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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1909-01-01 · No. 12. (1909) · p. Seite 91

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
31 (1908-1909)
Issue
No. 12. (1909)
Date
1909-01-01
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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91 2 Paradestücke der modernen Antisemiten, schon aus jener Zeit, sind uralt. Josephus heit eines Hundes, der ja bei den Aegypterh nicht entlastet wird durch diese Lüge; denn gefundenen überrascht; die Befreiung des Zweck der Tempelentweihung gewesen seiifi Warum verschweigt die Geschicqt rum berichtet sie nicht, dass Antiochus de er sich den Ruf der Frömmigkeit hätte vei hätten auch alle Juden an den Eingeweider Gründe bewiesen die Lüge, die als solche uns gibt es kein Geheimgesetz; unser Gesejt: viele Reisende kommen nach Jerusalem, richtet? Auch der Eid bezüglich des Hasset das Gesetz; auch sind die Griechen von P:ti Juden so durchaus verschieden, dass schlec gegen die Griechen einen solchen Eid schv Wenn Apion das jüdische Geset herrschende Stellung einnähmen, so hat Jojs! Sind denn die Alexandriner den Römern n Juden nicht mehr als 100 Jahre ein freies wo die Aegypter die Sklaven der MazedoHi hinsichtlich des Vorwurfs, dass das Judenti schichte berufen. Possierlich ist es glücklich preist, dass es einen Bürger, wie Apion macht den Juden einen habt ihr wieder den verkappten Aegypter! nicht! Also hat sich Apion, der ein Griech raten. Apion verspottet die Juden, weil Nun, meint Josephus, da sind sie in guter Für diesen Spott aber gegen ein heiliges musste sich einer schmerzhaften Operation lebendigem Leibe. Mit Apion Und seinen Kumpanen Rüstzeug* das moderne erkannt und gesehfe Antisemiten gehört. Wir haben auch die schlechten Waffen gewesen; Wissen und.W t; Aber seine beste Waffe, den höchsten Tru gelernt; es ist die Schilderung der Vort diesem mit Geist und Herz entworfenen G: Indem Josephus zur Entwaffnung Gesetzes zu geben sich anschickt, weist Volk abgesehen haben könnte, zurück; nur dass er es nicht werde umgehen können; allein das lasse sich in einem aufgedrungerie weis liefern, dass die Gesetze des Judentji der gesellschaftlichen Beziehungen und zur Ausdauer in Beschwerden und zur Todesv V 3 Uon das Geheimgesetz der Juden undder Ritualmord, stammen sagt, Apion hat das Herz eines Esels und die Unverschämtverehrt wird. Er sieht garnicht ein, dass Antiochus gar- Antiochus selber war nach Apions Bericht von dem Vorangeblich zum Tode bestimmten Griechen kann also nicht der e den Namen des durch Antiochus befreiten Griechen? Wankelben feierlichst in sein Vaterland zurückgeführt hat, wodurch rpchaffen können? Einfach, weil alles, alles erlogen ist! Wie des einen Griechen genug gehabt? — Also auch logische furch die Tatsachen genügend charakterisiert wird; denn bei z ist offenkundig, der I empel in seiner Einrichtung bekannt, Haben den Tempel gesehen; wer hätte schon derartiges begegen die Griechen ist erlogen; nichts Aehnliches enthält Jästina so weit entfernt, ihre Bestrebungen von denen der hterdings kein Grund ersichtlich ist, warum die Juden gerade ören sollten. z als schlecht erklärt, weil die es befolgenden Juden keine ephus mit der Widerlegung dieses Unsinns es nicht schwer, itht früher untertan gewesen, als die Juden? Und bildeten die Volk infolge der makkabäischen Heldentaten zu einer Zeit, ier und ihrer Nachfolger waren? Ebenso kann sich Josephus m keine grossen Männer hervorgebracht habe, auf die Ge- :i, dass Apion gerade in diesem Zusammenhang Alexandria ihn, besitzt. rwurf daraus, dass sie Tiere opfern. Josephus ruft aus: Da Nur ein Aegypter nimmt am Tieropfer Anstoss, ein Grieche e und kein Aegypter sein will, wieder einmal köstlich versie kein Schweinefleisch essen und sich beschneiden lassen. Gesellschaft; beides befolgen auch die Priester der Aegypter. Gebot hat die Gottheit den lästerlichen Apion bestraft. Er an den Genitalien unterziehen und verfaulte allmählich bei sind wir nun zu Ende! Wir haben in dem alten antisemitischen n, dass Originalität nicht zu den Vorzügen der heutigen Verteidigungswaffen des Josephus gesehenT es sind keine z haben sich bei ihm verbündet, um den Gegner zu schlagen, ilnpf, den er auszuspielen hat, haben wir noch nicht kennen ijefflichkeit des jüdischen Gesetzes. Nur wenige Striche aus mälde wollen wir hier vorführen. der schmähsüchtigen Gegner eine Darstellung des jüdischen;r den Vorwurf, dass er es etwa auf feine Lobrede für sein gezwnngen tritt er in die Arena. Es ist ihm auch unangenehm, von den Gesetzen und Bräuchen anderer Völker zu reden; n Kampf eben nicht vermeiden. Josephus will den Nach- » ms ״die beste Anleitung ge"ben zur Gottesfurcht, zur Pflege Nächstenliebe im allgemeinen, sowie zur Gerechtigkeit, zur Pachtung.“ , (Fortsetzung folgt.) Die anthropologische Steilung der Juden. Otto Mendelsohn. lörigkeit eines Volkes bedient man sich der Anatomie, insnoch der vergleichenden Sprachforschung. י ptsächlich 8 Völker geredet: Babylonier, Assyrer, Hebräer, essinier und die eigentlichen Araber.* Diese 8 Völker werden sprachlichen Einheit gleich auf die physische Zusammen- Zur Klarstellung der Rassenzuge besondere der Schädelmessungen, ausserdem Semitische Sprachen haben hau .Südaraber (Sabäer), Phönicier, Aramäer, Al als semitische bezeichnet, weil man aus der gehörigkeit derselben scHliesst. Dem Schädelbaue nach anatomisch rassenreine Semiten sind nur die langschädeligen Beduinen und Araber, sowie auch die Phönicier. ־־(׳Cörrespondenceblatt der deutschen Gesellschaft für Anthropologie Jahrg. 1892.

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