Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 28 (1904)
- Issue
- No. 16. (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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63 ג: *•'•־׳ יי^ן wähnt. — Die Kopfbedeckung nach hinter gedrückt tragen und das Kinn nach der Seite wenden, galt als Kennzeichen für hoch- und übermütige Menschen1)..— Frauen trugen Kopfbinden und Netze, welche die leichtbeweglichen Haarlocken festhalten sollten, auch schmale Bänder, welche das kurze Haar an der Stirne und Schläfen, das nicht gut eingeflochten werden konnte, zusammenhielten 2). Auch mit Kränzen aus geringeren und feineren Stoffen, die mit Gold- und Edelsteinen geschmückt waren, umwanden Frauen ihr Haupt8). Solche Kopfbinden aus weißer Wolle trugen jene Frauen innerhalb der altchristlichen Kirche, welche das Gelübde der Keuschheit abgelegt hatten4). — Man unterschied dreierlei Netze: die der jungen und der älteren Frau und die der Dirne5). Das Weib du־fte einen Teil der von ihr gesponnenen und gewebten Zeuge verkaufen, um für den Erlös sich eine Kopfbedeckung anzuschaffen6). — Männer umwanden Kopf und Arme mit Tüchern7). Frauen trugen Brusttücher, die vom Halse herunterfielen und die Brust bedeckten8). Auch lange Hüllen, die über den ganzen Körper herniederfielen, waren im Gebrauch9). i 7. Der Schleier war bei den jüdischein Frauen nicht so allgemein im Gebrauche, wie [ bei den anderen Morgenländerinnen: Sara zog unverschleiert an der Seite Abrahams naclj Egypten (vgl. Gen. 12,11,15); auch von niehtjüdischen Frauen getragen wurden; קילס. galea, J. Kid. 62d; davon קלס, den Helm aufsetzen; סימ^רתא rieht. vielleicht סנירתא; Sabb. 62 a für יקסרא cassida. ') Der. e. Ende. 1! 5) שביס, J®8■ 3, 18; Neg. 11, 11, das Stirnband, das von Ohr zu Ohr reichte und das Haarnetz festhielt; fcni ש' של, goldenes Stirnband; Jer. Sabb. 8 b wird für ן ,ש׳ Jes. 3,18, שלטוניה gesetzt; בסול, Kopfnetz, über dem Haare! unter dem Schleier, Sabb. 6,5; aus Wolle, Sabb 64b; J. Sabb 7d mit טבוסא Wiedergegebeu; שכבה, geflochtenes Netz,] Hi 18,8; 'סב, Pes. 65 b; ס׳ המוזהבת, vergoldetes Netz, Sabb. 67 b; טוטפת, Stirnband, Sabb. 67b mit חימרתא דקטיפתא, Jer. Sabb. 7d mit קיבטירא (vgl• Fleischer, Nachtr. IV, 479) erklärt; חסר, Kopfnetz, Gen. r. 91; ib. wird ביבלת (richtiger בובלת• Schneckenförmig gewundener Kopfputz wie בובלייר) mit חומרת ד<£ץלון סד) tp'jXXov), Kopfnetz mit wohlriehenden Blumen erklärt, 3 •איסטמא, אצטמאTiu.ua. Kopfbinde, Kranz, Sabb. 57 b, J. Sabb 7 b mit בזיוני erklärt; בבינה, Kopf hülle, B. b. 15 b, vgl. Tos. das. s) Hhl. 7,6; Sir. 6,30; Sifre 12 ,אחרי; Sabb. 57b; 62a; Git. 95 b. 4) Vgl. Euseb. von den Märtyrern c. 9, wollene Kopfbed. d. Weibes, Sabb. 57b. 6) Kel. 24,6. ן 6) B. k. 119a; vgl. Tos. B. k. 11,6: man darjf von der Frau für den Betrag von 5 Denaren kaufen, damit sie sich eine Kopfbedeckung anschaffe : 7) Sabb. 120a; J. Sabb. 16 פיקייליה (nach Levy trangp. von xeoakaia, s. Fleischer, Nachtr. IV, 227), J. Beza 639; שמיבה, Rieht. 