Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 3. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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* i 118 § 28. a) Aber das trieb die Gnostiker nicht zurück. Gerade an Ach er knüpft sich ein Gedanke, der alle diese Aufstellungen beseitigen sollte (H 15a) ״Wenn dieser (bei שילוח הקן) nun auf den Baum stieg, herabfiel und starb, oder auf ein Baugerüst (auf das Gebot seines Vaters) und fiel herab und starb, wo ist dann dessen Glück (טובתו), wo ist denn sein langes Leben (אריכות ימיו)?" Diese Einwände richten sich gerade gegen die Ausübung der beiden Gebote, welche die Thora mit Glück und langem Leben belohnt. (T Chullin 10,16.) Noch schärfer ist das in der Agada 142a ausgedrückt, welche Raschi nicht dort, sondern nur in Eidduschin 41 (bezeichnend genug für die ursprüngliche Gemeinsamkeit dieser Gebiete) gelesen. ״Es sprach zu Jemandem sein Vater: ״Steige auf diese Burg und bring’ mir die jungen Vögel.- Er stieg hinauf, entliess den Muttervogel und nahm die Jungen, und beim Herabsteigen fiel er und starb. Wo ist nun dessen langes Leben? Wo ist die Dauer seiner Tage?“ Das drückt den Einwand noch schärfer aus. Beide Pflichten sind hier in Einem ausgeführt worden, und doch solch ein Ende! Kann hier das Bild der besten Welt, der Gedanke einer gerecht die Güter verteilenden Vorsehung festgehalten werden? R. Joseph sagte: ״Wenn Acher die bezüglichen Thora- Sätze so erklärt hätte, wie sein Enkel R. Jakob, hätte er nicht gesündigt. Was veranlasste ihn dazu (zu seinen Deutungen)? (מאי חזא). Er sah eine ähnliche Begebenheit mit an; Er sah die Zunge des Meturgeman R. Chuzpith im Koth liegen und sagte:. ״der Mund, der Perlen von sich gegeben, leckt nun den Staub?“) (Ende Chullin). b) R. Jakob deutete nämlich: Keine Mizwa der Thora, bei welcher ein Lohn angegeben worden, wo nicht die Belebung der Toten angekündigt ist. ״Damit es!dir gut gehe in der Welt, die gut ist, und damit deine Tage sich verlängern in der Welt, die lang*, d. i. zeitlich unendlich ist. § 29. a) Mit dieser Deutung auf das Jenseits erhob man sich Uber alle gnostischen Ein wände. Bei Gutem und Bösem ״geniesst nun יד- ») Kidd. 40 a נתלסור תורה נתיב ני חוא חייך ואורך יסיך ובשילוח הקן כתיב למען ייטב לך והארכת יטים, also gehört Talmud Thora wohl hierher und bezog sich Acher auf Anfang Peah so gut, wie auf Kidduschin und Chullin.