Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 2. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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taren das richtige Verständnis, arsgrünglichen Lesart zuvörderst wir aber zaerst die einzelnen — 69 — warde dies durch die sehr spärlichen Nachrichten, die wir von ihrer Existenz erhielten. j Bei diesem Umstand ist es nicht za verwundern, wenn man von jeher bei der genauen Feststellung des Sachverhalts, der Würdigung und der Bedeutung dieser Institution immer nur auf Vermutungen, Annahmen und Hypothesen angewiesen war. Wie immer bei solchen nur teilweise beschriebenen Dingen, wobei die Details vollkommen fehlen, der menschliche Verstand nachzuhelfen und das Fehlende eigenmächtig zu ergänzen sucht, so erkennt man auch an diesen wenigen Berichten die korrigierende und verbessernde Hand. Wie wir es noch nachzuwoisen versuchen werden, erschweren eben diese Korrekso dass wir die Feststellung der unternehmen werden müssen. Lassen Berichte selbst zu Worte kommen. Im Siphre lesen wir zu dem Vers תשמרו להקריב לי (Num. 28,2) Seiet achtsam mir darzubringen“ שיהיו כהנים ולוים וישראלים עומדים עליהם (Piska 142 zu Num. 28,2) ״Dies soll, so wird von dem תשמרו dedaziert, hindeuten, dass Priester, Leviten und Israeliten bei der Darbringung des Gemeindeopfers vertreten sein sollen. Der Ausspruch des Siphre findet dann seine weitere Begründung in der Mischna, wo darauf hingewiesen wird, dass diese Assistierung nicht nur bei dem Gemeindeopfer notwendig sei, vielmehr auch der Einzelne sei im Fall der Darbringung eines Opfers verpflichtet zugegen za sein. וכי היאך קרבנו של אדם קרב והוא אינו עומד על גביו (Tan. 4, 2). ״Wie soll denn das Opfer des Menschen dargebracht werden, so er nicht dabei steht?“ Da nun aber das tägliche Opfer dem ganzen Volke angehörte, so müsste eigentlich das ganze Volk täglich zweimal im Heiligtum anwesend sein. Schon abgesehen von der Unmöglichkeit und Undurchführbarkeit eines solchen Gesetzes, widerspräche, meint der Jeruschalmi (Taan. 4,2), eine solche Praxis den klaren und unzweideutigen Schriftworten, nach welchem ja ausdrücklich nur das dreimalige Erscheinen im Heiligtum gefordert wird ״Dreimal im Jahre zeige sich alles Männliche vor dem Angesicht des Ewigen deines Gottes“ (Deat. 16,16). אם יהיו כל ישראל עולין לירושלים לית כתוב אלא .ג׳ מעמים בשנה יראה כל זטדך? אם יהיו כל ישראל יושבון ובטלין והא כתיב .ואספת דננך מי אוסף להם את הדגן? Der Jeruschalmi fährt (ibid.) dann weiter fort und berichtet von einer Institution der Propheten. אלא שהתבינו הנביאים הראשונים כ״ד משמרות ועל משטר ומשפר דלה מעמד בירושלים של :הנים של לוים ושל ישראלים (ibid.) ״Die ersten Propheten richteten vierundzwanzig Priesterwachen ein. Entsprechend jeder Wache stationierte in