Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 12. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 5)
- Language
- German
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93 nd Sb erreicht wird. Das 70. Lebensjahr erreich^ also beinahe die doppelte Anzahl. Seit den 60er Jahren des vorigen teile der Juden zu konstatieren. Nach einer Statistik Ruppins hat mindert, während er bei den Christen gest 1893—97 betrug der Qeburten-Ui nur 6,14. hierzu kommt noch ein Rückgen gab es bei Christen 8,12, bei Juden 6,61.) Der prozentuale Anteil der Juden im Jahre 1816—119 Juden, 1861—138 Judf Es haben hierzu viele Taufen u evangelischen Landeskirche übergetreten. In seiner gegen Herrn von Rott^ sich Gabriel R i e s s e r zu der Frage 1 Es gibt nichts Demoralisirendes, die Vorstellung von Wahrheit, Recht und drückten־ Religion, mehr trübte und verwir auf die Gewinnung einer angemessenen Mag man von denen, die sich ir vollste Gut des Lebens ist, auf eine würdig! Schritt erkaufen zu müssen, dem immer man auch von ihnen nach den Grundsätze ausharren und auf das wertvollste Gut ve kann doch der Vorwurf des entgegengesetzt es heischt und belohnt. Wie sehr hier das Gesetz mit Gefühle aller Besseren •in grellem Widerspifu den Eindruck eines solchen Falles beobachte Stellung durch den Uebertritt ist erkauft Achtung der Menschen herabsetzt, die Durch das Verlangen nach bü __ durch solche Vorteile nicht gehoben, sonde|r und des Handels herabgewürdigt. Männer, die wie Herr von Rottje! kennen und preisen, dass Sein Reich nich|t Zwangsherrschaft in dieser Welt zu versc des kläglichen Egoismus zu ziehen, die m gesunden Menschenverstand. Bedürfte das Christentum solche aufgeben müssen. Nach einer vorsichtig angestelltejn hundent im Ganzen in 2,Ien Staaten züsarr Deutschland insgesamt?2520, Grossbritanrl beiden gefährlichste! Volksseuchen Tuber < selten. Die Krankheiten des Nervensysten|: Nichtjuden. höhe eu von je 1003 Christen 39, von Juden dagegen 73 Personen Jahrhunderts ist ein gewaltiger Umschwnng zum Nachsich der Gebürten-Ueberschuss bei den Juden andauernd veregen ist. berschuss per Mille der Bevölkerung: Christen 16,31, Juden g in der Zahl der jüdischen Eheschliessnngen. (1893—97 verringert sich andauernd, auf je 10000 Einwohner gab es, n, 1867—131 Juden, 1900—114 Juden, also weniger als 1816. Mischehen mitgewirkt. Von 1889—95 sind 1960 Juden zur ,der Jude“ (Altona 1835) äusserst ck gerichteten Streitschrift: |ier Taufe, wie folgt: nichts Entweihenderes für Glaube und Sittlichkeit, Nichts, w.as Ehre bei den Bekennern der herrschenden wie der unterfte, als jene kläglichen Schauspiele eines auf äussere Vorteile ' ellung im bürgerlichen Leben gerichteten Religionswechsels, der Alternative befinden, auf dasjenige, was ihnen das werte und erfreuliche Tätigkeit verzichten, oder es durch einen;in Makel anklebt, wenn sich Vorteile an ihn knüpfen, mag n strenger Ehre und Männerwürde verlangen, dass sie treu ijzichten, wie es gar manche getan und noch täglich tun, so en Verfahrens s! e weit weniger treffen als das Gesetz, das den allgemeinen moralischen Bewusstsein, mit dem sittlichen ch steht, davon kann sich leicht Jeder überzeugen, wenn er t, wo von einem fähigen und würdigen Juden eine ehrenvolle worden, wo Einer durch dieselbe Handlung, die ihn in der re Achtung des Gesetzes gewann. Zgerjichen Vorteilen für eine herrschende Religion, wird sie n entweiht und befleckt, zu einem Gegenstände des Gewinnes ck erst den erhabenen Charakter ihres Glaubens darin ervon dieser Welt sei, und die sich dann abmühen, ihm eine Haffen, ihn in den niedrigsten Schmutz der Welt, in den Kreis achen eine Carrikatur auf ihren Glauben und verhöhnen den :r Mittel, so würde es den Anspruch auf sittlichen Wert Berechnung des Licenciaten de la Roi haben im 19. Jahrmen 204542 Judentaufen stattgefunden. Preussen mit 13128, ien 28830, Russland 84536, Oesterreich-Ungarn 44756. Die ulose und Alkoholismus sind an sich unter den Juden nur s dagegen fordern unter den Juden mehr Opfer als unter _ (Fortsetzung folgt) XI Tite Besprechungen. P. Simon Landersdorfer: Altbabyl Privatbriefe, transskribiert, übersetzt und ko tiert. (Auch: Studien zur Geschichte und Ku|t1 Altertums, herausgeg. von Dr. E. Drerup. 2. Heft) Paderborn, Schöningh, 1908. 142 S. 5 Mk. Landersdorfer gesteht offen zu, dass der besagt als das Buch bietet. Er hat hier alles altbabylonischen Privatbriefliteratur Bekannte und V! lichte auf Anraten befreundeter Gelehrten ge: ohne doch alle Stücke zu übersetzen und zu erkläi! weiss, wie undankbar es ist, mit etwas so Unvollpi herauszutreten, hofft aber auf die Nachsicht der denen die Schwierigkeiten des Unternehmens nicl kannt sind. St. Langdon’s Buch ״Lectures on and Palestine“ ist Vf. erst nach Abschluss seinef bekannt geworden. 11t Bi Ionische mmenur des Band und I mehr aus der iröffent- : ammelt, en. Er ndetem Kenner, unbebylonia Arbeit Bisher sind nur die altbabylonischen Königsbriefe bearbeitet worden, zunächst in Kings ״letters and inscriptions of Hammurabi (London 1898—1900), wozu Nagel’s־- ,,Die Briefe Hammurabi’s an Sinidinnam“ Manches ergänzt habe:. Die Privatbriefe sind im Einzelnen von Meissner, Scheil, Friedrich, Langdon, Ungnad, besonders Frl. Montgommery behandelt worden, was aus den Cuneiform Texts from Babylonian Tablets etc. in the British Museum 1896 Band II, IV und VI von Früheren noch nicht behandelt ist, will Vf. unter Zuhilfenahme der Früheren bearbeiten und das bereits anderswo Behandelte in der Ein- 11 leitung und dem Register erwähnen. Nur die fünf ersten Stücke sind übersetzt und erklärt; von da ab und weiter verzichtet Vf. auf die Ueber- Setzung, wenn er auch an verschiedenen Orten Vorschläge ׳ zu Uebersetzungen macht. Es ist also peinliche Gewissen- | haftigkeit und Vorsicht, welche den Vf. daran hindert, da kurzerhand abschliessend zu Werke zu gehen, wo ihm 1 nicht Alles klar liegt.