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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 2. Heft. (1911) · p. Seite 74

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
2. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 74 (sequence 26)
Language
German
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4!׳ ם1 .של נהנים לדש וישראליש den letzteren Irrtana verfiel übrigens nicht Hamburger allein, sämtliche Erklärer zar Mischna scheinen diesen Passas in der Mischna nicht ganz klar gefasst zu haben. Wir werden nachher aas diesem Grande noch besonders die Begriffsbestimmungen von משמרות and שעשרות za berücksichtigen haben und sie festzastellen Sachen. Vorerst wollen wir aber sehen, womit Hambarger seine Definition von נניאיש שבירושלים erhärtet. Gestützt wird diese Behauptung aaf eine Parallelstelle, wo unzweideutig der technische Aasdrack נש״ב auf die genannten Propheten bezogen wird. Wir lesen daselbst: ארבע ששסרות עלו מן הגולה עמדו נביאיש "שביניהש׳׳ (שבירושלים) ועשאוש כ״ד משי. Hier ist also die Rede von der nachexilischen Restaurierung. Nach Fün soll nan auch an dieser Stelle der technische Aasdrack נביאיש שנירושליש Vorkommen, wonach selbstverständlich bewiesen wäre, dass diese Be- Zeichnung speziell für die nachexilischen Propheten verwendet wird. Jedoch befindet sich F. in grossem Irrtum, denn hierorts lesen wir in sämtlichen Handschriften wie auch in den besten Drackwesken נביאים ״ שביניהםdie Propheten unter ihnen“, womit selbstverständlich auch die ersten Gottesmänner bezeichnet werden können and nicht wie hier fälschlich von ihm zitiert wird נביאים שבירושלים. Ebenso ist es anrichtig, dass diese Stelle in der Tosiphta vorkommt, wie Fün angibt, vielmehr befindet sich dieser Bericht in Babli (Taan. 27 a). Hamburger, der ebenfalls unter נביאים שבירושלים nachexilische Propheten versteht und der wahrscheinlich die Irrtümer Füns bemerkt haben wird, erhärtet seine Behauptung mit dem Hinweis, dass unter der nachexilischen ״Grossen Synode“ sich auch Propheten befanden (vgL jer. Berach. 2,4; jer. Meg. 1,5). Wie aber damit bewiesen sein soll, dass unter נביאים שבירושלים die nachexilischen Gottesmänner verstanden sein sollen, wo doch die ״Grosse Synode“ niemals so bezeichnet wird, dies ist uns unbegreiflich.1) Hiernach ist keineswegs begründet und erhärtet, dass die Maamadoteinrichtang, als ein Schöpfungswerk der göttlichen Seher in ״Jerusalem“, der nachexilischen Restaurierungszeit aDgehört. Der ganze Zusammenhang, in dem die Be- ’) Das diesbezügliche souveräne Vonobenherabsehen Hamb, auf Minner wie Maimonides und Bloch scheint demnach denn doch nicht ganz gerechtfertigt zu sein. Man vgl. nur ibid. die Stelle: ״Doch Herr Bloch unternimmt diese ganze Operation, um den Rambam zurecht zu legen . . Wenn man selbst von einem Passus der Mischna nicht weniger als dreiviertel übersieht, wie H. es tut, um nur seine eigene Hypothese zu stützen, dann hört u. E. die Abhandlung auf, der Wissenschaft anzugehören, und eine Massregelung Anderer ist gewiss nicht am Platze.

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