Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 6. (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6492408-6582231-8771061--3740-4858811- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 45 — S Einiges über Haasser scheni. Von Rabbiner Dr. L. A. Rosenthal. Wo aber ist der Armenzehnt hingekommen, der doch der Schriftordnung gemäss (Deut. 14>» gehört zu 14!* auch 261! als Widduj Maasser) hie ־hergehört hätte? Der ist der sachlichen Gleichheit zuliebe nach Peah ff versetzt worden. Man war gewöhnt, stets .5) מעשר עני לקט שבהה פאד. Peah 8! und öfter) zusammenzudenken und zusammen zu nennen. Und sprachlich ist zu erweisen, dass diese Satzungen eins: zusammengestanden haben: פוהתין ps* — so heisst es Peah &>und87 vom Armenzehnt und 1* von der Peah selbst, und diese Formel hängt stark mit Erakhinll und Schekalim 5! zusammen. Alle anderen אין פוהתין gehören Ursprunglieh zu Erakhin, das Schekalim verwandt ist, und schon oben haben wir an mehreren Stellen die Beziehungen von MS zu Erakhin und Schekalim beobachtet, so dass, was sich mit ihnen deckt, auch leicht von MS gilt. So waren einst die Armengaben mit di;sem Gebiete verbunden (S. Schek. 5! in dem ואין ׳;!־שין twt^;\x-satze הציבור - i,.. — בממון פהות משנים was sich auf die : beiden Sammler der Armengaben Peah ' 86 bezieht, und ausserdem, die לשבר j השאיט Schek. 5;, vergl. ״Die Mischna“ Peah §7 und S. 50, ausserdem ״Leber den Zsch. d. M.“ 1. S. 73—75 das Einmünden dieser Sitzungen in den jlten Moedseder A). Peah seinerseits fängt mit dem Maasserothkreise, dem auch MS angehört, durch die Regel Peah 14 (= Maass. P) « 4׳7 ,52 א ,ז; (Kerem 1 Rebai MS 53!) zusammen unc ist daraus hervorgegangen (s. o. a. a. O.), hat also die Satzungen des Armenzehnts mit sich genommen. S. auch M551«. Ursprünglich stand der Armem ehnt also hier, der Schriftordnung genäss. Eine, einzelne Wendung aus A|t ist . 4!היין שקרם ופירות ישהרקביו ומעות שהחליאו. T 210—י zeigt uns die TOn-miscljinas, welche MS mit Hekdesch vergleichen und sich begrifflich ähnlich finden, in ErakH. III, wie in Chag. III. Um in A2 über das Gebiet blosser Vermutungen hinauszukommen, gehen wir auf S über, das schon selbst eine alte Quelle ist und nur aus A* hervortreten kann. Vielleicht kssen sich aus S Rückschlüsse auf A* machen haben wir MS 23,1,7,8,9 =: T21,5. 3«,7,9,1*,13 T2!1,1!,1n—13 4s T 41s 53,0,7 517. T hat ausserdem nach 413—20 ע nabhängig von der Mischna als Anhang an Mischna 53.; Eine stattliche Reihe von Satzungen, die unseren Traktat als alt kennzeichnen; siefinden sich ebenfalls in T, und zwar in gleicher Ordnung wie in der Mischna. Und dabei gehört 23,4, wo die Frage der Verunreinigung von MS behandelt wird, nach unseren früheren Erörterungen zur Reihe 3!• ff. deren Zugehörigkeit zu I und demnach wohl auch zu Anfang II wir dort dargetan haben; die Früchte ziehen 2■ durch Jerusalem, was als Voraussetzung der Reihe 39 vorkommt 3■—». Das ist kein Wunder, da R. Simon 2! jene Mischnas hierhergezogen hat zum Belege für seine Ansichten, so dass wir den Teil MS 2*—* als Einschiebsel in die Masse 21—5 erkannt haben. 27,0,9 hat S Bestimmungen, wie weit man die MS-summe in Grossgeld wegen der Wegeslast umsetzen darf — sie gehören also zusammen (man vergleiche im verwandten Traktat Sehekalim 2, die Umwechslung der Schekelmünzen in Dareiken ״wegen der Wegeslast“.) MS 30 durchziehen irrtümlich Früchte Jerusalem — muss ihr MS zürückgebracht werden? 27 Wo beginnen die massgebenden Raumverhältnisse Jerusalems? 29 Wenn das MS nunmehr in Jerusalem unrein wird, muss es ausserhalb nach der Auslösung gegessen werden? Oben war man auf der Reise, hier ist man in der Stadt, in dieser Reihe behandelt S das Verhältniss der Früchte zur Heiligkeit Jerusalems. Hier wo wir 23,* hergewünscht hätten, findet sich das Verhältnis der Gefässe zum MS, eine Satzung, welche wir gern 13 ff gesehen hätten, wie die ganze Reihe 3״ ff ein Spiegelbild von I ist. MS 4» setzt sich המניח איפר genau an Schamai 2» יניהנו בחנות an, wie das nach II hier versprengte Misch napaar 23,4 ebenfalls ausser S noch Schammai nennt. 4s und 23,4 sind also Sondersatzungen von S, durch Tannaitenamen alseiner besonderen Hand gehöriggekennzeichnet, während die anderen Stücke eine Reihe bilden. Vgl. Ed. 13—>0. S. zu MS war also als erkennbares Ganze vorhanden, und zwar konnten die Schulen an die Pflicht anknüpfen, MS unbedingt zu essen und nicht zu verwerten; es selbst 1m unreinen Zustande zu verwerten; auf das Verhältnis zu Jerusalem zu achten. So setzen sie also I und 21 als A! voraus, ebenso 35a 7a und. 8, was uns schon früher als zusammenhängend erschien; so erklärt sich 3־«. Wie aber 27—9 ihr Spiegelbild in Schek. 21 finden, so 389 (MS ist verun reinigt, wie soll es gegessen werden?) in Schek. 86 (Opferfleisch ist verunreinigt — wo soll es verbrannt werden?) 312,13 setzen sie das Gebot des vollen MS-Genusses, wie er sich I und 2! findet, voraus. Ebenso 4s, wo die'heilige MS- Münze, die an Stelle der Frucht getreten, in