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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1909-01-01 · No. 11 u. 12. (1909/10) · p. Seite 189

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
32 (1909-1910)
Issue
No. 11 u. 12. (1909/10)
Date
1909-01-01
Page
Seite 189 (sequence 13)
Language
German
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189 — geleistet haben, sondern für die Zukunft der Welt ebenso Großes, vielleicht noch Größeres werden zu bieten haben. Wenn wir erkennen, daß mit dem Fortlchritte der Zeiten aus unteren Lebenszielen sich weitere entwickeln müllen und werden. Dadurch weicht auch der alte Vorwurf, wir hätten keine Bekehrungsarbeit geleistet. Wir leister sie und werden sie'leisten, wenn wir auch nicht im Liebertritt zu einer anderen Giaubensform d:n rechten Erfolg einer solchen Tätigkeit fehen. Gibt es nun unter den Halben und Zweifelnden auch Tieferfühlende, die am Zwecke und der Ewigkeit des Judentums verzweifeln and die, beller un errichtet, dem Banner Israels treu bleiben würden? Glauben wir, daß es 10 fei! Suchen wir die Quellen unteres ewigen Bestehens auf und künden wir mit Entschiedenheit und Geilteskla heit die Ewigkeit und Unentbehrlichkeit Israels, leben wir nach diesen Grundsätzen, denken und forscien wir unentwegt nach den Tatsachen und sehen wir in der Verkündung rücksichtsloser Wahrheit das beste Heilmittel des Geistes — und wir haben zur Erhaltung Israels -das Unsere getan, wir haben d irch solche Mittel seine Zersetzung und Zerklüftung verhindert. lieber die etwaigen Gefahren talmudischer Quellenforschung r d Te dl 5 I. Aus einem Briefe: ״Sie bemühen sich jahraus, unbedingt dazu, von der jetzigen Gefe' weiterhin dazu führen, gewisse Angabi: stellen, darin der Quelle unseres religi 3: ״Wenn der Schulchan arukti einem solchen Vorgehen deren Ansehe Bedenken S e, weichen Angriffen voi aussetzen. Denn Sie bleiben nicht bei Zusammenhänge und Sonderquellen u versucht worden ist. Ja, Sie heben 1 dem Ganzen eingefügt worden sind, geben? Nun ist aber eine Deutung wie schon Bertiroro zeigt, sehr wese wenn ״die Mischna in ihrer Ges alt“ würdig, wenn ihr Wortlaut im Munde zumeist den Wortlaut ohne die Gemarja Grundlage unserer Gesetzesausführung Amoräer die Worte der Tannaiten Ueberlieferung? Ja, sind sie nicht mü zu wollen beansprucht, eine andere wollen? Wie kann er die unbenannte alten Schulen zuschreiben? Kommt in Widerspruch zu seinen Bestrebung eigentlichsten Sinne erschüttert? ״Und welchen Wert für Wird der alte Lerneifer unserer Lehrhfc lichkeiten sein, in denen der Talmud winnen wird. Was geht es eine schwje Zeit stammt? Kann ich einen rätselh ״herben Rambam“, oder gar einen Mt letzten Acharonim dadurch verantwor nämlich aus dem Bereich talmudischer in Folge der geschichtlichen Deutungejn Art mehr gibt und darum auch keine ״Weit entfernt also, dass d ihn zu entwerten. Weshalb also die während das doch sehr begreiflich schaftliche Quelle aber nicht massg! ablehnend verhalten, weil sie ja o h n e 1 denkt, wird diese Forschungen scheuen II. Soweit teile ich das Schl er eine allgemeine Aufforderung erläsf! er das nicht getan hat, liegt darin, w man garnicht sagen kann, dass jeder F ■eine Talmudstelle nach dieser oder je Leben der Lehrhäuser beteiligt haben ■hat die Lehre, wo nur Personen mit jahrein, um die Quellenscheidung im Talmud. Da kommen Sie talt desselben auf eine frühere zurückzugreifen. Das wird n des Talmuds als unrichtig, wenn euch nur als Lesart hinzusen Lebens Irrtum und demnach Unwahrheit vorzuwerferi. nun aber auf diese Lesarten Halachot gegründet, so wird bei n erschüttert und dadurch kommt die A u s ü b u n g in Gefahr. Seiten zerstörender Richtungen Sie damit die Mizwa selbst der Aenderung der Lesart stehen. S i e suchen in der Mischna tun damit etwas, was in Talmud selbst nicht im Geringsten ile als gesondert hervor, welche dort vom Ordner der Mischna Müssen Sie da nicht diesen Teilen eine gesonderte Erklärung r Mischna von Seiten der Gemara da; diese unterscheidet sich, litlich vom Wortlaut der Mischna. Man wundert sich zunächst, angenommen und erklärt wird, findet es dagegen gar nicht merkier Amoräer erweitert erscheint. Indent Sie bei Ihren Forschungen deutung benutzen, verdunkeln Sie die Gemara, die Quelle und im Leben und damit erwecken Sie den Anschein, als hätten die fjalsch oder ungründlich gedeutet. Sind deren Worte aber nicht rdliche Lehrer? Wie kann nun Jemand, der das Judentum kräftigen Mischna, als die R. Juda Hanassi’s in unserer Mischna finden Mischna, die der Talmud auf R. Meir zurückführt, anderen |er nicht dazu, selbst S c h r i ft d e u t u n g en des Talmuds damit en zu setzen? Wird damit nicht die Thora schebaal Peh im eigentliche Talmudstudium können diese Forschungen haben? user nun auch wieder erweckt werden? Es werden nur Aeusserbeleuchtet wird, während der Scharfsinn dadurch Nichts gere Talmudstelle an, ob ein Satz aus dieser oder aus jener iften Raschisatz, eine schwierige Bemerkung der Tossafot, einen harscha, Macharam Eisenstadt, Macharan Schiff bis hinab zu den ten? Wird durch eine solche Forschungsart nicht Alles verflacht, Grundsä'ze und Voraussetzungen in das Gebiet gehoben, wo es und Teilungen in Zeitalter und Schulen gar keine Fragen alter Antworten mehr versucht werden? ese Forschungen dem Talmud nützen, dienen Gage, dass man sich an diesen Bestrebungen Die Einen, denen der Talmuci im besten;fcbend für die Lebensführung ist,'werden sich i e s mit allem derartigen fertig sind. Wer wieder religiös ernster weil er fürchtet, dadurch seinem Standpunkte entzogen zu werden.“ eiben eines wohldenkenden Mannes mit. Es fehlt nur noch, dass t, sieh von solchen gefährlichen Geistesfallen fernzuhalten. Dass gar kein Ueberfluss an so gefährlichen;Forschern besteht und ünfte oder Sechste in Israel seine Mussestunden nur dazu anwendet, er Seite zu drehen. Wo früher ganze Gemeinden sich am sind die alten Anstalten verschwunden, nur wenige Herbergen ihr sich befassen, welche sie später amtlich vertreten wollen. sie vielmehr dazu, zu wenig beteiligt, Falle eine wissenalledem gegenüber 1:il

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