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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1909-01-01 · No. 10. (1909/10) · p. Seite 173

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
32 (1909-1910)
Issue
No. 10. (1909/10)
Date
1909-01-01
Page
Seite 173 (sequence 5)
Language
German
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173 Wenn in der Haggada nun di Heiligtum und Opfer in den schweren Zeile! angeführt werden. Wie damals Isr 1׳ gelangte, so soll das spätere Israel auch Vorrat“ das Brot der Freiheit, die Mazzja das die Haggadah aus: בצקם של אבותינו säuern, als sich schon der Ewige in Isrä! שאור שבעיסה, der hindernde Sauerteig, ko der Stunde riss alle mit. Wie R. Isaak die fünfzig Tore der Unreinheit zurückgk schichte oft Recht gegeben hat! Ein Aug! die Festigkeit des Entschlusses. Darauf bezieht sich auch das Elend seid — vergesst nicht, dass der M Erinnerungen des Pesach das Grösste E|u zeigen kann. Lieb wäre es mir, zu erfahrer Weise gelöst wird. Denn גמיש יפוצץ סלע e Pflicht der Mazzah für uns, für das zerstreute Israel ohne n R. Gamaliels gedeutet wurde, so konnte nur das ויאפו אתהבצק el ohne das Opfer der vorausgegangenen Nacht zur Mazzah ohne den ״wohlgegohrenen Teig und den reichlichen Reiseh, als göttlich gebotenen Genuss festhalten. Wie schön drückt ״ .שלא הספיקDer Teig unserer Vorfahren hatte keine Zeit, zu el offenbarte und sie erlöste.“ Jener den Weisen wohlbekannte nnte garnicht seine Wirksamkeit ausüben — die Begeisterung Luria dazu sagt: ״Ein Augenblick länger — und sie wären in stossen worden!“ Tiefer Ausspruch des Weisen, dem die Geenblick länger — und die Bedenklichkeit ^ler Stunde ertränkt ״ בערב תאכלו מצותAuch wenn es abendlich duinkelt und ihr im azzahgenuss Euch neue Kräfte und neuen Mut gibt; dass die ich bieten, was dem Menschen der Blick in die Weltgeschichte , ob diese Frage in den alten Haggadaerklärungen in anderer .היא בה דברי :אובה׳ בא? B. Jakob: Der Pentateuch. Uon Landes rabbiner Dr. Fuchs, Luxemburg. Der dritte Hauptabschnitt behp dieses Buch des gelehrten Rabbiners Kritiker, er schreibt p. 144 ״eine unpart! Wert zuerkennen. Wir sehen von seineiji die Ironie unterdrücken kann, dass es trägen und dgl. viel Aehnlichkeit mit dei^t Werk einer vielfältigen Diaskeue gelten ist, so dass es eigentlich die sprechende allen Berichten des Pentateuchs über dai Einheit. Von eminenter Wichtigkeit ersc die Anspielung auf das Heiligtum sich der Autor von dem Verhältnisse der uns den unmittelbaren Einfluss Hugo Wiik zeit erscheint als wandelnder Sinai, als e als ein Nachbild des Paradieses, dieser Gesichtspunkte aus ist p. 287 u. ff. die wert. Wenn jeder gemusterte Israelit, gibt, so geschieht dies, weil sich alles ta um Seelen: jede Seele, jedes M gleichen Wert vor Gott. Darufn keiner der Reiche. An dtr Die beiden Cherubim, sich brül und Ahron, die Empfänger des Gotteswor! (Schluss.) ndelt ״das Heiligtum“. Poppers Buch über die Stiftshütte, vie Wellhausen ihn nennt, findet in Dr. Jakob einen strengen Rüsche Beurteilung kann Poppers Buch keinen wissenschaftlichen formdllen Mängeln ab, obgleich man angesichts ihrer schwer seinen beständigen Wiederholungen, Einschaltungnn, Nach- Bericht von der Stiftshütte in der Septuaginta hat und als das cönnte, wenn wir nicht wüssten, dass es von einem Verfasser Widerlegung darstellt, . . . das Buch ist gänzlich verfehlt.“ In Stiftszelt sieht Jakob eine widerspruchslose schriftstellerische 1eint mir seine Beweisführung, dass im Liede am roten Meere" eswegs auf Zion, Moria, sondern auf Sinai bezieht. Was ihütte zum Sinai, zum Himmel, zum Paradiese bemerkt, zeigt cklers, des hervorragenden Kulturhistorikers, denn das Stiftsn Stück auf die Erde mitten unter ein Volk versetzter Himmel, umweltlichen ersten Gotteswohnung auf Erden. Von ethischem ffassung vom בפר (Lösegeld) der Krieger höchst beachtensnoch kein Blut vergossen, hat, aber es tun wird, gleichviel rfieren lässt, nur nicht das Leben, um alles markten, nur nicht e n s c h e n I e b e n , d. i. das Blut jedes Menschen hat den kann auch kein Sündopfer erhöht werden. Als nefes ist erlich anblickend, sind das hohepriesterliche Brüderpaar Mose tes, die Bringer und Verwahrer der Vergebung. Die liebevolle Vertiefung in da; herrlichste der Bücher legt dem Autor die wärmsten Töne der Begeisterung in den Mund. So reiss: er uns p. 292 mit sich und wir fühlen uns eins mit ihm, wenn er sagt: Nie hat wohl eine Religion ein schöneres Symbol gehabt, als Israel an diesem Heiligtum. Nie ist über Religion, Kultur und Moral etwa; gesagt worden, was einfacher, tiefer, wahrer und fruchtbarer wäre. Der Kern der Religion sind die z;hn Gebote, die Moral als Gotteswille, die Pflicht der Achtung aller Geschöpfe. Dies ist der Sinn aller zehn Gebote. Sogenannte Pflichten gegen Go11, d. h. Leistungen an ihnpersönlich gibt es nicht. Es gibt im Grunde nur Pflichten gegen Geschöpfe Gottes. Sie a s solche betrachten, das ist die Pflicht gegen Gott und die Leistung an ihn. Auch Kultus darf sein. Aber er hat einen Sinn nur vor der Lade, angesichts der zehn Gebote, sie anerkennend und sich ihnen beugend. Der Zweck alles Kultus der Gemeinde ist Moed, Begegnung mit Gott, auf dass er unter den Menschen sich niederlasse und ihre Heiligtümer heilige. Im vierten Hauptteil bilden di^ Feste und die Festopfer den Gegenstand der Untersuchung.

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