Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 10. (1907) · p. Seite 125

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 10. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 125 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/6492408-6582210-8771050--3633-4858717
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 125 — den dessen Thron so ganz und gar von abhängig war, seine Umgebung nicht Kaiser beliebte Geheimhaltung erklärt warum römische Quellen von dieser dem Rabbi nichts direktes berichten. Römern dieses den Juden natürlich hö^i gleichgiltig gewesen sein. Aber eine seiner Umgebung mag auch der Grüne den Juden in ihrer Gesamtheit keine Wendungen gemacht hat, was bei den freundeten Kaisern wohl der Fall war, Quellen bezeugen. ln diesem Zusammenhang möchtfe ment hinweisen, das trotz mangelnder 1 als alles andere beweist, daß diese fr 2 stattgefunden haben. Im Talmud wird man dem hause Rabbis, vor allem leichterungen in religiöser Beziehung i am Hofe zugestanden habe. Man hät Spiegels gestattet, der sonst als Förden des Hochmuts verpönt war, wie mar Art der Haarfrisur und vor allem die Sprache erlaubt hat. Religionsgesetzll immer eine bestimmte Veranlassung zu hier gibt uns der Talmud die Veranlass; Wir kommen nunmehr zu: III. Verhandlungen in privaten Angelegenheiten. wi Nach dieser Seite hat uns der Ta aber doch eines, das entschieden auf eir zuführen ist. Der Kaiser Mark Aurel war, wie tungen“ ersehen, ein äußerst liebevollei־ ung seiner Kinder treubesorgter Vat« Midrasch zur Erklärung des Verses: Israel her des Nachts mit einer Feuerst auf eine Mitteilung des Rabbis Bezug, im Beisein seiner Söhne mitunter bis ti gesprochen habe. Nachdem er den nahm er die Lampe und leuchtete sein£ Reiches wollten das an seiner Stelle tu dies selber zu tun, weil er damit sein weisen wollte. Dieser liebevolle Vater erzählt der Talmud, eine Tochter Gira Lebenswandel führte. Der sittenstrer Vater habe nun nach Art asiatischer steht, daß sie sich nicht selten einer dienten, — chiffrierte Depeschen gab es — eine ״Ranke“ an Rabbi gesandt, ״gar — gira“ ist, ein Namen, der aber de־ Soldaten, den Prätorianern, reizen wollte. Diese vom uns aber auch zur Genüge, Freundschaft des Kaisers mit An und für sich mag den hst wichtige Verhältnis ganz gjewisse Scheu und Furcht vor sein, warum dieser Kaiser politischen Rechte und Zulachfolgenden mit Rabbi be- Wie dies auch die römischen ich vor allem auf ein Monichtjüdischer Quellen mehr undschaftlichen Beziehungen uns nämlich erzählt, daß den Damen mannigfache Er- Hinblick auf ihren Verkehr ihnen die Benutzung des ungsmittel der Eitelkeit und ihnen auch eine besondere Erlernung der griechischen iche Zugeständnisse müssen r Voraussetzung haben und ung direkt an. mud nicht viel zu berichten, en historischen Kern zurückr aus seinen ״Selbstbetrach- , zärtlicher, für die Erziehr. In der Tat nimmt der ״Und der Ewige zog vor ule, um ihnen zu leuchten“, der erzählt, dass Antoninus i sf in die Nacht hinein Recht *ichterstuhl verlassen hatte, n Söhnen. Die Großen des 1; allein er bestand darauf, en Kindern seine Liebe behabe nun aber dennoch, so gehabt, die einen unsittlichen ge, tugendhafte kaiserliche ־ürsten, von denen es festgeheimen Zeichensprache be- ]damals natürlich noch nicht! en Namen im Aramäischen auch bedeuten kann: ״Gira

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.