Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 32 (1909-1910)
- Issue
- No. 10. (1909/10)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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171 unecht, im besten Falle aus dritter Quelle gegen Jer. 31 geführt. Cornil! kann auf artige Abfassung Zutrauen, sodass sie da! bis 25 und 31—32 muss demnach jeremi. haben. Selbst die Völkerstücke (46—51 ״Zornesbecher“ echte Bestandteile enthal:! Das gleiche massvolle Vorgeh( 1 gegenüber, auf welche wir in den voraus j Wie wir selbst uns zur ganzen ״Zurück zur Bibel“ mit seinem Nachtrag geflossen. Dahin haben Stade und Smend mit ihren Bedenken Jer. 36 gestützt, der Urrolle von 605 keine so bruchstück- Ergebnis bereits ordnender Tätigkeit Jeremia’s war. Cap. 1 nische Anordnung trotz aller Umarbeitungen zugrunde gelegen ) müssen gemäss dem bei Jeremia zuerst vorkommenden en. n beweist Cornil] den Ungeheuerlichkeiten der Hoseaforschung;egangensn Nummern dieses Jahrgangs hingewiesen haben. ־ Frage der neueren Bibelforschung stellen, haben wir in unserem ,,Bibelwissenschaft und Rechtgläubigkeit“ ausgesprochen. Aber wir wollen ein Eingreifen jüdischer Kräfte in diesen Streit, wie wir selbst uns stets in ein Verhältnis zu den bezüglichen Fragen gesetz : haben. Wir wollen uns nicht wiederholen und auf das von uns in allen Tonarten Verlangte und Betonte zurückkommen. In jedem Falle bleibt die CorniH’sche Einleitung eines der geeignetsten Hilfsmit ei zur Erkenntnis der Fragen und demnach auch gerade des Zusammenhangs und der Quellenscheidunj;. Dass jüdische Forscher wenig erwähnt sind, daran ist unsere geringe Selbstachtung schuld. Warum sind Hoffmanns ״einige wichtige Instanzen“, warum sein ״Levitikus“, warum Jakobs ״Pentateuch“ mit Stillschweigen übergangen? Da kann ich wohl kaum verlangen, dass mein Vergleich ״Josef, Es er, Daniel“ aus den Z A W 97, dass mein ״Joel, Nahum, Habakuk“ Berücksichtigung finde. Zu dem Zwecke fehlt uns das gegenseitige os magna sonaturum und besitzen wir einen Ueberfluss an Todschweigungsfähigkeiten, dass die Schaffung eines wissenschaftlichen Herkommens in unserer Mitte unmöglich wird. Darum arbeitet jeder, als wäre vor und nach ihm niemand dagewesen — wie soll da ausserhalb eine Schätzung der jüdischen Forscherarbeit statt haben? Gehen wir nun zum Vergleich Werke über. der beiden talmudischen Einleitungen mit dem CorniH’schen (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. 1. Zu Sabbat fllncha. Weshalb wohl im Minhag der die Psalmen 104 und die 15 Wallfahrtsliedk das ganze Jahr zum Ausgang des Sabbats So erscheinen die Wallfahrtslieder als Anh kabbalistische Gründe dafür beigebracht w Maim erwähnt in seiner Tefillafassung den Sabbats zu sprechen. Die Pirke Abot werden sehr frü 'I horaschiurs nach dem Minchagebet gegen Chajim) gibt für Aschkenas die Pirke Aböl ost- und westdeutschen Juden während des Winterhalbjahres r Ps. 120—134 angewandt werden? Beiden Sefardim wird zu den Wallfahrtsliedern der vorausgehende Ps. 119 gefügt, längsei zu jenem grossen Lobliede der Thora. Da auch irden, so rührt der Brach wohl aus späteren Zeiten her. Brauch, die Wallfahrtslieder vor den Morgenpsalmen des h erwähnt. Schon die Gaonen gestatteten dem Verbote des iber den Vortrag der Pirke Abot; Kol bo (nach Orchoth fürs ganze Jahr an. Dagegen finde ich die Wallfahrtsli Isserles im דרכי משה Zu Tur Orach Chajirp schiur mit alleiniger Ausnahme der Pirke a. a. O., soviel i c h sehen konnte, zum ers|t lieder für den Winter erwähnt. ieder zum Mincha ziemlich spät erwähnt Während Mose 1 292 im Namen des Mordechai das Einstellen des Thora- Abot angibt, finden wir in seinem ה״גה zum Schulchan aruch en Mal die Pirke Aboth für den Sommer und die Wallfahrts- Dagegen ist vom Psalm 104 noc machen, die darauf hinweist, dass dieser P^ doch ist gerade von diesem Psalm aus sehen Brauches zu geben. Denn jeder aussen her übernommen, ob man ihn e r kann), seine oft aus der Volksseele komm dass er am Sabbat Bereschith, an Vielleicht zuerst nur an diesem welchern Sabbat, nichts gesagt. Und ich kann keine ältere Stelle ausfindig;alm mit den Wallfahrtsliedern verbunden werden soll. Und Beleuchtung wenigstens unseres jetzigen aschkenasi- Brauch hatte, ob man ihn vorgefunden, ob man ihn von änzt hat, (wie dies der vorliegende Fall vielleicht zeigen ende und aus den Quellen gezogene Begründung. Der Psalm 104 enthält eine Schilderung der Schöpfung, der Maasse Bereschith. Was Wunder, die Schöpfungsgeschichte verlesen wird, benutzt wurde! wie die Pirke Abot zuerst nur für die Sefirazeit bestimmt waren und der sechste Abschnitt (Kinjan Thork) auf die ״Erwerbung der Thora“ am Schebuotfeste hindeutet. So konnte Psalm 104 dem Sabbat Bereschith angehören. Und dass man gerade diesen __ _ 1uch die Winterzeit mit dem משיג הרוח begonnen und dieser Psalm stark auf die Macht der Gewässer h nweist. Siehe Midrasch Tehillim zu Ps. 104 תהום etc. ״Den Abgrund bedeckst du mit eineijn Gewand“ R. Juda und R. Nehemia: Worauf steht die