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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 7. (1907) · p. Seite 81

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 7. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 81 (sequence 9)
Language
German
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— 81 — Joseph Albo und Isaak Arama gering;schätzen, die im Zeitalter der spanischen Glaubensgerichte die Leuchte einer sehr tief und ernst sichtenden Wissenschaft emporhielten? Wer waren diejenigen, welche Uriel Akosta und Spinoza p]1it dem Banne belegten? Ursprüngliche Marranen, welche die nicht loswerden konnten und das Be richter in Amsterdam anwandten. Und hatten sie im freien Holland nicht die Schicksale eines Hugo Grotius und Oldenbarnevelt vor Augen? Wie es sich christelte, so jüclelte es sich. Ganz anders haben in ähnlichen Fällen Männer mit altjüdischer Gesinnung entschieden, wie Chacham '־־־״' J ' — '','י ' Geistesfreiheit vertragen konnte und Hilfe rief. Daß die vormendelssohnsche Zeit das Judentum so weit von allem außerjüdischen Wissen absonderte, lag nicht im Judentum, sondern in dem Drucke der Außen Schranken emporsteigen ließ. Die Zewi, der ein gutes Stück licht so leicht den Bann zu weit, die immer höher die;efardischen Juden, die in besseren Verhältnissen lebten, haben die wissenschaftliche Berührung mit der Außenwelt ja nie aufgegebejt. (man denke an Luzzatto) nahmen an Es wird also unter allen Gemeinschaften wissensfreiheits feindliche Richtungen zum Zwecke Nicht danach kann man ihren Geist dem gesunden Widerstande, der sich war das Judentum groß. In seinen der Selbsterhaltung geben, beurteilen; wohl aber nach dagegen geregt. Und darin verschlossenen Judengassen as man das fromme Buch der ״Herzenspflichten“ Bachja’s, dessen Vorrede das alte Wort enthält: ״Ein Freund ist mir Plato, ein größerer die Wahrheit“, und der späterhin die Weltbetrachtung, die Betrachtung der Wirklichkeit, de־ Schöpfung empfiehlt, um Gott kennen zu lernen; da.las man David Gans’ Geschichtswerk ״Zemach David“; da lasen die Frauei im Jargon den Josippon, ja, den Chisak Emunah mit seinen g:. keiten, die so nahe ans neue Testammt heranführten. Begierig griff man nach Lehrbüchern der Raun- und Zahlenkunde. Einjndexwar im Judentum so aber wirken konnte er nicht. Wi l fernerhin nicht, insofern er entstehende Werke erstickt und die Erörterung als friedensfeindlich verbietet. Uns kann nur die Wissenschaft ohne Rücksicht und Heijnlichtuerei, in ihrer ganzen Kraft und Entschiedenheit fördern. Besprechungen. Die Schönheit der Bibel von Aug. Wünsche. 1. Band: Oie Schönheit des alten Testaments. Leipzig. Verlag von Eduard Pfeiffer. 1906. X u. :18 S. 8 Mk., Leinenband 9,50 Mk., Halbpgbd. 10 Mk. c 1g herijei Werk eine vieleh Jahrp ein den von gesti Selbst ihre Kabbalisten allgemeiner Bildung teil. 1' Eine reife Frucht langjähriger Arbeit,!! würqig seines Autors und dessen bisr Schriften, liegt in dem obigen e vor. Es gewährt dieses Buch wahre Herzensfreude, und nach den Schlägen, die in den letzten n gegen die Bibel geführt wurden, geradezu erhebendes Bewußtsein, ästhetischen Wert der hl. Schrift so berufener Seite ins rechte Licht zn sehen. ״Goldene Früchte in :1111t v

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