Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 1. (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Christentum und Sozialismus, das eine die V e r g a n g e n h e i t, der ändert׳ sätze bleiben. Die alte Religion bekämpft Denn eben die Welt, die das Christentum gläubigen und Freisinnigen selbst besteht Unterschied. Das Urchristentum der Neu? der Kirchenlehre zurück. sind die Schlussfolgerungen, befehden sich in der Welt; das e die Zukunft bedeutend. Diese Mächte müssen Gegendie neue, die wiederum vom Sozialismus bekämpft wird, rür nichtig hielt, ist der Neuesten Stolz. Und zwischen Altin der Kirche kein innerer, sondern nur ein stufenartiger n ist eine Selbsttäuschung, und kaum bleibt eine Spur von Was aber jene Zeiten des Urchrist|e Stimmungen, wie sie in den Neuesten Vorzeitlichen am nächsten. Kann jenes W sich stark fühlt, wird er selbst zur ges das besitzen die Neuesten als Schriftsteller dass Eifer und Begeisterung für das wahrlp witternd und findend, mündet Verf. zuletzt ntums begeisterte, das waren nach Kalthoff-gleiche Lebensleben. Nach Geist und Gesinnung stehen die Neuesten den ort in die T a t umgesetzt werden? Sobald der Sozialismus etlichen Gemeinschaft und verknöchert darin. Was ihm fehlt, und indem sie stets zum Kampf wecken, sorgen sie dafür, aft Gute und Edle nicht verschwinde. Ueberall Herrschsucht bei seinem Ich, und so +cdTm er das Salz der Erde werden. Ein merkwürdiges Buch — eine gesetzt, was wir sonst gewöhnt gewesen gegangene Verfasser ein Mann des Gotte^l Laienpredigten einen Teil seiner Betracht!! Freisinns gegen die Altgläubigkeit, kein zu bemerken - was nur an Aehnliches ja, alles, was an ein Bestehendes in Welt Zustande unbestimmter und unbestimmbar( über, dem nun die Zukunft anvertraut we e genartige Welt, die wir da durchwandern! Allem entgegen- 91'nd, als massgebend anzusehen. Und einst war der dahinhauses, der Kanzel; ein Freisinniger, der in der Form von ngen geboten hat, redet zu uns. Hier ist kein Kampf des mpf um das Mehr oder Weniger an Glaubensformenmehr!•innert, wird als überwundene Altersweisheit zurückgelassen; und Menschheit mahnt, steht als entwertet vor uns in einem r, gewaltsam erzeugter und genährter Empfindungen gegenf^den soll. K11 Es ist nicht ein Geschlecht unglüclfl Kinder so alles von sich werfen. Das Freiheit — da waren es eben diese best׳ Nehmt die grossen ganzen Gen1einschafte!| Jahrhunderts, wo der Einzelne tatsächlich Neue staatliche Kämpfe brachten sofort d der Mensch sein eigen nennen!“ Das De נ als das geworden ist, in welchem dies Z anderen Bestrebungen in sich vereinigte Ganze die Blicke nun weniger auf sich und müht sich nun vergebens ab, von den es anders, als sich das Griechentum ווו en. Wir Juden können dies Buch Heiligtümer in!Zukunft zu fürchten brauch uns einseitig dem Lebensgenüsse geweiht, wie man bekanntlich im Kusari am bester welche die Neuen erwecken — vergessen Geistesgut mit wach bleiben zu lassen, uns lebendig werden und bleiben, dann w mal, aus unserer Hand die Stützen dt: Weshalb ich nun auf dieses Buch ln jüngster Zeit macht man im Ju geht man auf gewaltsame Abtragung eine; Gefährlichkeit nur in der eigenen Einbild heute zu beseitigen, was nicht schon Opferung dazu, gegen das im Bewusstse aufzutreten — denn die Mächtigen sind ja Innere Kämpfe um die Erneuerung des im Absprechen über die höchsten Dinge Bewältigung irgendwie bewundernswert dazu notwendig sein, die Grundlagen des Eigenart ist yorauszusetzen, wenn man Je das sich ja aus dem Bewusstsein auch Fragen der Gegenwart anwenden, so das Und der Monismus. — Aber ich merke, dass ich auf meiji Ihrigen. Gestatten Sie mir — Sie g schliesse und!die Feder ausspritze. Mit diesem Tröste leben Sie woh L ich Kämpfender, es ist ein Zeitalter grosser Erfolge, dessen en die Väter nicht, da ■sie kämpfen mussten für Einheit und dhenden Verhältnisse, für welche sie eintraten in den Kampf. 1 fort, und ihr habt den unwürdigen Zustand des achtzehnten das ״politische Lied“ verabschente und frei sein konnte, e fortgeworfenen Heiligtümer zu Ehren, denn ״etwas muss tschland, das nach der Einheit strebte, war ein anderes iel erreicht worden war. Jenes hatte ein Riesenziel, das alle dies scheint nach einem solchen zu suchen. Da das zieht, ist der Einzelne das Mass aller Dinge geworden alten Gestaltungen abzukommen und neue zu suchen. War seinen grossen Zeiten abkehrteV aller Ruhe lesen, ohne dass wir für die Bewertung unserer Weder haben wir je grundsätzlich dem Leben entsagt, noch sondern beides echt menschlich in uns zum Einklang gebracht, lesen kann. Wir dürfen uns an allen Trieben mitfreuen, wir .nur den Trieb nicht, unsere Wissenschaft, unser altes Die weite Welt der Bibel und des Talmud soll und muss in rd auch die Zukunft, wenn es nötig ist, wie schon eins Weltalls empfangen. hin weise? ientum ein ganz ähnliches Gesicht; mit dröhnenden Schritten Baues aus, der schon längst kaum mehr besteht, und dessen ungskraft vorhanden zu sein scheint. Was haben wir noch beseitigt wäre? Keineswegs gehört in unserer Mitte Selbst- ן oder besser im Gefühle der Meisten noch Bestehende nicht die Gegn e.r, sondern die Gönner dieser Kämpfer. Standpunktes sind heute, wo Jedermann aus dem Volke es uns zuvortut, gewiss auch nicht zu vermuten, um etwa deren rscheinen zu lassen. Und sollte heute Eigenart des Geistes Judentums zu entwerten? Weit mehr Selbsständigkeit und manden die Fülle des im Judentum an Stoff uns Vorliegenden, 4er Berufenen schon verloren hat, auf die brennenden Alte beleben und dadurch das Neue frisch beleuchten sieht. . e Lieblingserörterungen komme — keineswegs jedoch auf die ejstatten es ja nur zu gern — dass ich mit diesem Gedanken und vergessen mich nicht! 1