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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 3. Heft. (1911) · p. Seite 123

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
3. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 123 (sequence 27)
Language
German
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123 halten. mentar zum More, in dem er den und mit der Kabbala in Aach der Kabbalist Josef Dieser Schwärmer war mit der Maimunischen Religionsphilosophie vertraut und pflegte in seiner Jugend öffentliche Vorträge darüber zu Unter seinen zahlreichen Werken schrieb er auch einen Komdie Geheimnisse dieses Buches zu ergrün- Uebereinstimmung zu bringen sucht (1290). ikatilia (1300) blickte mit Ehrfurcht zu Maimonides empor und führt in seinen Werken öfters Stellen aus dem More an, die er im Geistje seiner kabbalistischen Doctrinen deutet. Ebenso hat der im Rufe eines Heiligen stehende Mystiker Menachem aus Rekanta den Maimunischen Führer studiert und in seinen Schriften, benatzt. Zu diesen 80 eigonartigen Geistesprodukten der kabbalistisehen Schule gehört auch e ie Schrift ״Mescharet Moses“, dessen Verfasser Kalonimos sich als einen Schüler des Moses von Aegypten bezeichnet. Der Kabbalist Moses Provinziale in Mantua kommentierte einige Teile des Führers (die 25 Thesen Anfang II und More 1, 73). Der gelehrte Kabbalist Schern tob ibn Gaon (gest. um 1330), der zu Maimunis Mischne Thora einen Kommentar schrieb, bezeugt sogar aus einem uralten Schriftstück Maimunis ersehen zu haben, dass unser Meister am Ende seiner Tage mit der Weisheit der Kabbala sich eifrig beschäftigt habe. Andere phischen Ansichten förmlich widerrufen und schieben ihm ihre eigenen mystischen Schriften unter, Setarim“ schreibt Maimuni wieder lassen Maimonides seine philosoum sie mit der Autorität seines gefeierten Namens zu decken. In oinem angeblichen Sendschreiben ״Megillat an seinen Schüler Josef ibn Aknin, dass er in der Philosophie die lieissersehnte Erkenntnis nicht gefunden, dass sie vielmehr die Gedanken belästige und verwirre, während die Geheimlehre die Pforten der Weisheit ihm geöffnet und die Schlüssel derselben ihm ausgeliefert habe. Unser Weiser teilt sogar seinem Schüler unter dem Siegel der strengsten Verschwiegenheit zwei kabbalistische Geheimmittel mit, vermittelst deren man die höchste Gnade Gottes, die prophetische Begeisterung und die Gunst der Fürsten, sich zu verschaffen vermöge. Er habe diese Mittel an sich selber erprobt und mit Hilfe derselben die grössten Triumphe vor dem König in Aegypten gefeiert. Sogar eine Ueberset: kabbalistischen Gelehrten aus Recanta fertigte im J des Führers an. Diese Uc des Menachem Asarja, 2ung des More Nebuchim haben wir einem :!u verdanken. Amadeo (Jedidja) ben Moses ahre 1581 eine italienische Uebersetzung bersetznng entstand aber auf Veranlassung der als Kabbalist bekannt ist.

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