Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 1. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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42 2—5 das Lichtverbot, 7, 1—2 die Hauptarbeiten, 9, 1—4 Bibel- Zitate, 12—15 Erklärung zu 7,2; 19 die Beschneidung; 20—24 Nachträge. Die erste Gruppe ist die ältere; die andere rührt von Ergänzungen her. Aehnlich erklärt Bohn den Zusammenhang von Sabbat. Ich muss sagen, dass ich beim Lesen der Beer’schen Darlegung erleichtert aufatmetete. Man hatte mir so oft gesagt, dass ich mit meinem Dringen auf Erkenntnis des Zusammenhangs ein Träumer und Sonderling sei, hatte die von mir gebrachten Dinge einerseits so oft unbesehen für selbstverständlich, andererseits ebenso unbesehen für unmöglich gehalten, im Allgemeinen aber totgeschwiegen, dass mich hier die Begriffe Hauptmasse, Nebenmasse, Urredaktion, Ergänzungen etc. vollkommen ausser mir ersetzten. Sie sind sonst selbstverständliche Forderungen, aber in Mischna und Gemara herrscht zumeist die kleinliche Einzelheit und die noch kleinlischere Buchstabenfrage bei vielen Forschern vor oder auch das nicht. Als Alles in herkömmlicher Ehrerbietung vor dem Zusammenhang der Mischna erstarb, da musste ich Anfang der 90 er Jahre mit der Eröffnung kommen, dass ein grosser Teil der Mischna nach unseren Anforderungen an den Zusammenhang Nichts weniger als gut geordnet sei. Allerdings zeigte ich nachher bei der Darlegung des Werdens dieser Ordnung, dass ihr Plan ein ebenso grosser wie meisterhaft durchgeführter sei. Es setzt mich demnach gar nicht in Staunen, wenn Beer den Traktat Sabbat für bunt und nicht geordnet hält. Das ist der erste Eindruck. Mich wundert nur, dass er dabei geblieben ist. Geht man, wie er, auf die Frage des Zusammenhangs ein, so darf man sich nicht auf 4 Seiten mit Sabbat abfinden; hat man einige Erscheinungen entdeckt, muss man weiteren nacbgeben. Dass Ende 1 und Anfang 2 übereinstimmen, hat er gemerkt. (S. unser ״lieber den Zusammenhang der Mischna“ 2. Teil. Strassburg, Trübner 1892, S. 31, die gleiche Wahrnehmung). Nur weist die Schlusshalacha von 1 (Feueranzünden in der Tempelhalle) nicht auf 2 (Lauipenanzünden), sondern auf 3 (Herd und Sabbatspeise nebst Gesetzen des Feuerhaltens) hin. Denn da geht die Schul- Streitigkeit weiter, welche den ganzen ersten Abschnitt bis zum Schlüsse (8. die zugehörige Tosefta) erfüllt. Demnach ist 2 in 1 und 3 eingesetzt, und da es am Schlüsse auf das Einsetzen warmer Speisen hinweist, so deutet es damit über Sabbat 3 zum Anfänge von 4 hinüber. Sagt doch Beer selbst (S. 52 Anm. 2 ״in wärmehaltende Stoffe, s. Schabb. 4, 1“). 2 und 4 beginnen auch mit נסה, ebenso במה בהמה und ,נמה אשד, so dass diese Kapitel sich abheben und wir 1,2—11 und 3, 1 als schammal'tische und hillelitische Schulmischnas (von mir S. genannt) wohl unterscheiden müssen von 2 und 4, wie auch 5 und G, die uns vor Allem Auf- Zahlungen bieten und gestaltlich auch sonst einander verwandt sind. Man hat durch mnemonische Zeichen die Art der Anein-