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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1906-01-01 · No. 2. (1906) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
30 (1906-1907)
Issue
No. 2. (1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 6 (sequence 2)
Language
German
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Einiges Uber Mischnaforschung. Von Rabbiner Dr. L. A. Roaentbal in Preußisch Stargard. (Fortsetzung.) Gehen wir nun über 35 — 41 als über einen der älteren Teile hinweg, so kommen wir 4t an den Schlußteil heran, mit dessen Anschiebung wir R oben beschäftigt gesehen haben. Im ersten Teil 21 ff. ist der Ordner von M ausgegangen und hat Id’s Satzungen in dessen Worte eingeschoben, ebenso die Poalimsätze. Ja, es ist durch den Schluß des ersten Abschnitts היה דש mit einer Satzung M’s auf die folgenden Sätze übergegangen worden. _ 4t beginnen die Satzungen der Bereitung und Verwertung der Früchte zum Genuß. Wir haben oben (§ 15a) gesehen, daß hier mehrere Halakhot stehen, denen einige andere am Anfang nach Gegenstand und Reihenfolge entsprochen haben, wie besonders T beweist. Das läßt darauf schließen, daß wir hier eine zweite Quelle haben, die die Gegen- .stände jener ersten in anderer Weise behandelt hat.*) Von Ende 1 bis 35 machen die Halakhareihen den Eindruck, als wenn sie feste Ordnungen bildeten oder solchen entstammten: 1 ß היה עובר!2 היה דש 22 היו יושבק (dann dazwischen andersklingende Sätze der Id - Satzungen). 25 האזמל etc., 26 האומר etc., dann von 27 an bis 35 im großen und ganzen die Poalimsätze. Kommen wir nach 41, so zeigt sich das Gegenteil: 4! המקלף 45 ,שוחים .4 ,הנוטל 43 ,תינוקות 42 ,הכובש, 0 כסם־י bis Schluß. Keine irgendwie verwandten, auf eine Reihe deutenden Mischnaanfänge — jeder Satz auch dem Gehalt nach scheinbar etwas Selbständiges — aus dem Ganzen liest man denn erst heraus, daß. es Satzungen des Genusses sind, die wir bis 45? vor uns haben. Im fünften Abschnitt ist der Inhalt, wie wir gesehen, noch bunter — aber wir lesen doch 5, UDd 2_העזקננ, s und < לא ימכור und 5 הלוקח; dann aber bald 56 שום בעל בכי «5 ,חורי הנמלים לה ,המהמו־ etc. Auch im Ther. hat sich in den Schlußabschnitten im Gegensatz zum Anfang das Gleiche gezeigt; auch dort haben wir den mehr geordneten Anfang M, den merkwürdiger aneinandergereihten Schluß einem andern, unil zwar Id, in der Grundlage des Ganzen zugeteilt. Wir fanden dort Ende 9 einen Uebergang zur Id-Quelle, wie oben Maß. 1 einen solchen zur Quelle M, an 2! angeschoben. Ist auch hier ein solcher Uebergang zu 41 bemerkbar? Beachte man folgendes: Ende 310 fanden wir eine mehrere Gebiete streifende Stelle, die nach der Einl. zur 1. Hälfte schon durch diese M fremde Form an die Art Id’s erinnert. ״In Jerusalem geht alles nach dem Wipfel“ dea Baumes, was die Grenze Jerusalems anlangt und die Erlaubnis, dort noch MS-Früchte zu essen. In der von uns als Fortsetzung oben gekennzeichneten Mischna MS 37 wird im gleichen Falle, ohne den Wipfel *u berücksichtigen, verlangt, daß Wipfel *) Ohne diese Quelle hätte R. nicht an die Versetzung׳ von Mischnas denken können. oder Stamm innerhalb der Mauer sich befinde, Da wird Makkoth 12 a von R. Aschi, der (8. Meg. 2a und b) gute Ueberlieferungen hatte, die Mischna Maaßeroth 310 wirklich Id, die von MS den anderen Weisen zugeteilt. So ist allerdings von R, wie wir oben gesehen, der Abschnitt mit einer Id-Halakha geschlossen, was sehr danach aussieht, als hätten wir Maaß. 4 und 5 in den Grundzügen Id vor uns. Sehen wir zu. 42 verstecken Kinder Feigen (auf dem Felde) für den Sabbat und vergessen die Verzehntung; so dürfefi sie beim Ausgang des Sabbats sie nicht essen, ehe sie sie verzahnten. Erinnern wir uns daran, daß nach Id Ther. 18 das Kind eine gütige Habe geben darf, so daß schon aus diesem Grunde unsere Mischna ihm angehören muß. Es sind amoräische Ausgleiche, wenn von Abbaji und R. Hila in Jer. verlangt wird, daß sie beim Sonnenuntergang sammeln müssan, damit ״die Tat hindeute auf ihren Gedanken.“ Ist es doch Id’s Art, selbst bei לשננה z• B. beim Kochen am Sabbat, erst für den Ausgang des Sabbats den Genuß zu erlauben (s. T Sabb. 35). Bezüglich der oft angezogenen Stelle Ther. 8,ß, wo E in einem ähnlichen Fall gegen J Erleichtert, gibt es eine umgekehrte Lesart, und R. Nathan hat E die erschwerende Ansicht zugewiesen. Man braucht schon deshalb nicht zwischen ייחדום לשבח oder לא ייחדום in der Mischna selbst einen Unterschied zwischen Maaß. und Ther. anzunehmen, da R. Jochanan und Resch Lakisch darum erst streiten, ob ein solcher Unterschied besteht. T Maaß. 3< entscheidet Id auch, selbst wenn die Früchte Doch auf dem Wege sind und der Sabbat eintritt, daß man beim Ausgang des Sabbats verzehnten muß. Im Zusammenhang damit steht der Eßkorb für den Sabbat, dessen Inhalt nach BS erlaubt, nach BH verboten ist. Da sagt Id T 37: ״Hillel selbst hat ihn verboten“; es ist also ein alter Streitfall zwischen Hillel und Schammai selbst, und Id ist es, der das Verbot als hiüelitisch festsetzt. (S. Edujoth 410.) Id sagt 47} weiter: ״Auch wenn jemand den Speisekorb voll sammelt, um ihn dem Anderen zu schicken, darf dieser davon nicht essen, ehe er verzehntet. Das אף deutet auf die früheren Sätze als auch Id gehörig zurück. (Hier bestätigt es sich auch, daß 2< E und Id zugleich ist, auch hier ist כלכלח תאנים Gegenstand der Erschwerung.) Auch hier nach T 33 sagt Id ״Hillel selbst hat dies verboten“. Dem הטומן von 41 zum Zwecke der besseren Reife entspricht das 42 שטמנו zum Zwecke des Sabbats als Gegensatz. Davon hängt wieder כלכלת שבת und davon als Satzung Id’s und Hillels der zweite בלבלה-Satz ab. Dem המולח von 11 entspricht als Ausgestaltung 43: ״Wenn man Oelbeeren aus dem Behälter nimmt, tauche man sie einzeln in Salz und esse sie; wenn man sie salzt und vor sich hinlegt, ist man maaßerpflichtig. E sagt: Wenn man vom reinen Behälter nimmt, ist man maaßerpflichtig; wenn vom unreinen, ist man frei, weil man den Rest zurückwirft. (S. 34ß.) T 37 wird E entgegengehalten, daß man in einen anderen Behälter die Oelbeeren zurückwerfen dürfe; (wenn

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