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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1909-01-01 · No. 9. (1909) · p. Seite 67

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
31 (1908-1909)
Issue
No. 9. (1909)
Date
1909-01-01
Page
Seite 67 (sequence 3)
Language
German
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67 kommt hier aber besonders der Mann in der Ehe angetastet hat. Sobald die Ehe, gerät auch der ganze soziale Körper in Menschen hätten die Tendenz, sich rasche־ ergab sich die neue, dem besonnenen Kapi erzeugen dürfe, als er unterhalten könne, päischen Kulturnationen im Laufe eine Vorschriften der Juden über das sexuelle und die Geburtenverhütung in Aufnahme. Wenn das berücksichtigt wird, jüdischen Frauenfrage ohne weiteres ein. gegen gab es keine Frauenfrage, so lange die bestehenden religiösen Vorschriften beacht »ten Betracht, der zuerst, wenn auch unabsichtlich, die •Heiligkeit lieser Elementarorganismus der Gesellschaft, erschüttert wird, Unruhe. Und es war Malthus, der zuerst aussprach, die zu vermehren, als die vorhandenen Nahrungsmittel. Daraus ־talismus entsprechende Moral, dass jeder;nur so viel Kinder Diese neue Moral nahm ihren Siegeszug durch die euro- Jahrhundert, sie zerstörte auch vollkommen die religiösen Leben und brachte dafür das späte Heiraten, die Prostitution so leuchtet die verschiedene Entstehung der christlichen und Bei der christlichen Bevölkerung drängte die Maschine, die Industrie die Frau aus dem Hause und entwurzelte den Mittelstand. Bei der jüdischen Bevölkerung da- Männer früh heirateten, und überhaupt die über die Ehe Jetzt greift die Malthus’sche Moral auch unter den Juden Russlands um sich, noch bevor dieselben eine Emancipation haben. Vor 900 Jahren wurde die Polygamie den Juden verboten und die Monogamie geheiligt, aber in der kurzen Zeit, in welcher sich die Maltfius’sche Moral einbürgerte, verlor die Ehe immer mehr ihren Charakter als soziales und pädagogisches Institut. Man sucht schon längst in Frankreich durch Stillprämien, Prämien für hohe Kinderzahl unjd auf dem Wege der Versicherung die kinderreichen Familien zn stützen, aber an einen wichtigen Helfer denkt der Staat noch nicht, an den Arzt. Nur diese r kann das namenlose Unglück verhüten, das entsteht, wenn ein geschlechtskranker Mann heiratet, oder wenn absolut heiratsunfähige Personen zur Ehe zugelassen werden. Ich glaube; meine Damen, hier als Genossenschaft mit Hilfe der jüdischeti Ich bin am Ende meiner Ausführ j auszuführen, ist eine Bedingung unerläss Jedes Mitglied ist gezwungen, für das Zi Auf solcher Grundlage wird es uns geling^ Kinder zu verwirklichen. Es sfc könnten die jüdischen Frauen Segensreiches bieten, indem sie Aerzte das Ehestiften selbst in die Hand nehmen. ngen. Um die Vorschläge, welche ich gemacht habe, praktisch ich, nämlich der Grundsatz des genossenschaftlichen Zwanges, iel der Genossenschaft einzutreten, so lange es Mitglied ist. n, die jüdische Gemeinschaft zu erhalten und das Wohl unserer Jm Jahre 1877 1880 1885 1890 1895 1900 1901 1902 1903 über un 5י Jahre alt 15 Christen e alt überhauP■* t;r Jahn 302125 1 363577 665702 316102 j 370 328740 i 381!12 686314 954 710694 336616! 3745• j 321137 362 363585 344648 33 711149 905 . 684042 375 369 348262 | 223373 671635! I 348380 | 353p21; 702301 rben in Preussen Juden über unter . 15 Jahre alt 15 Jahre alt 1,berhaupt 970 j 739555 j 928 I 713675 2696 * 6295 4038 4503 5868

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