Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 32 (1909-1910)
- Issue
- No. 1. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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— 101 di 2 das auch für Gesetze bei den Griechen? sind ihre hervorragendsten Eigenschaften, haben auch die vernünftigen Denker unter dass sie so niedrige Ansichten über die Gö selbst einen Homer, den «:efeierten, aus s? Griechen von Zeit zu Zeit ihre Götter w ihnen den Dichtern und Künstlern überlast Griechen in Sachen des Glaubens an die den Tod erlitten haben, Einheimische wie darum Apollonius Molon kein Recht habe wenn es im Judentum ein übrigens gerec' der Religion, des Gesetzes, das wir festhaljt wenn wir sehen, dass unsere Kräfte nicht dem Gesetz untreu würden. ״Wird uns ai haben, entrissen, das Gesetz bleibt uns w Die Vcrtreftlichkeit der Gesetz^ ihnen gegenüber einflösst. Wir halten sie Studium gemacht aus der Uebertretung findet sich so etwas keineswegs. Auch hauptet, ist ein Prüfstein für ihre Güte; u troffen, ja unser Gesetzgeber ist der Lehr Wenn unsere Gesetze wirklich Recht zum Schlüsse aus, warum haben d Unter den Massen findet man überall Ei Stadt gibt es, in der nicht unser Brauch hätte und wo nicht das Fasten', Anzünden Auch unsere bürgerliche Eintracht, unsere in Drangsalen, wenn es sich um die Vertdi Schaue nur ein jeder auf sein eigenes Vaqe hauptung allen Glauben verdient.“ Das Merkwürdige dabei ist. so in heidnischen Kreisen lediglich durch mittel und Lockungen erreicht hat, eine T Josephus hat seinen, d. h. des heute, gut 1800 Jahre später, sein letztes den Hinweis auf die Eroberungen, die das in der Welt gemacht haben. Vermutlich fruchten, wie die unvergleichliche Verteidig hat. Seit jenem ersten Apion sind die Zeit tüchtige Verteidiger des Judentums a zwar nicht nur jüdische, wie wir mit endlich Vorurteil, Neid Hass, Bosheit schw beitragen. Darum erübrigt uns nur noch Frömmigkeit, Gerechtigkeit, Menschenliebe begriff hoch ur d heilig halten, damit jede! lassen und im Sinne des Josephus ausrufejn / ״Es sind an denen Welche Sorte von Göttern haben sie? Sinnlichkeit undAVollust Ungerechtigkeiten und Verbrechen begehen sie alle. Darum den Griechen den berühmtesten Dichtern Vorwürfe gemacht, tter im Volke verbreiteten; Plato verbannt deshalb die Dichter, inem Staate. Uns kann es jedenfalls nicht wundern, dass die ^chselten, wenn das Wichtigste, das Heiligste, die Religion, bei en blieb. Josephus zeigt dann weiterhin, 12״־ unduldsam die pötter gewe-en seien, wie viele edle Männer, sogar Frauen, Fremde, weil sie die Götter des Staates verleugneten, dass die Juden als unduldsam gegen Fremde anzuklagen. Denn fites Fremdengesetz gebe, so bezwecke es nur die Erhaltung ':en und das zu schützen wir selbst dann den Krieg aufnehmen, dazu ausreichen; denn lieber gehen wir unter, als dass wir tch unser Reichtum, unsere Heimat, und was wir sonst Gutes (jnigstens unzerstörbar.“ ist es, die uns solche Wertschätzung und solchen Respekt gerne. Bei anderen Völkern, sagt Josephus, hat man ein der Gesetze — er denkt dabei an die Sophisten — bei uns Länge der Zeit, während deren sich eine Einrichtung berisere Gesetze weiden aber an Alter von keinem andern über- ־neister für die anderen Völker geworden.;0 schlecht wären, wie Apion behauptet, so ruft Josephus mit in so viele in der Heidenwelt sie bereits zum Teil angenommen? er für unsere Religion, ״keine griechische oder barbarische , am 7. Tage die Arbeit ruhen zu lassen, Eingang, gefunden von Lichtern und viele Abstinenzverbote beobachtet wurden. Wohltätigkeit, unseren gewerblichen Fleiss, unsere Ausdauer digung des Gesetzes handelt, suchen sie nachzuahmen.- rland und seine Familie, und er u׳ird finden, dass meine Bedie Ap llf Da ו die meint Josephus, dass das Gesetz der Juden seine Annahme ihm innewohnende Kraft ohne Anwendung sinnlicher Reizatsache, die sicher für die Güte des Gesetzes Zeugnis ablegt. Judentums Gegnern, weiteres nicht zu sagen. Wir würden 4rgument noch weiter ausspinnen und verstärken können durch Christentum und der Islam vermittelst rein jüdischer Lehren aber, ja ganz gewiss würde auch dieser Hinweis so wrenig ung des Judentums durch Josephus auf die Dauer gewirkt ione zu Legionen geworden. Es sind freilich auch in -jeder den literarischen und politischen Kampfplatz getreten und k und Stolz anz'uerkennen nicht versäumen w.ollen. Möge nden! Das muss unser Wunsch sein. Wir wollen dazu redlich ein Wort zu sagen: Mögen wär allzeit unser Judentum, seine seine Selbstlosigkeit und Aufopferung, seinen reinen Gottes- Anwalt unserer Sache w׳ie Josephus die Tatsachen sprechen kann: schlechtesten Früchte nicht, Wespen nagen!“ Besprechungen. Ueber biblische Metrik. 1) Hofrat Professor Dr. D. H. Müller{: Korn- Position und Strophenbau. 2) Lic. Dr. W. Staerk: Ausgewählte poetische Texte des alten Testaments. 1. u. 12. Heft. 3) Zaplethal, das Hohelied. 4) Paul Haupt, biblische Liebeslieder 5) J. Wilhelm Rotstein, Grundzüge des hebr. Rhytmus und seiner Formenbildun | Aus der übergrossen Fülle von Erscheinungen auf dem Gebiete der biblischen Metrik he )en wir nur gerade hervorstechende und eigenartige Bücher hervor. Wir beginnen mit Hofrat Dr. D. H. Müller: Komposition und Strophenbau. (XIV. Jahresbericht der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien.) Wien 1907. Verlag der israelitisch-theologischen Lehranstalt. 131. S. D. H. Müller kommt hier mit einer Kundgebung, die uns dazu veranlasst, auf seine 1896 erschienenen ״Propheten in ihrer ursprünglichen Form“ ’zurückzugreifen. Da berichtet Müller, wie im November 1906 gelegentlich der Behandlung von Hesekiel 14 —!ג er zuerst Strophenbau mit gegenseitigem Anschluss (Responsion) bemerkt habe. Weiterhin überzeugt sich Verfasser, dass der Pfbphet überhaupt in Strophen und oft D o p p e I Strophen geschrieben habe. ,׳ Bezüglich der Keilschrift ging Müller von der Schlussforme! des Tiglatpilesercylinders aus und konnte die gleiche Wahrnehmung machen. Sollte Hesekiel von den Babyloniern die Form entlehnt haben? Aber auch bei M i c h a , J eremia,