Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 3. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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105 4) Rabbi Salomon Waeldler, geboren am 24. März 1831 in St. Georgen in Ungarn, stand zur Schönlanker Gemeinde in verwandtschaftlichem Verhältnis. Sein Giossvater mütterlicherseits, Rabbi Mordecbai Schönlank'7), war in Scliönlanke, seine Mutter^ür׳ Filehne geboren. Von seinem Vater Rabl» Moses Wäldler schon frühzeitig in das talmndische Studium eingefihrt, war Salomon Wäldler beim Tode seines Vaters — Salomon war lamals 9 Jahre alt — schon so weit vorgebildet, dass er in die Talmaischule des Rabbiners von St. Georgen, des weltberühmten Rabbi Moses Schick, eintreten konnte und bald za den besten Schülern des grossen Meisters zählte. Auf Veranlassung seines Grossvaters, Rabbi Mordchai Schönlank, suchte er nach mehreren Jahren die Hochschule zu Presuburg auf, welche von dem Rabbiner A. S. B. Schreiber, genann; Kesaw Sofer, geleitet wurde. Er war einer der vorzüglichsten Bachurim der damaligen Pressburger Jeschiwa, so dass der Kesaw Sofer ihn za sich ins Haus nahm und mit väterlicher Liebe umgab. Diese Liebe bewahrte er ihm aach noch als Wäldler bereits lange in Schönlanke amtierte; in einem Briefe gelehrten Inhalts vom 4. Adai 5625 bezeichnet er ihn mit den Worten: ״Talmidi kibni“ (Mein Schüler, mir so lieb wie mein Sohn18). Nach Beendigung seiner Studien wurde Wäldler nach einer sädangarischen Gemeinde Nagy-Kikinda als Rabbiner berufen, wo er zehn Jahre seines Amtes walte n. Obschon Wäldler sich dort grossen Ansehens und einer guten Einrahme erfreute, folgte er doch freudig dem Rufe der Schönlanker Gemeinde. Am 1. September 1865 übernahm er das Schönlanker Rabbinat. In seinem bisherigen Wirkungskreise hatte er keine Gelegenheit, die Pflege des Thorastudiums zu fördern, wozu in Schönlanke nach dieser Richtung hin günstige Aussichten ihm sich eröflheten. Hier lebten viele Talmudgelehrte, teils Schüler R. A. Egers'״) in ceren Mitte die grosse Gelehrsamkeit Wäldlers Anerkennung and Würdigung fand. Solange noch einer fühlte Wäldler sich glücklich, während er später über den Rückgang ״des Lernens“ und den Wechsel der Zeiten klagte 20). Er empfand dies umso mehr, als erst wenige 1r) Ein hervorragender Geleh: wirkte and •ein Leben in Jerusalem ״Chidueche Ritwoh“, Ofen 1824. 1«) Vgl. Israelit 1904 Nr. 44 1•) U. a. Rabbi Gamliel Schöi gerichtet sind. VgL Teecbawans R. m) Tauro Miciaun A. a. 0. igter der am ßeth-Hamidrasch zu Amsterdam beschloss, veröffentlichte in zweiter A. die Tauro Miziaun Band 6 Teil 3, Seite 29. und Kesaw Sofer TI. II. Nr. 160. k, an den mehrere R. G. A. 1Rabbi Akiba’s E. TI. I. und II. V(:l rnlanl