Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 10. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
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77 wir früher z. St. gezeigt, schliesst den T-abschnitt. So gut 4! von שבח handelt, so gut ist dies bei T415 (— MS 4«) der Fall, und epenso bei MS2>, wie T4!s mit זה הכלל. MS21 ist ein sehr junger Bestandteil des Ganzen; Jer. z. St. setzt diese Mischna nicht voraus. Durch Scheb. 8» wird dieselbe unnötig, wie sie auch aus diesem Grunde in Ther., wenigstens in der Mischna, fehlt. So haben wir an mehreren überleitenden Stellen der Schlussabschnitte die Spürer und seiner Genossen bemerkt; 21, in R’s ftinem früheren Abschnitte stehend, ist, wiq Jer. beweist, amoräisch. Der vom Funde handelnde Teil 40—■1» (Letzterer als Schlusssatz genau zu erkennen) kennzeichnet sich dem ersten Blicke als ein Sonderteil. Und da zeigt uns T51 sofort R am Anfänge, und MS 4u ist, wie man stets erkannt hat und wir aus T57 erfahren, wiederum R, sodass er beim Auswählen dieser Sätze aus einem grössqrqn Halakhakreise (s. T zur ganzen Reihe) unbedingt tätig gewesen ist. Im Schlüssabschnitte haben wir ihn heben SbG arbeiten sehen, und die Ungewissheit der Fassung zwischen ברם רבעי und נטע רבעי zeigt uns, dass zur Zeit Chija’s und Simon bar RiLbbi s und wahrscheinlich noch viel später gejwisse Festsetzungen vor sich gegangen sind. Wir sehen den Traktat MS, der sich sdheinbar an Maasseroth anschliesst, aus A und A2 hervortreten; schon Josephus kennt MS reben Rebai stehend. Der Schwerpunkt des Ganzen aber liegt derart in S, dass allen Späteren nur die Nachlese bleibt. Da erst Jose MS, Challah, Orlah und Bikurim neben einander kennt, so muss der Traktat MS sich einst in anderer Umgejbung befunden haben. Das Widduj Maasser (MS 51״ ff) hatte f(1 seinen Platz in Sotah 7—9, welchen Teil in ״Ueber den Zsh. der Mischna“ I 75 vorzeitlich nachgewiesen haben; Sotah 7! wähnt Widduj Masser. (Vgl. ״Die S. 5.) Dort fand sich auch die Ursprung dem Widduj benachbarte Biccurimformel 3« cf Sotah 7.). Wohin weist uns MS sonst? MS 3״, wo MS unrein wird und man fragt, ob es ausgelöst und gegessen wird und vo? hat sein wörtliches Gegenbild Schekaljm 8«, wo das Gleiche bei hochheiligem Fleische den Fall fi (I ist und man fragt, wo soll es verbrannt werden? Und Schek. 87 stimmt wieder genau mit 1TMS 21c überein. In MS wird 4״ Geld, werden 41״, « Ge gefunden und es fragt sich, ob die Dinge ziehungsweise ihr Inhalt MS oder sonst heilig sind. — Die Ergänzung findet sic Schekalim. Man findet dort 7!, ., Geld,» Fleisch, 1 Vieh, 81 Speichel, , Gefässe, ein Messer; es tragt sich nun, sind die Dinge rein, unrein, heilig, Maassergeld etc., und gerade d i e Sätzen zeigt sich T MS 2״ sehr ähnlich. üher wir als er- Miscjhna“ »lieh 3icc. asse bewie 1 in sen Wenn MS Satzungen des Geldwechsels ״wegen der Wegeslast“ enthält (27—9 und öfter), so hat Schekalim das Gleiche (2! ff). Das wären Beziehungen zwischen MS und Schekalim. Die Mischnas MS 37—8 mit ihren räumliehen Bestimmungen finden sich ähnlich Erakhin 90—7 vgl. noch besonders T Erakh. 5!5. Das Ausbieten des Feldes Erakh. 7t, g, entspricht dem Ausbieten des MS 4^ ff. Zu MS gehört als den Armenzehnt bestimmend Peah 83—,; die En-Pochassinformel hat ihre Urquelle Erakhin 2. Besonders zahlreich sind die Beziehungen zwischen Schek. und Erakh. Schek. 13,3 73 und Erakhin 5! pfändet man die Säumigen. Schek 1« und Erakh. 83—7 werden streitige Vorrechte der Priester an den heiligen Gaben behandelt; Schek. 46 8 Erakh. 65 81 weiht man seine Güter dem Heiligtum; Schek• 6; -= Erakh. 5! - «sind Weiheformeln behandelt, die ein Gelöbniss enthalten. So gehören MS, Schek. und Erakh. einem Kreise an, und zwar einem grossen alten Schekalimtraktat, wie sich diese drei Traktate mit Schekalimgaben befassen. Wie Erakh. am Schlüsse von Levitikus steht, so nimmt MS von Lev. Ende seinen Ausgangspunkt, und Schek. gehört den verwandten Abschnitten des Exodus an. Und um unsere Auffassung zu bestätigen, dass MS einst dem Kodoschim- oder noch besser dem alten Moedseder angehörte, von dem unser ״Ueber d. Zsh. d. Mischna“ I handelt, heisst es am Ende von Schekalim: (Schek. 88:) ״Schekalim und Biccurim sind nur zurZeit des Temzels üblich; aber der Getreidezehnt, der Viehzehnt und die Bekhoroth sind jederzeit im Gebrauch.“ Dieser Satz zeigt, dass man weit über die Sedergrenzen hinaus zu denken gewöhnt war und dass man Seraim,' Moed und Kodoschim ursprünglich nicht getrennt hat. Maasser Behemah und Bekhoroth, die. Gegenstände des Bekhorothtraktats, finden wir denn auch am Anfänge von MS. MS ist ein alter Traktat. Bestimmungen, die man auf den sondernden Scharfsinn der Späteren zurückzuführen geneigt wäre, sind schon in A., zu finden und S gut bekannt. So die unbedingte Heilighaltung d.es MS, das zuerst nur eine der heiligen Gaben ist (S. 11, *, s). Der Genuss des MS ist der Art und dem Umfang nach Pflicht׳, die nicht durch Verminderung oder Beseitigung des dazu Bestimmten zu umgehen ist. Schon S streitet um halb ungeniessbare Dinge (21,s). Das MS-geld hat den Wert der Früchte und muss gleich ihnen behandelt und in seiner vorgeschriebenen Art als heilig bewahrt und benutzt werden. Von ferne winkt Jerusalem (33); schon bei S wird! Wipfel und Stamm eines Baumes Streitpunkt (37), ob man schon Jerusalen betreten oder nicht? Jerusalem selbst steht mit seinen Mauern und Oelbehältern davor, mit seinen Tempelzellen vor uns, und Reinheitsfragen aus f I