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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 3. Heft. (1911) · p. Seite 100

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
3. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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100 Geschichte der Jaden ln Schönlanke. Von Rabbiner Dr. M. L. nürnberger in Schönlaake. (Fortaetzung.) , 4. Kapitel. Die Gemeindebeamten, a. Rabbiner. 1. Rabbi Joel Meyer Asch. Am 19. I. 1779 wendet eich der Oberlandesälteste Jakob Moses in Berlin im Aufträge der Schönlanker Juden an den König, mit der Bitte um die Erlaubnis, den Joel Meyer, Sohn des gewesenen Schutzjuden Meyer Joseph zu Stargard, als Rabbiner anstellen zu dürfen. Joel Meyer war bei Jakob Moses fünf Jahre lang Hauslehrer, ist ihm ״als ein gelehrter und rechtschaffener Mann bekannt, der auch ein Zeugnis von dem hiesigen Oberlandesrabbiner und den gelehrten Assessoren in Händen hat* *. Moses schliesst sich der Bitte der Schönlanker Juden an. Am 22. Ul. 1779 erfolgt auch die königliche Bestätigung. In dem Vertrag, den die Judenältesten Samuel Leiser und Jakob Samuel namens der ganzen Gemeinde mit Rabbi Joel Meyer Asch1) (er unterzeichnet stets mit dem Familiennamen Asch) [טגזע אסר] abschliessen, wird bestimmt, 1) dass der Rabbi alle Kosten, die aus seiner AnsteUung erwachsen (sie betrugen 12 Taler 2 Groschen) zu tragen habe, 2) dass er ein Gehalt von 1 TI. 8 Gr. für die Woche und alle Akzidenzien beziehen solle1*). \ ' Trotz dieser bescheidenen Einnahme fühlte sieb der Rabbi in Schönlanke sehr wohl, sprach sich mit grosser Begeisterung über die Schönlanker Gemeinde aus, rühmte vor allem die hier lebenden hervorragenden Gelehrten und die wertvolle Bibliothek des ßeth-Hamidrasch2) und fand auch noch Müsse, ein gelehrtes Werk, betitelt ״Jisdaas Auholim“, Erklärungen zum Pentateuch, zu schreiben. Er amtierte hier bis zum 5. Tischri 5571 (= 26. September 1811). Seine irdischen Beste ruhen auf dem alten Friedhof hinter der Synagoge. Der Grabstein — offenbar erneuert — ist noch gut erhalten. (Der älteste auf diesem Friedhof erhaltene Grabstein trägt die Jahreszahl 5539 1779.) Sein Sohn, Rabbi Juda ben Joel Asch mit dem Beinamen Hechosid war von 1814—1831 Rabbiner in Samter3). s) Asch fuhrt Beinen Stammbaum auf Raschi zurück. <») P. A. C. 187. s) Vergleiche die Vorrede zu seinem Werke JisdauB Auholim, Berlin 6688, nach Beinern Tode gedruckt •) Vergleiche Teechuwoth B. Akiba Eger 1. 76, und Wreechner in Königs-

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