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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1907-01-01 · No. 1. (1907) · p. Seite 9

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 1. (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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! — 9 — die Gesamtheit, welche bestehen wird, sagt auch Rasch i z. St., der auch das baadenu schützt, indem er es als ״um unserer Sünden willen“ erklärt. 99b, was!! Möller als das Sieben des Getreides deutet,!! erklärt Raschi ebenso. Nicht unmittelbar! setzt sich nach Möller die Heilsverkündigung an die Strafrede (98 an 97) an, sondern!! bis 910 geht der drohende Ton weiter; i und für die zerfallene ״Hütte Davids“ zur Zeit des kraftvollen Usia in Juda macht Möller das Recht des göttlichen Eingreifens, des Kündens der Zukunft geltend. Uebrigens vertritt er auch die Echtheit der gesamten bei den Propheten des Nordreiches sich findenden Aeußerungen über Juda. Zumal beim Judäer Arnos mehr als begreiflich. Daß Arnos den Gott der Gerechtigkeit erst entdeckt habe, gibt Möller ebensowenig zu. Allerdings wäre eben das eins der größten und unbegreiflichsten Wunder, welches gerade die mit dem Allmählichen arbeitende Entwickelungs- Wissenschaft zugäbe. — Ein viel weiteres Gebiet als Arnos, bietet Hosea der Tätigkeit Möllers. Hier macht die Geschichte der Ehe 1 und 3, wenn sie nicht zwecklos sein soll, eine Aussicht in die Zukunft unerläßlich. Allerdings muß Kapitel 3 seine Echtheit auch noch erst beweisen, wie schließlich Volz annimmt und von vornherein Marti es aufgefaßt hat. Die vielangefochtenen Sätze Hösea 21—s hängen insofern mit 1 zusammen, als die Namen der Kinder, zuerst unheilvoll gedeutet, hier dem Tröste dienen. Mit Recht macht Möller geltend, daß, wer die Verheißungen aus den ersten drei Kapiteln streicht, den mit 41 beginnenden Teil überhaupt nicht demselben Verfasser zuschreiben dürfte.! Für die Untersuchung der hoseanischen I Messiasstellen ist es wichtig, daß nach | Marti Hosea kein Gegner des israelitischen; Königtums an sich ist. Für die Echtheit ׳ von Hosea 2 möchten wir selbst geltend machen, daß wir hier kein mehrfaches Wiederaufrollen derselben Gegenstände in : anderer Gestalt haben, sondern das Selbst- | gespräch des getäuschten Gatten Hosea, j das die hin- und nerwogenden Empfindungen j des Verlassenen zeigt und in welches mit nach und nach die Beziehungen Gottes zu Israel von Hosea eingetragen worden sind. Selten ist, wie wir an anderer Stelle nachweisen werden, die dichterische Seite einer Bibelstelle so mißverstanden worden, wie es hier der Fall gewesen. Mit Recht be-; zieht darum Möller 24 auf das Volk, nicht | auf das Land, da es auf die■ Gattin geht. ן Sehr schön benutzt Möller 2a> die Gründe : Volz’ gegen die Echtheit zu Zeugen für 1 dieselbe. Nowack, der sich später vielfach I von Volz getrennt hat, denkt über 2*, und I ji ff nun wie Möller. (8chluss folgt.) I Schplblcher ans 3. Kauffmanitt Uerlag, Tranltfnrt a. m. 1] Siddur Scbaareb Cefilla. Gebetbuch für Synagoge, Schule upd Raus. 3- B Ceoy, Eebrer in Frankfurt a. JR. 1906. XXV u. 372Seiten, in gutem Scbulband 1 Wh., in elegantem gepresstem Ganzleinwandband 1,20 $Rk. 2) Scbaareb Cbora. (torstufe des üebersetzungsunterriebts im Bebräiscben. 3. B. Ceuy, Cebrer in Frankfurt a.fll. 1900. Gebunden 40 Pfennig. Das Gebetbuch Scbaareb Tefilla nimmt auf den eisten Blick durch die schöne Ausstattung für sich ein, welche ihr die Verlagsbuchhandlung hat zu Teil werden lassen. Ihr atanden dabei die Mittel der M. Lehrberger’schen Buchdruckerei in Bödilheim zu Gebote. Die Anordnung und Einrieh ung des Buches ist die gemeinsame Arbeit der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinn 3n in Frankfurt a. M., welche dem Bearbeiter einei Ausschuss beigegeben hat Tor Allem fallen die hebräischen Buchstaben scharf gezeichnet ins Auge. Der ״Verband der üdiichen Lehrerinnen im deutschen Reiche“ bat!k:nntlich di י scharfe Unterscheidung der einind ׳r ähnlichen Zeichen erstrebt damit das Kind sie licht immer verwechsle. Wei«8 doch jeder Leb ■er, welches Hindemiss dadurch der Erlernung des Lesens sich entgegenstellt und wie froh die Kleinen die Erleichterung begrüssen. 3en Gebeten ist eine Einleitung vorangestellt, die aber gar nieht als solche erscheint und darum f... - > י י ' " ’ ‘ _ Inhaltsverzeichnis, das in kurzen Bemerkungen Art und Zweck der Gebete angibt und dabei auch die & Bestimmungen über ihre Verwendung beim Gotesdienst bringt. Nach Erwähnung des Neumci ds und seiner Gebiete folgt eine nach dem Kal!■!der und seinen Monaten sich richtende Ordiung der Fcstgebete. Hier hat die Schule Gel ,genbeit, in zwanglosester Weise das Kind gele!*entlieh in alles einzuweihen, was sich an die gott esdienstliche Ordnung anknüpfen lasst. (Schluss folgt) Dr zei der zie ThC Ignatz Ziegler. Der Kampf zwischen 3udcntum und Christentum in den ersten drei christlichen 3abrhunderten. 94 Seiten, 2 JRk. Berlin, Poppelbauer. 2 IRk., geb. 2,50 fl)k. ,Ganz besonders ist es die Entstehungsdes Christentums, welche die Intelligenz Christen und Juden gleich mächtig ant. Während aber die christlichen ologen sofort bereit und fähig waren. 11t.

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