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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 8. (1907) · p. Seite 101

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 8. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 101 (sequence 13)
Language
German
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— 101 heute kein Heldenstück und führt dem Verständnis nicht näher, bietet vielmehr Veranlassung zu allerlei herablassenden Vergleichen, die schon deshalb zu Ungunsten der Mischna ausfallen müssen. Und noch eins berechtigt mich zu höheren Forderungen an Fiebig: Er hat 1903 als No. 36 der Mohr’schen ״Sammlung gemeinverständlicher Vorträge“ einen Aufsatz ״Talmud und Theologie“ veröffentlicht, der für uns nichts Neues enthielt, wohl aber mächtige Forderungen an die zukünftige Talmudiorschung enthielt und die jüdischen Forscher am liebsten ausgeschallet halte. Daß er uns jetzt zum Urteil über seine Mischnatraktate ganz besonders heranruft, das ist uns eine ganz große Ehre. In jenem Vortrage sagt Fiebig u. a. S. 10: ״Das Genauere über die Einleitungsfrage ist noch nicht untersucht.“ Und dazu (Anm. 1): ״Vgl. d. Mischna, Aufbau und Quellenscheidung von Dr. L. A. Rosenthal.“ Ist ihm mein Buch nun ein Beleg für Untersuchungen oder für das Nichtuntersuchen? Bei seiner Vorliebe für jüdische Forscher nehme ich das Letztere an; er wird doch wohl nicht etwa unten ein Buch nur nennen, das gerade den von ihm für wichtig gehalteneu Gegenstand behandelt? Nun, er kennt mein Buch nicht; das beweist sein Berakhoth. und ich darf mit Recht darauf Schritt für Schritt hinweisen. Gebe ich doch meine Ergebnisse nicht für ״wissenschaftlich endgültig“ an, aber sie sind da, in schwerem Kampfe errungen, und es verdenkt mirs Keiner, wenn ich beweise, daß ihre Nichtbeachtung nicht vorteilhaft ist. Fiebig hätte daraus Vieles ersehen können. Und daß ich selbst das sage, hat seinen guten Grund. Ich scheue die Erörterung nicht, ich will sie um jeden Preis, in ihr sehe ich die einzige Rettung für die talmudische (und für jede andere) Wissenschaft. Wenn ich nun darauf angewiesen bin, auf meine mischnischen Arbeiten unbescheiden selbst hinzuweisen und unj willkürlich von diesem Standpunkte aus : weitere talmudische Veröffentlichungen! zu betrachten, so wird mir doch von einer Seite der Nachweis, daß das ialsch ist, geboten werden, dann haben i wir den heilsamen und soviel gefürchteten Thorakampf. In diesem Falle ist! die Erörterung ein Kampf für den ן jüdischen Forscher und die jüdische Forschung. Angenehm ist sie nie,; 1t abejr frische Luft, wenn auch eisig, sie uns zu und belebt die Geister. , was die Hauptsache ist, sie führt den Allgemeinheiten zum Gegennde, zum Bcsondern, wo das und die Entscheidung nur liegen!1! Gern geben wir zu, daß die Vorhe mit dem neuen Testament ihr egendes und Belehrendes haben; die hinter Berakhoth folgende nie- ::;e Ucbersetzung der fiauptgebete Kenntnis derselben weiteren Christn Kreisen vermittelt. Zu rechter rdigung des jüdischen Geistes und Empfindung kommt Fiebig aber n, wie etwa S. 21, Anm. 2. Er muß Stoffe voreingenommen gegenüberl)en, damit das Licht nicht auf die sehe Ueberliefcrung falle. we Und vor Stil He k.u n'׳• An dal: trist: die liehe; Wü der selte dem ste jiid 1) 2) 3) zur auch 1:1ha gang ebe Duh mia brec unbe Jeremiaerklärer. D. Carl Heinrich Cornill. Das Buch Jeremia. LII und 53.־, S. Leipzig. Tauchnitz. 11 Mk Friedrich Giesebrecht, Das Buch Jeremia Uebersetzt und erklärt. 2־. völlig umgearbeitete Aufläge. Göttingen, Vandenhoek und Ruprecht 1907 XLI und 259 S. (Handkommentar zum a. T., herausegeben von \V. Xowaok. Zum gleichen Sammelwerk gehört und im gleichen Verlag ist erschienen I -Öhr, Klagelieder, s. 4. Nummer) 7 Mk., wozu auch die Klagelieder bezogen werden können. Gebundeu Beides 8 Mk., Hlblbd. 9 Mk. D. Bernhard Duhm, Das Such Jeremia. (Im kurzen Handiommentar zum alten Testament,!erausgegeben von Carl Marti.) (Schluß). Ihrer Stellung zur Septuaginta- und metrischen Frage entspricht denn die Stellung dieser Forscher zum t des Jeremiabuches. Cjornill stellt gegen Duhm den Einim Wesentlichen wieder her, hat riso den hoseanischen Ton von 2 erkaint und daran (man denke an die!n’sche nache.xilische ״Predigt‘׳) Jereselbst; 3 ist ihm (während Gicse- 11t es auf Barucli zurückführi) die dingte Fortsetzung des Vorher

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