der Gemara und Alphassi, denen Maimonides folgt. Wozu war also dessen Name hier nötig, wenn Nichts ihm Eigenes hier ausgesprochen wird? S. 4 Bern. 5: יצ ג‘״ ist Bezeichnung des 3. Teils des Sema“ etc: Das ist geradezu falsch. Es handelt sich hier um den Schlussatz dieses Abschnittes, ja, z. T. um das hierauf folgende אמת, das verlängert und verkürzt werden konnte. S. 7 Bern. 2 a: ״Die צ.—ת• sind die Leidtragenden, die nach der Rückkehr vom Grabe Spalier bilden und dem Trauernden Trostworte sagen.“ Die Leidtragenden sind ja die Trauernden s'elbst! Wie sollten sie sich selbst Trostworte zurufen! Es liesse sich viel Aehnliches anführen. Das würde mich nicht so sehr in Staunen setzen. Es ist nicht so leicht, halachische Fehler zu vermeiden, wovon diese Bemerkungen zeugen. Besonders darf das nicht unerwähnt bleiben, dass einfache und leicht zu fassende wissenschaftliche Ergebnisse, wie die oben von mir über den Zusammenhang des Traktats angegebenen, die in ihrer Einfachheit sich zugleich knapp in diese Bemerkungen einfügen liessen, vollkommen übersehen worden sind, dass an ihnen geradezu vorbeigearbeitet worden ist. Vf. hat ja Einzelheiten