Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 2. (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 3)
- Language
- German
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id Ererbten in der Uebung selbst gleichgültig sie kämpfen für deren Erhaltung. Und nebeJi die das Ganze in Geist und Lebensübung opfer Und was Sie mir aus Ihrem ״Fre stimmt ganz zu diesem Bilde. Auch da wi gebrochen; ebenso über die äusserste Rechlje Das prophetische! Den Kern, ni Sabbatruhe. Und nicht nicht die O r t h o d o werden. Von anderer Seite: Formen leben anderer Seite: Verlegt den Sabbat auf den So^i Die Einheit bleibe erhalten! — Da haben Sie und wider. 11 gegenüberstehen, wollen sie nicht, dass sie schwinde, und ihnen steht die durchaus nicht machtlose strenge Rechte, voll und überzeugungstreu verteidigt. sinnigen Verein für jüdisches Gemeindeleben“ geschildert, über die frühere lediglich verneinende Reform der Stab Was will man nun statt des talmudischen Judentums? ht die Schale! (Ein novum!) Gott, Menschenliebe, i e, sondern die Gleichgültigkeit soll bekämpft 1m Volksbewustsein und sind nicht zu bekämpfen! Von ntag! Von mehreren Seiten: Der Sabbat ist unantastbar! inmitten der Freisinnigen selbst lebensvolle Kampflust für Es ist, wie Sie sehen, von einem Rede; wo man vor 100 und vor 80 Jahren s hat sich verwandelt, und die Uebung ist sc An sich dürfen wir es durchaus nicht men. Hätten wir eine lebensvolle Wissenschdf würde bei uns eine neue Schrift über Bibel u es entsprechend in der christlichen Theologie das jüdische Schrifttum, gleichviel, von wem todtzuschweigen oder ungeprüft zu verurtei e annehmen. Da aber wissenschaftliche Parteien mit dem Sammeln und Ordnen des Vorhandeh nicht leben —, so müssen wir noch sehr zufrf im Judentum noch vorhanden sind. Wenn schildern hören, dann stimmen Sie nicht zu s Streit Wie sieht es aber mit religiösen wir z. B. — Aber der Mann mit der Schelle Rückständigen gehören! Bis nächstens leben grundsätzlichen Vorwärtsrücken im Meinungskampfe keine and, da steht man heute noch —nur das Leben selbst twach geworden. 1 jedauern, dass diese Parteifragen gar nicht ,zur Ruhe kom- 't, deren Kernfragen den weitesten Kreisen bekannt wären; td Talmud mit derselben Spannung erwartet werden, wie der Fall ist; würde man bei uns neue Auffassungen über kommen, als etwas Willkommenes begrüssen, statt sie n, so würde unser Parteileben eine ganz andere Gestalt sie bei uns unmöglich sind und wir uns im weitesten Kreise en begnügen —, davon kann eine Gemeinschaft geistig eden damit sein, dass diese Zeichen des Geisteslebens Sie von Jemandem den Streit der Geister als verderblich ן;hr zu und denken Sie an Lessing. punkten in ausserjü’dischen Lagern aus? Kommen erscheint und ruft! Mein Zug geht! Ich darf nicht zu den Sie wohl! Vorwärts! wie auf allen Gebieten! — David Kaufmann. (M. Brann: David Kaufmann, gesammelte Sihriften. erster Band. Frankfurt a. M. Kauffmann 1908.) (Ml und 393 S.) David Kaufmann! Mit einem Mal uns, als wir Fernstehenden Dich je im Le Freundeshand auf Dein Grab gelegt und doch beleben. Absichtslos schilderst Du durch ihre licht hast, da lag Dein ganzes Selbst darin, Deines innersten Wesens. stellst Du vor unseren Blicken und sprichst unmittelbarer zu ben haben reden hören. Vor uns liegt eine Gabe, von dem Leben angehörig, dazu bestimmt, Dich dauernd zu Mühe Dich selbst. Denn wo Du irgend etwas veröffentdas Kleinste wie das Grösste trug und trägt das Zeichen Die Gesellschaft zur Förderung der W Standes und der Herausgeber einen ganz bes von Karpeles besorgten Ausgabe der Steintha sätze, welche der Sprachforscher und Völker Judentums“ veröffentlicht hatte, sind von der das Ergebnis eines langen Lebens vor uns welche das Judentum von verschiedenen Seite Seite, welche darin hervortrat, während das thal nur in grossen umfangreichen Werken n mit welcher der allseitige Gelehrte trotz man Glauben seiner Väter gern Opfer brachte. Hier, bei David Kaufmann, ist es Brati Genossen, des einstigen Mitherausgebers de[ weiteren Bänden nachkommen. Dazu ist der ssenschaft des Judentums hat hier in der Wahl des Gegencjnders glücklichen Griff getan. Das Gleiche war in der ’sehen Aufsätze über Juden und Judentum der Fall. Auf-!Wissenschaftler zumeist in der ״Allgemeinen Zeitung des en Redakteur herausgegeben worden. Bef Steinthal liegt die von Karpeles gebotenen Aufsätze boten Streiflichter, n beleuchteten. Aber es war mehr die volkstümliche schwere wissenschaftliche Gut seines Lebens von Steinifedergelegt worden war. Man freute sich dort der Treue, :her abweichenden Ansichten den Erinnerungen und dem ✓ n, der zunächst kleinere Arbeiten seines dahingegangenen Monatsschrift, erscheinen lässt. Anderes soll in zwei Nachlass Kaufmann’s unter Beihilfe seiner Witwe benutzt