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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 2. (1907) · p. Seite 17

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 2. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 17 (sequence 5)
Language
German
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I — 17 Dass gerade gelegentlich des vl Auslassungen kommen, zeigt nur, wie gäbe seines Vortrags auf uns gewirl schöne Zeit vor 70 versetzt — er, und das Alles in Verbindung mit Treit begeistert gehaltenen, wie sachlich empfehlen, die eine gleiche Wirkung au Reiche wiederum eine Zeit so begeisr Einheit wünschen. rliegenden Vortrags wir zu diesen tark Marks durch iie treue Wiedert hat. Er hat ins mitten in die hat uns die Jahre nachher gezeigt, chke. Wir können diesen eben so abgetönten Vortng allen denen sich verspüren wallen und unserem rten Hinstrebens aller Kräfte nach Besprechungen. D. Dr. Eduard König Moderne Anschauungen Uber den Ursprung der israelitischen Religion, in Vorträgen von Lehrern und Lehrerinnen erörtert. LangeDsalza, Hermann Beyer & Söhne. 1900. 63 Seiten. 80 Pfennige. Was ist die Religion Israels? Eine von den Vätern ererbte, aus dem Gottesbunde mit Abraham zum Segen der Menschheit geflossene, welche die Gotteseinheit, die ßildlosigkeit, die Heiligkeit Gottes lehrte , und in ihren Zukunrtszielen allgemeinj menschlich war. Das Hervortreten begeisterter Verkünder war ihr eigen. Sie beginnt mit Abraham, entfaltet sich mit Moses, die Erkenntnis Gottes wächst mit den geschichtlichen Erfahrungen, auch der Begriff des Gottesreiches vergeistigt sich, die Verehrungsstätten Gottes erfahren eine Entwicklung. Diese König’schen Voraussetzungen dürften denjenigen selbstverständlich erscheinen, die den Zeitfragen über unsere Religion fernstehen. Verfasser zeigt aber bald, daß er so gegen den Totemismus in Israel, gegen die Annahme, die althebräische Religion sei aus der Ahnen- Verehrung erwachsen oder aus dem Fetischismus, auftreten muß, wobei er sich mit Recht auf das stete geschichtliche Bewußtsein Israels und der biblischen Bücher beruft. Der Auszug aus Aegypten ist trotz Winkler eine starke Tatsache, von einer anerkannten Volksreligion, die mit dem Götzentum zusammengehangen, findet König keine Spur. Sollte das Wesen des Semiten diese Lehre durch seine Neigungen zur Vereinheitlichung des Gottesgedankens hervorgebracht haben? Aber der Stamm Abrahams ist doch nicht das ganze Semitentum. Auch die Nachbarschaft der Perser konnte darauf nicht einwirken. Leber das Verhältnis der Babylonier zur Gotteseinheit hat der Babelbibelstreit gegen Delitzsch entschieden. Auch der El Eljon des Malkizedek ist nicht der Gott Israels. |srael selbst hat seine Lehre nicht aus keiner Geschichte hergeleitet, und]; gewiß taben die Kanaaniten nicht religionsjelebend auf Israel gewirkt. So fesselnd :s ist, aus Abrahams Scheu vor der ent- Wickelten Welt sein Hinschauen auf Gott lerzuleiten, warum haben Abrahams Vor- :ahren nicht Aehnliches geschaffen? ierade die Rehabiter sind als Verwandte ier Keniter gedacht und üben nur eine :amiliensitte aus. Daß der scharfe Ver-;fand des Hebräers ihn vor dem Triebe, iott und Welt als eins zu fassen, geschützt 1abe, erkennt König auch nicht an, da das Starke Gefühl für Sittlichkeit und Gefechtigkeit ein Aufgehen in der Außenwelt ind Schöpfung be! Israel nicht möglich!ache. Wenn selbst eine Anlage zur jotteskindschaft im Menschen liegt, so laben die alten Quellen derartiges als Jrsache nie zugegeben■! Selbst die Neigung, Iie Religion im alten Israel nach eigenem sinne zu ändern, beweist, daß man ihr :inen im Bewußtsein liegenden Ursprung!uschrieb. König kann einen irdischen Ursprung Ier Lehre Abrahams und Mosis nicht zu-;eben und beruft sich darauf, daß ״die Schulweisheit sich bekanntlich nicht Alles träumen läßt.“ Auch die Tatsachenforschung hat manches Wunderbare und Jnerklärliche in ihren neuesten Ergebnissen. 30 ist der Ursprung der Religion Israels in wunderbarer, ein über den irdischen Quellen stehender. Nur so glaubt König auch den Weg vom alten Fum neuen Testamente erklären zu können. Wir haben es schon früher mit Freuden jegrüßt, daß König die geistesscharfe Er- Örterung liebt, das Geisteslicht nicht verjteckt wissen will und die Standpunkte 1it Klarheit auseinanderhält. Es ist ihm gleichgültig, ob man ihn für einen weisen Wortführer herrschender Ansichten halten jird, wenn er nur die Gedankeneinheit (n sich findet. Vertritt er die strengere seite in Fragen des Glaubens, so bleibt fr nicht bei Halbheiten stehen, sondern Spricht das gefürchtete Bekenntnis offen ind frei aus. Aber er beweist, daß er alle i i

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