4,18; Ber. 518, vgl. Lev. r. 23,10, wo 'ש mit 10דרא> ovjodpiov, sudarium, Schweißtuoh (oft im N. T. erwähnt), wiedergegeben wird, nach Raschi zu Sabb. 120a: Tuch, mit dessen Zipfel man Augen und Mund abgewischt hat: Jeri Sabb. 8b wird צניפות, J®8• 8,22 mit אולוריא, Schweißtücher, wiedergegeben. | 8) יסקטורה, מקטורן amictorium; Arab.: burnus, Brüll, Trachten, S. 82: Brustbinden, Sabb. 120a, neben Aermel und Gurt erwähnt. | 9) פיקרסית, auch אפקרסין, פקרוס• Kel• 29,1; Nid. 48b; Tgl• Pesch, zu סדינים, Richter 14,2. Rebekka verhüllte erst ihr Antli erblickte (Gen. 24, 6; vgl. das. v. Bei der häuslichen Arbeit fiel der fort. Nur beim Ausgehen verhijl Antlitz mit dem über den Kopf Schläfe und Schulter herniederfalfle: Knie reichenden Schleier, nur die hinaus2). Zuweilen gingen abi Frauen unverschleiert aus; wur überrascht, dann warfen sie 1a über ihr Antlitz, um sich zu verm (Fortsetzung folgt.) Litteraturberi Recensionen. tz. als sie Isaak 15; 12,14; 26,6). ^chleier') gänzlich ' Ilten Frauen ihr gebundenen, über nden, bis an die Augen lugten frei auch ehrbare den sie plötzlich den Schleier ummen3). s ch;ht. Sprüche der Väter. Von Lazari Berlin, Calvary & Co. 19<!04 Ein prächtig ausgestaltetes handlich geeignet, Jemanden auf die Pirke Abotl zuführen und sie ihm doppelt wert zu Erfahren wir nun noch, daß w׳ir hiei aus der großen Lazarus Goldschmidts (Calvary, B-rlin) haben, so wird das wenig erhöhen. Diese Ausgabe, weicht Verlagsbuchhandlung auf eine ebenso Probe gestellt hat, gehört zu den meist unserer Zeit. Von einer Seite wird sie andern als fehlerhaft und tadelnswert hi Im Traktat Aboth haben wir, schon allgemein bekannt ist, eine wohlüberseht vor Augen! Es scheint mir, als wenn t die Oeifentlichkeit beabsichtigt wäre, und Verleger von der schlechtunterrichty unterrichtende Lesewelt sich wenden. Was soll der Beurteiler da tun? Um leichten Lage herauszuziehen, gilt es, s mal zu versuchen, ob die Ausgabe wisse ist und neues bietet. Hinter Hilleis Wort Ab. lu א חייב >s Buch. Recht dazu von neuem zurückachen. einen Sonderabdruck :hon Talmudausgabe sere Neugier.ie nicht den Opfermut der droße, wie rühmliche imstrittenen Büchern anerkannt, von der!^!gestellt. weil der Gegenstand are Probe des Ganzen iermit ein Sprung an als wollten Verfasser!ten an die besser zu sich aus seiner nicht 'ne ira et Studio einischaftlich brauchbar m. m.*) יודלא יסבי קטלא קוסמין wo vieii s! וריסבי gesetzt werden muß (die wiedei den Schreiber irreführeu). Dann würde nichts lernt, verdient den Tod; und der die nimmt, und der sich der Krone bedient, es nun verurteilen, wenn durch den neu vielen Stabreime des Hillelschen Wortes n! Soll ich, der ich um die Anerkennung didi unter anderem zu kämpfen habe, mich schlagen, um gegen Goldschmidt die nehme das Gute überall an. \V1!bat ילוט (י das Antlitz mit dem Schleier צעיף, Gen 24,65; רדיד, J®8■ 8,23 für 24,65; צמה• Hhl. 4,1, 8; Jes. 47,2, Sept locke; ,ימסור Ex. 34,23; Thr. r. 67c; ת 66a, ירעולות nach Maim.: mit Schellen Einigen: Schleier; ein "ס durfte am Sab Regen genommen werden, Sabb. 5, 13; faYlXfov Netz, Schleier, Sifra 12 ,אחרי; Männer dem Turban der Frauen entgegi 146 a; יפדאמא arab. fadamun, Sabb. 66 b, iv, 225; יגומד Kel. 29,1; סלבוניה• J. s»b י) Sabb. 65 a; vgl. Bertin. zu Sabb. 7, ף Hhl 5,18. vgl. Ge:1 *) Münchener Manuskript. s Goldschmidt. 131 S. 3,60 M. ודלא יליף קטס folgt licht 1דלא fallen und holten ודלא konnten es heißen! ״Und wer Kette zum Schmucke vergeht“. Soll ich eingeführten Satz die <jch vermehrt werden? ser Seite der Mischna dieser Stütze entffe zu führen? Ich verhüllen, Jes. 26,7; צ, vgl. J. Targ. Gen. Schleier, And.: Haar- , Jes. 3,19; Sabb. versehen; יסדין nach .t zum Schutz gegen 65 a;גלגילק, גנגלין. r. 12 wird גלוק der ingesetzt; יביבא B b. 8. Fleischer, Nachtr. b. 8 b, 1.'שלט• 6 8. v. יוצאות רעולות•