Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 2. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/6492408-6582235-8773740--3971-4859018- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
53 Arbeit der Quellenscheidung solchem Erfolg gegangen ist, hin bahnbrechend gewesen sind und dass nur er als einziger mit voller Einsetzung seiner grosnen Arbeitskraft an diese gewaltige und des Aufbaus der Mischna mit dass der christliche Gelehrte nanmehr überhaupt erst in die Lage ▼ersetzt ist, die Mischna bei der Erklärung neutestamentlicher Schriften mit Nutzen zu er- A. Rosentbal mit absoluter Gewissheit aufgrund seiner scharfsin li^en Kombinationen und ziemlich genauen Beobachtung der Minchna im ganzen wie im einzelnen festgestellt hat, welche Stücke der Mischna etwa zur Zeit Jesu oder der Bekehrung des Apoptels Paulus oder der Niederschrift der Evangelien vorhanden gewesen sind,4) kann das Neue Testament mit der erforderlichen Sicherheit von diesem nur zu wichtigern Schrifttum aus beleuchtet werden, und manche Stellen, die bis jetzt der Erklärung spotteten, können nunmehr in ihrem eigentlichen Sinne erfasst werden. Dazu kommt noch eins — eine Aufgabe, die leider neben vielen anderen wie der Heraungabe und Bearbeitung der einzelnen Stücke in historischer Folge etc.6) noch nicht in Angriff genommen - werden konnte —: da der Apostel Paulus rabbinisch geschult ist und im Lehrhaus hebräisch gesprochen wurde, so ist mit grösster Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass ihm, auch wenn das hellenistische Idiom seine Muttersprache war, bei seinen theologischen Darlegungen der im Lehrhaus gebräuchliche späthebräische Ausdruck sehr oft bei den Diktat seiner Briefe vorgeschwebt hat, der dann ins Hellenistische übertragen wurde und nun hierbei gelegentlich eine Färbung erhielt, die der ursprüngliche Aus- ’ י ' hatte, 1 '"־* J־~ druck nicht hatte, sodass Griechische zurate zieht, verb aber jetzt, nachdem Dr. L. A. der erste Sinn dem, der nur das >rgen bleiben muss. Macht man sich Rosenthal den Aufbau der Mischna gezeigt hat, daran, das Sprachgut der Mischna aus der Zeit bis Paulus zu erforschen, so sollte! stehnng der Mischna stet« doch nur der Wahrscheinlichkeit nahestebendet *) indem ich die gegensaddozi bo-bajom-Mischna etc. von einander Zsh. d. Mischna). (Red.) ') Allerdings bin ich daran, dj< ansenschälen. Dem Zwecke dient ״Eine alte Einleitung in die Mischnd" n sicherlich viele schwierige Stellen, von einer möglichst genau nachgewiesenen, Vermutung gesprochen habe. (Red.)!äische, die hillelitisch-schammaitische, die zu scheiden bemüht gewesen (S. Ueb. d. e älteste und die jüngste Quelle genan her• h die in dieser Nummer fortgesetzte Arbeit: etc. (Red.)