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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 1. Heft. (1911) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
1. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 di« ruhmreichsten Zeitalter der mittelalterlichen Geschichte mit der Blüte dieser Fächer verbunden sind, dass ihre Herrlichkeit mit dem Erschlaffen dieser Bestrebungen schwindet; der muss ausserdem der Wissenschaft des Judentums entgegentreten und sie für verderblich halten. Wer von dem rücksichtslosen Eingehen in die Bibelwissenschaft oder in die naturwissenschaftlichen oder religionsgeschichtlichen Bestrebungen der Zeit, an denen das Judentum nicht vorbeikann, einen Schaden für die Festigkeit des Judentums befürchtet, der betreibt eine Schein Wissenschaft; er mag die äussere Form der Wissenschaft sich angeeiguet haben und wahren — was ist sie] ohne Inhalt denn wert, diese Form? —, aber er wird ängstlich vor den Grenzen zurückweichen und sich wohl hüten, das letzte Wort zu sprechen. Da ist es am besten, man bricht offen mit der Wissenschaft. Dann wissen ihre Freunde wenigstens, worau sie sind. Wir haben in einer früheren Schrift ״Zurück zur Bibel“ den Nachweis zu führen uns bemüht, dass aufrichtige Rechtgläubigkeit und aufrichtige rücksichtslose Wissenschaft neben einander bestehen und einander fördern können — nur die vermitelnden Richtungen, welche weder das eine, noch das andere ganz sind, sie können daneben nicht dauern; sie sind ja nur Abarten der einen oder anderen Seite und ihre Vertreter gehen selbst zumeist in die eine oder andere der Endrichtungen über, wenn sie das nicht ihren Jüngern überlassen. Um zum Universitätsjubiläum zurückzukommen — das sind die alten Grundsätze der Wissenschaft, mit denen man Jahrhunderte arbeiten und dann einen Gedenktag feiein kann. Es wird in unserer Mitte mit grosser Beweglichkeit gearbeitet, es kommen alle Seiten des Judentums zu ihrem Rechtej und besonders sehr ausgiebig zum Worte. Fragen wir uns trbtzdem: Was würde heute ein Zunz, der Mann ebenso der ermüdenden Einzelforschungen, wie der schöpferischen grossen Grundsätze und der grundlegenden grossen nachhaltigen Werke verlangen? , Unser Literaturblatt erscheint von nun aa in Form eines Vierteljahrsheftes, wodurch es sich mehr dem Wesen der Rundschau nähert. Wir werden auch fernerhin wie bisher vor Allem der Bibel und dem Talmud als den Stiefkindern unserer Zeit dienen, ebensowenig einem anderen Gebiete uns entziehen, wie ja gerade die Anfangsartikel dieser Nummer beweisen, besonders aber durch schnelle Berichterstattung den wissenschaftlichen Geist der Gegen-

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