Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 32 (1909-1910)
- Issue
- No. 11 u. 12. (1909/10)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/6492408-8773722-8773735--3898-4858949- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
183 — Spiegelbild erhalten. Dass der Löwenanteil beim Werden der Mischna Juda Hännassi nicht gehört, habe ich in ״die Mischna“ etc. in der Mischna nicht bestätigt. Es sind kein durch Schriftverse nicht ausgeschlpssen Quellen A und Aä). Es wundert mich, sammenhang der Mischna Funk der O gangen zu sein. Eine b!03 münd|ic sonst weit mehr Abweichungen als gestellt hätten. Dass nicht Länge und einzelnen Traktaten nachgewiesen. Dass sich Rabbi nach der Mischna R. Mei'rs gerichtet hat, ist ein: von Funk angeführte überkommene Ansicht, die sich durch die swegs andere Bestandteile ausgeschlossen worden. Vielmehr sind die Mschnas R. Mei'rs und R. Juca’s in einander gearbeitet worden; sicherlich ist die Begründung worden, wie weite Teile der Mischna beweisen, (S. unsere dass angesichts meiner langjährigen Eröffnungen über den Zu- •dnung der Mischna keine Anerkennung entgegenbringt. Die Massgabe der Sc h r i f t o r d n u n g, die wir an vielen Stellen festgestellt haben, scheint Verfasser ent- |ן e Abfassung der Mischna ist entschieden abzuweisen, da sich jetzt zwischen den verschiedenen Mischnabüchern heraus- Kürze der Traktate allein massgebend war für die Mischnalieber den Aufbau der Gema zu erkunden imstande ist, demselben di reden wird. Lieber die Tätigkeit der denkt Funk herkömmlich, d. h. zu ge Ordnung, haben wir vielfach nachgewiesen. Amorai'm hiessen die Späteren als Meturgemane der Tannaiten. Die Zuteilung des Lehrstof es sondern oft durch Baraithot herbeigefülfrt heiten, Dijuk Mathnitin, gehört bereits Variante im Talmud findet, muss erst R. Papi’s und R. Papa’s nicht. es an die Mischna? ist auch im B a b 1 i nicht überall bestimmt, worden. Die Worterklärung der Mischna in allen Einzelden Saburäern an. Dass von Rabas Lehren sich nicht eine bewiesen werden. Zum mindesten beweisen das die Amoräer ra ist zu bemerken, dass, wer die kunstvollen Regeln desselben Klarheit nicht absprechen und nicht von ״verworrenen Gängen“ Saburäer, denen wir die meisten Sugiot des Talmuds verdanken, ring. dann In guter Auswahl hat uns Dass Raschis Bibelkommentar zu oft Der Raschikommentar ist nur Seite a j hat Raschi die Innen-, haben die Tossafi^t läge des Schulchan arukh, werden nich Funk die Geschichte des Talmuds bis zur Neuzeit geboten, ler Haggada folgt, ist ein alter, dem Scheine folgender Irrtum, edes Blattes rechts zu finden, die Tossalsten links! Stets aber en die Aussenseite. Alfaßi, Ascheri, selbst der Tur, die Grunderwähnt. Wir haben an dem kleinen B :che viel zu bemerken gehabt, d. h. wir haben es genauer gelesen, als Verfasser unsere Arbeiten, mit! denen er an so vielen Stellen sich im Einklang befindet. Und unsere Ansichten sind z. Th. viel angefdndet, verspottet, als überkühn be.rächtet worden. Wir können Funcks Uebereinstimmung mit wichtigen Teilen unserer Forschungen als willkommene Bestätigung derselben ansehen. Nicht so willkommen [kann es uns sein, dass er nicht einmal den Titel eines unserer Bücher erwähnt, er,-der doch Raum geh zu nennen. Er hat also andere, seine nden hat, Schwarz, Mischne, Thora und andere oben und unten kn Gegenstände fernerstehende Werke genannt, unsere seinem Gegenstände mehr als nahestehenden Bacher selbst von jeder Benennung ausgeschlossen. Was ist die Folge dieses Vorgehens? Das Neue, was Funk bietet, Lehre, wo er Gediegenes geleistet hat. liegt in dem Vergleich zwischen schriftlicher und mündlicher Je mehr er dagegen den Talmud selbst berührt, dessen Entstehung er kennzeichnen soll, desto rnihr folgt er herkömmlichen Ansichten, und nur hin und wieder erhebt er sich zu einer neuen und eigentümlichen Wahrnehmung. Hätte er sich mit neuen und eigenso wären weit mehr Stellen vorgekommen, in denen wir übereingestimmt. Verdenke mir, wer da wdlle, daß ich dabei pro domo denke und schreibe. Meine Anlichten, für die ich seit Jahrzehnten mich bemühe, Kämpfe und Opfer bringe, dürfen und werden mir nicht unwichtiger erlcheinen, als irgend [welche anderen; weshalb würde ich mich sonst darum bebemühen? Es wäre eine üble Selbitlosigkeit, an Orten, wo man sie vermuten muß, sie zu verleugnen und fei bst totzufchweigen. Um fo übler wäre diele Selbftverleugnung zu beurteilen, wenn es lieh, wie in diefem Falle, um das erfolgreiche Werk eires verdienftvollen und kenntnisreichen Schriftftellers und Forfchers handelt, der nicht mit der Menge mitgeh; und den Tross weit überragt. Als einen Solchen sehe ich Funk an, und keine Raumenge und keine Abfassungsrücksichten können mich dazu bringen, meine Forderungen an ein ähnliches Werk einzuschränken. Was bei einem anderen ausgezeichnet wäre, ist es be׳. Funk noch lange nicht. Ist dieses Werk für weitere Kreise bestimmt, so ist das ein Grund mehr, das Beste f Jr gut genug zu halten. Kämpfe ich dabei um das M e ine, so kämpfe ich auch für alle Anderen, die sich in gleicher Lage befinden. Um das Dornröschen Talmudwissenschaft aus dem Winterschlafe 2u wecken, muss man die Oeffentlichkeit aif die Mauer des Schweigens und Todschweigens aufmerksammachen, die niedergerissen werden muss. Soviel Funks Werk leistet, es würde noch weittragender wirken, wenn alles Vorhandene darin berücksichtigt, wenn auch nur angedeutet, oft nur im Büchertitel angegeben wäre; und oft wäre mehr nötig gewesen. Soll die jüdische Wissenschaft hinter der allgemeinen nicht Zurückbleiben, so׳ nijtzt kein Vertuschen von Tatsachen etwas, so wenig wie im politischen Leben. Damit habe ich das Funk’sche dem ist etwas zu bestreiten. Viele Dut* •Gegensatz. Leute die Erörterung a Buch nicht herabgesetzt. Gegen wen ich soviel an'ühre, an endwerke erregen weder solche Zustimmung noch solcher!!}geregt zu haben, ilt kein geringes Verdienst. Dadurch nütz*