Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 30 (1906-1907)
- Issue
- No. 2. (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 3)
- Language
- German
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Dämlich ein anderer unreiner Behälter ln der Nähe ist). Beza 19 nimmt R Abbahu an, daß E im ersten Fall an einen Unreinen denkt, dem man Wein aus einem reinen Behälter gereicht hat.; WeDn schon E auf Id deutet, so hoch mehr das טיבל א׳א' במלח etc. (s. 2S). 4<, wo man aus der Kelter trinkt, entspricht scheinbar 41 in keiner Weise So kennzeichnet es sich als Einschiebsel, ist auch nicht Id’s Mischna, sondern M’s, der sowohl mit Warmem, als mit kaltem Wasser den Wein zu trinken erlaubt (so lange der Betreffende den Oberkörper nicht aus de(• Kelter herauszieht). Eleasar ben Zadock verbietet diies, da ihm die Nebenbedingung nicht erfüllbar scheint. iDie Andern verbieten bei heißem Wasser, weil damit der Wein 'דבר שנגמר מלאבתו ist. Diese Mischna hätte am besten ihren Platz 17 und ist von R hier der Gleichheit dor Gegenständle wegen eingeschoben. 45 'המקלף שעורי erinnert wegen desj 'מקלףא׳א, wie der nächste Fall, an Id. Weitere, später von uns zu betrachtende E-Sätze zeigen bis z|um Ende des Abschnitts weiter Id’s Spur. 45 hat; da es, wie wir oben gezeigt, von R ang9schobßn ist. in 4! keine ersichtliche Grundlage; möglich, daß הסוחט וחים auf die ähnliche Tätigkeit des 'מולל מלי^ו hinweisen 8011 und daß R zu gleichem Zwieck den Satz הסקפא etc., der wie 45 nach 17 paßt, von dort hierhergenommen hat. Dann wäre 'המקפ M, da es anders bezüglich der קדרה entscheidet, als Id 1;• Das מפניכו׳ ist geradezu eine Bemerkung R’s. Zweifelhaft bliebe nun gerade 4! b(8 'המקפ. Da es aber die Voraussetzung zu 41, 3, 5a upd nur durch המקפא zu 44 ist, so wird es im wesentlichen (wenn man noch Ende 3 als Uebergang zu 4 betrachtet) wohl auch Id sein. Ueber 45 ß 6 kommen wir nun zürn Schluß abschnitt, den R, wie wir oben gesehen; an die vorausgehenden Sätze gehängt hat. Er tat dies, um nach der Ordnung der Jahrestätigkeit die Mischnas aneinanderzureihen. Hier finden wir einen Satz, den wir von vornherein Id zusprechen können. Er gehört Eleasar ben Asaija (E b A) an: 5! a besagt, daß: Ausnahmen zum Zweck des Pflanzens maaßerfrei macht; ebenso der Kauf noch stehender Früchte; sajmmelt. man solche, um sie dem Andern zu schicken, ist man maaßerfrei (es ist von Schößlingen die Rbde). E b A sagt: Wenn ähnliche auf den Markt kommen können, sind sie maaßerpflichtig. Das muß Id seinl Auch oben war er mit הלוקט לשלוח לחביח verbunden (47), und hier steht noch dazu E b A, den wir neben E, Tarfon und Aehnlichen (s. Einl. zur 1 .Hälfte) als Jd’sGejwährsmanr. angegeben und vielfach naehgewiesen! j Und siehe dal T 38 ist Id wirklich der Ueberliet!erer dieses von EbA herrührenden Satzes! Und 53 mahnen die בצלים משהשרישו (s. 0. § 11) an Ther. 97, welche Mischna wir dorjtselbst als Ueberleitung zum Schlußteil des Traktaljs Id zugewiesen haben. 