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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 3. Heft. (1911) · p. Seite 110

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
3. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 110 (sequence 14)
Language
German
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Und ferner: Chag. 1, 3—4. Pes. 6, 4. Die Oloth am Feste kommen von ChuUin und die Schelamim von Maasser etc.; die Israeliten genügen ihrer Pflicht mit Nedarim und Nedaboth, mit dem Viehzehnt etc. Die Chagigah kam von Schafen, Rindern, Lämmern, Ziegen, männlichen, weiblichen, und wurde zwei Tage und die dazwischen liegende Nacht gegessen. c) Man erkennt also auch die gleichen Grundsätze der Zusammenstellung und muss zugeben, dass die eine Stelle einst neben der anderen sich befunden haben kann. § 21. a) Von Chagigah geht also die Richtuung der von hier betrachteten Sätze aus; und zwar sind die Quellen darüber einig, dass die Streitpunkte zum Teil in die Makkabäerzeit hineinragen, (wie die Semicha), zum Teil in die Zeiten Sche‘maja’8 und Abtalion’s, wie die Frage des tboramässigen oder rabbinischen חגיגת י׳ד, und das Mass von עולת ראייה und שלמי חגיגה geht auf Beth Hillel und Beth Schammai zurück (im Gegensätze zu dem ältere Zustände wiederspiegelnden Grundsätze Peah 1,1). Chag. 1,2; die Mitbenutzung von Maasser Behemah neben Chullin zur Chagigah ebenfalls (Cbag. 1,3 T. 1,4). Etwas spielt, wie w ir gesehen, noch der Gegensatz zum Sadduzäismus hinein, dem, wie wir an anderem Orte nachgewiesen, die vorhillelitische Mischnaschicht ihren Ursprung verdankt. *) Mit den Eintreten Hilleis in die Schulen kommt der neue Zug des Deutens nach Regeln hinein, der sich ausdrücklieh neben die Ueberlieferung stellt (S. T Pes. 4, 1, 2 und die Talmude, besonders Jer. zu Pes. 1,6). Man streitet nicht darum, ob etwas überhaupt Pflicht ist, wie im Sadduzäerstreit, nein, ob etwas ausdrücklich in der Thora geboten, ob es mündliche Lehre oder rabbinische Takanah ist. Mit der Vermehrung der Entwicklungsglieder nahm die Möglichkeit verschiedener Ansichten zu, auch die gefürchtete Möglichkeit, die Thora falsch zu deuten und für die Halakha falsche Folgerungen zu ziehen. b) Auf solche Verhältnisse deutet die Stelle hin, die den Streit der Schulen beklagt, jehe Tossefta R. Jose’8, T Chag. 2 (8) 9 die auf היתר נדרי׳, auf (H3, 3 a) ,אין חרשי mit seinen geheimnisvollen •) Ueber d. Zahg. der Miechna US. 9 ff.

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