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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 8. (1907) · p. Seite 95

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 8. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 95 (sequence 7)
Language
German
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— 95 - werden konnte. Hadrian hatte die verboten. Dieses Verbot wurde erst Pius, der von 138—161 herrschte, bringt Rabbi Jehuda schon bei sein Antoninus in Verbindung, der, ungefäh Zeit von der Mutter Rabbi Jehudas g durch Vertauschung beider Säuglinge s möglich geworden. Wir werden spä: würdigen versuchen. 3eschneidung bei Todesstrafe durch den Kaiser Antoninus Wieder aufgehoben. Die Sage er Geburt mit einem Kaiser r gleichzeitig geboren, längere g :nährt worden sein soll. Nur gei Rabbi Jehudas Beschneidung er den Kern dieser Sage zu Rabbi Jehuda entfaltet nun, Patr arch geworden, einen solchen Glanz und erscheint in so ausserordentlicher Macht und Grösse, es umgibt ihn in den Berichten der Nimbus eines aussergewöhnlichen Reichtums, der ihn in Verbindung mit seiner grossen Gelehrsamkeit und unvergleichlichen Gesetzeskunde zu einem derart grossen Ansehen bei seinen Zeitgenossen emporh :bt, dass wir auch ohne direkte Berichte auf die Vermutung kommen müssten, dass hier ganz besondere Umstände obwalteten, die dem Vertreter der niedergeworfenen, verachteten und geschmähten jüdiscien Nation zu solcher Aus- Zeichnung verhalfen. Da künden den ו die Quellen, dass neben dem grossen Werke der Sammlung und Redaktion der Mischnah es die Freundschaft mit dem römischen Kaiser Antoninus gewesen sei, die das Ansehen und den Ruhm Rabbi Jeh-idas begründeten. Die Quellen sprechen von einem Antoninus ben Asverus und einem Asverus ben Antoninus einerseits, andrerseits von einem älteren und jüngeren Antoninus, die mit Rabbi verkehrt haben. Es sind im ganzen acht römische Kaiser, die den Namen ״Antoninus“ führen, ohne dass sie alle auch der Familie der Antoninen wirklich angehörten. Es hat die von Selig Cassel auf Grund einer Aeusserung eines zeitgenössischen Schriftstellers ausgesprochene Vermutung viel für sich, dass der Titel Antoninus, ähnlich wie der Titel Caesar und Augustus, damals die Kaiserwürde bezeichnete. Sicher ist aber auch, dass mehrere der den Namen Antoninus tragenden Ktiser sich als Verwandte der Antoninen ausgaben, eine nach römisc tem Recht mögliche Adoptation durch die verstorbene Antonine für sich Vornahmen oder von anderen als Antoninus-Nachkömmlinge untergeschoben wurden. Das ersterc ist für Septimius Severus bezeugt, da:5 andere ist bei Antoninus Heliogabalus und Alexander Severus cer Fall. Von Antoninus Pius (138—161) abgesehen, der starb, ehe noch Rabbi Jehuda erwachsen war, können nachfolgende Kaiser, cie sich Antoninus nennen, für den Verkehr mit Rabbi in Betracht der von 161—180 regierte; 2.Septimius[ Caracalla 211—217; 4. Heliogabalus 218—222; 5. Alexander Severus 222—235. — Alle diese Kaiser hielten $ich sehr lange, majtche wieder holt, im Orient auf, um Krieg vor Römer, die Parther, zu führen. Es ist bei ihnen also die lokal Rabbi gegeben. Allein die Regierung Jehuda I. nicht mehr erlebt. Es bleitj׳ unsere Betrachtung übrig. kommen: 1. Markus Aurelius, Severus 193—211; 3. Antoninus allem gegen den Todfeind der : Möglichkeit des Verkehrs mit der beiden letzteren hat Rabbi en also nur die ersten drei für

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