56 ist, durch ein vorhergehendes Wärt R’s gekennzeichnet, von ihm als Ansatz zu 54 (s. o.) angeschoben worden. Hier wird Id als erschwerend angefürt. So ist hier, wie wir es in Ther. gezeigt, die Grundlage des ersten Ansatzes 2! (8.1 Schluß) — 35 M, die des zweiten 41 — Ende Id. Im ersten sind Id’s Satzungen eingefügt, im zweiten M’s. Stücke von Jose N finden wir in beiden, z. Th. unter S b G’s Namen. Die Zugrundelegung einer Quelle ist? nicht gleich der Quelle selbst; dieselbe kann von R bearbeitet, halakhisch umgewandelt, bereichert werden. Aber eins halten wir festl M ist geradlinig, so werden auch geradlinige Halakhareihen in seine Worte hineingesetzt. Id ist freier im Aufbau, bietet den Zusammenhang erst nach genauerem Einblick; wo wir in seinem Gebiet gpradlinige Reihen finden, wie 5s 5, da stammen diese von der Anfangsreihe 2! etc. her (s. 0.), auch z. Th. 51,2. Dagegen findet ein unvermittelt stehender Satz, wie 57 (das hat uns Ther. in den Schlußabschnitten gezeigt), bei Id leichtere Aufnahme, als in M’s Gebiete. (Fortsetzung folgt.; Literaturbericht. Rezensionen. Schulrat Dr. Frohnmeyer und Dr. J. Benzinger: Bilderatlas zur Bibelkunde. Ein Handbuch für den Religiönslehrer und Bibelfreund. 501 Abbildungen mit erläuterndem Text. VIII und 188 S. Stuttgart. Theodor Benzinger. 1905. Kartoniert 6 Mk., Lwb. geb. 7,20. Alle Zweige de9 Unterrichts haben sich beute der Forderung des Anschaulichen zu fügen, damit das Wort des Lehrers nicht in der Luft schwebe; das Zusammentreffen zweier Eindrücke, des Wortes mit dem Bilde, ist auch für das Gedächtnis ein nicht geringes Hilfsmittel, da der eine Eindruck jederzeit den anderen gleichzeitig empfundenen hervorruft. Der vorliegende Bilderatlas zerfällt in fünf Abteilungen: I. Zur biblischen Geographie. II. Zur Geschichte Israels. III. Zum Kultus. IV. Alltagsleben der alten Israeliten (von Dr. jJ Benzinger). V. Zur biblischen Naturgeschichte (von Dr. L. Frohnmeyer). Sdhon diese Einteilung ist sachgemäß und teilt den Stoff in der Weise, daß die Hauptgebiete des biblischen Wissens in ausgiebiger Weise bedacht werden. Jeder Teil .läßt den Abbildungen eine erklärende Einleitung vorausgehen, die weder zu umfangreich, noch zu knapp gehalten ist. Das wird nicht nur dem Laien, sondern auch d.un Fachmann eine nicht zu unterschätzende Unterstützung sein. Schon die Umreißung des ganzen Lehrstoffes in übersichtlicher Weise ist selbst für den Kenner ein bequemes Mittel, sich das ganze Gebiet in gedrängter Weise vorzustellen; lür den Schulmann kann diese Darstellung den Wert eines Lehrplanes haben, der ihm die Verteilung-des Stoffes für den Unterricht erleichtert; und der Laie hat eine sehr w'ohl lesbare Darstellung vor sich, die ihn in gefälliger Weise in den Stoß' einlührt. Diese Darstellung paßt sich der Reihenfolge der Abbildüngen an, und umgekehrt, so daß der Leser mit Vergnügen vom Wort zum Bild, vom Bild zum Wort sich wendet und jeder Schritt für ihn eine angenehme Bereicherung des Wissens ist. Da die Zeit des zweiten Tempels mit berücksichtigt ist, 90 ist für die nachbiblische Geschichte (90 für die gesamte Makkabäerzeit) reicher Stoff geboten, der bei diesem schwierigen Gegenstände eine willkommene Unterstützung des Lehrers sein wird.